
Corona
Weltgesellschaft im Ausnahmezustand?- Herausgeber:innen:
- |
- Verlag:
- 2020
Zusammenfassung
Ein Virus dominiert weltweit die Kommunikationsströme. »Corona« ist von gesamtgesellschaftlicher Relevanz, das Kennzeichen jeder Krise. Nicht nur die Körper sind infiziert, auch die Gesellschaft ist es. Ein Zwang zum Urteilen und Handeln unter Zeitnot, eine unbestimmte Verpflichtung zur Aktion setzt Politik, Wirtschaft, Massenmedien und nicht zuletzt die Wissenschaft unter Druck. Man könnte von einer sozialen Immunantwort der Gesellschaft sprechen, einem Krisenmanagement, das unterschiedliche kommunikative Anschlüsse organisiert; Anschlüsse, die zum Virus ein Verhältnis suchen.Da es in der modernen Gesellschaft keine Zentralinstanz mehr gibt, die grundlegende Direktiven festlegt, bildet jeder der gesellschaftlichen Teilbereiche andere Antikörper aus. »Corona« ist für die Politik etwas anderes als für die Wirtschaft, für die Religion etwas anderes als für die Wissenschaft. Allerdings ist die Corona-Krise nicht nur ein Ausnahmezustand, der zwei unterschiedliche Strukturen miteinander konfrontiert: die gewohnten, die wir alltäglich als ›normal‹ empfinden, und jene des Lockdowns und der Kontaktbeschränkungen, die diese unterbrechen. Die Corona-Krise ist auch ein Anlass, jenseits globaler Lieferketten über die eigene Identität nachzudenken. Wir können sie als Übung begreifen, denn ähnliche und vielleicht tödlichere Infektionskrankheiten können jederzeit neu auftreten. Sie finden in der Struktur der Weltgesellschaft beste Bedingungen vor. Hat Corona sie womöglich für immer verändert?Vorliegender Sammelband ist der Versuch, dem öffentlichen Interesse an wissenschaftlichen Resultaten ohne Verlust an Komplexität und Sinngenauigkeit gerecht zu werden. Er bringt das Nachdenken über die Pandemie in Form eines interdisziplinären Projekts auf die Höhe der gesellschaftlichen Praxis: Soziologie, Philosophie, Psychologie, Theologie, Rechtswissenschaft, Medizin und andere wissenschaftliche Programme leuchten die unterschiedlichen Dimensionen des »Gegenstands« aus, um der übergreifenden Fragestellung gerecht zu werden, die das Virus für unsere Gesellschaft darstellt. Mit Beiträgen vonDirk Baecker, Elena Esposito, Ying Fang, Heiner Fangerau, Peter Fuchs, Alexandra Grund-Wittenberg, Durs Grünbein, Hans-Ulrich Gumbrecht, Gorm Harste, Thomas Heberer, Jörg Heiser, Michael King, Alfons Labisch, Joachim Landkammer, Ding Liu, Qingshuo Liu, Carol Yinghua Lu, Marius Meinhof, Alka Menon, Hans-Georg Moeller, Arist von Schlippe, Fritz B. Simon, Werner Stegmaier, Günter Thomas und Barbara Vinken.
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2020
- Copyrightjahr
- 2020
- ISBN-Print
- 978-3-95832-237-0
- ISBN-Online
- 978-3-7489-1132-6
- Verlag
- Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 364
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- Vorbemerkung Kein Zugriff Seiten 9 - 14Autor:innen: |
- Letters Against Separation Kein Zugriff Seiten 15 - 39Autor:innen: | |
- Die große Überforderung Kein Zugriff Seiten 40 - 46Autor:innen:
- Die luftleitenden Anteile der Lunge Kein Zugriff Seiten 47 - 47Autor:innen:
- Seuchen am See Kein Zugriff Seiten 48 - 50Autor:innen:
- »Artists in Quarantine«: Die Kunstwelt und das Problem entleerter Heroik Kein Zugriff Seiten 51 - 60Autor:innen:
- Immer Ärger mit Corona – Skizze zu einer grassierenden Theatromanie Kein Zugriff Seiten 61 - 68Autor:innen:
- Corona und die pulsierende Gesellschaft Kein Zugriff Seiten 69 - 96Autor:innen:
- Systemic Integration and the Need for De-Integration in Pandemic Times Kein Zugriff Seiten 97 - 116Autor:innen:
- Global disease surveillance systems and cooperation in Covid-19: Lessons not learned Kein Zugriff Seiten 117 - 126Autor:innen:
- »Led by the Science« Kein Zugriff Seiten 127 - 139Autor:innen:
- Crisis Transitions in the World Risk Society Kein Zugriff Seiten 140 - 151Autor:innen:
- Verbotene und erlaubte Sozialformen Kein Zugriff Seiten 152 - 166Autor:innen:
- Orientierung in der Corona-Krise. Vom Wissens-Modus in den Orientierungs-Modus Kein Zugriff Seiten 167 - 184Autor:innen:
- Covid-19 and governments: ›Emerging infectious diseases‹ and governance. Some preliminary thoughts Kein Zugriff Seiten 185 - 212Autor:innen: | |
- Chinas Kampf gegen Corona: Historische Erfahrungen, innen- und außenpolitische Implikationen Kein Zugriff Seiten 213 - 241Autor:innen:
- Das Virus der Anderen. Diskursive Ausschlussdynamiken und der neue Orientalismus im frühen Diskurs über Covid-19 Kein Zugriff Seiten 242 - 262Autor:innen:
- Die Pandemie als Profilierungschance: Papst Franziskus, Donald Trump, Byung-chul Han und Corona Kein Zugriff Seiten 263 - 271Autor:innen:
- Prophetisches Wächteramt. Eine Erinnerung Kein Zugriff Seiten 272 - 295Autor:innen:
- Theologie im Schatten der Coronakrise Kein Zugriff Seiten 296 - 322Autor:innen:
- Wer hat Angst vor’m schwarzen Mann? Das »Infektionsgeschehen« als Spiel Kein Zugriff Seiten 323 - 336Autor:innen:
- Lachen über Covid-19? Psychologische Wege des Umgangs mit der Corona-Krise Kein Zugriff Seiten 337 - 350Autor:innen:
- Notstands-Staat als Staat der Zukunft? Die skandalöse und entscheidende Frage vom Rand der Pandemie Kein Zugriff Seiten 351 - 354Autor:innen:
- Editorische Notiz Kein Zugriff Seiten 355 - 356
- Über die Autor/innen Kein Zugriff Seiten 357 - 362
- Über den Herausgeber/die Herausgeberin Kein Zugriff Seiten 363 - 364




