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Die Kritik der marxistischen Rechtstheorie

Zu Paschukanis’ Begriff der Rechtsform
Autor:innen:
Verlag:
 2022

Zusammenfassung

Eugen Paschukanis’ Rechtstheorie sagt nicht, wie das Recht sein, sondern, wie es erkannt werden soll. Der Begriff der Rechtsform ist dafür von zentraler Bedeutung. In ihm ist die Dialektik von Freiheit und Herrschaft in der bürgerlichen Gesellschaft erfasst. Ihn zu entfalten heißt, in der Darstellung des Rechts zugleich dessen immanente Kritik zu leisten. Linda Lilith Obermayrs Studie expliziert den Rechtsformbegriff in seiner engen Beziehung zur Kritik der politischen Ökonomie von Marx. In Form der Einwände des österreichischen Rechtstheoretikers Hans Kelsen macht sie zugleich eine exemplarische Gegenposition stark, an der sich Paschukanis’ These einer umfassenden Selbstkritik unterziehen kann. Erst in Konfrontation mit Kelsens Positivismus und methodischem Reinheitspostulat tritt die Pointe marxistischer Rechtsformkritik in ihrer Radikalität hervor: Objektivität und Subjektivität, Unmittelbarkeit und Vermittlung, Wirklichkeit und Schein stellen sich zunehmend als die Gegenteile ihrer selbst dar.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2022
ISBN-Print
978-3-95832-296-7
ISBN-Online
978-3-7489-1725-0
Verlag
Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
Sprache
Deutsch
Seiten
284
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten 1 - 10 Download Kapitel (PDF)
  2. EinleitungSeiten 11 - 20 Download Kapitel (PDF)
  3. Download Kapitel (PDF)
    1. 1.1 Zur Methodenkritik bei Hegel
      1. 1.2.1 Der Welt aus ihren Prinzipien neue Prinzipien entwickeln
      2. 1.2.2 Zur Legitimität immanenter Kritik in ihrer Genese
      3. 1.2.3 Immanenz und das Verhältnis von Abstraktem und Konkretem
      1. 1.3.1 Reinheit der Kritik
      2. 1.3.2 Unreinheit: Die Subjektivität objektiver Wahrheit
      3. 1.3.3 Kritik der Reinheit
    2. 1.4 Aufhebung der Sein-Sollen-Dichotomie: Hegels Kritik am Sollen in der Wissenschaft der Logik
  4. Download Kapitel (PDF)
    1. 2.1 Rechtsform und Gewalt
      1. 2.2.1 Vorbemerkung zur Konzeption des 1. Kapitels des Kapitals
        1. 2.2.2.1 Gebrauchswert
        2. 2.2.2.2 Tauschwert
        1. 2.2.3.1 Abstrakte Arbeit als physiologische Verausgabung
        2. 2.2.3.2 Abstrakte Arbeit als geschichtliche Kategorie
        3. 2.2.3.3 Doppelcharakter der Arbeit
        1. 2.2.4.1 Exkurs in die Wissenschaft der Logik
        2. 2.2.4.2 Einfache Wertform
        3. 2.2.4.3 Entfaltete Wertform
        4. 2.2.4.4 Allgemeine Wertform: Geld
        1. 2.2.5.1 Begriff des Fetischs
        2. 2.2.5.2 Warenfetisch – Fetisch als falsches Bewusstsein und realer Fetisch
        3. 2.2.5.3 Fetisch des Begriffs
        4. 2.2.5.4 Fetisch und Emanzipation
        1. 2.3.1.1 Die Rechtsform als historische Form
        2. 2.3.1.2 Zwischenspiel: Das Absterben der Rechtsform
        3. 2.3.1.3 Die Genese der Rechtsform aus dem Begriff des Interesses
        4. 2.3.1.4 Exkurs: Markt und Gewalt
        1. 2.3.2.1 Die Rechtssubjektivität
        2. 2.3.2.2 Das Rechtsverhältnis: Zirkulationsfixiertheit oder produktionsvermittelter Austausch?
        3. 2.3.2.3 Die Seite des Gebrauchswerts
        4. 2.3.2.4 Das allgemeine Äquivalent: Staatsform jenseits bloßer Klassenherrschaft
        5. 2.3.2.5 Das Basis-Überbau-Theorem und die Gleichursprünglichkeit von Warenform und Rechtsform
        1. 2.3.3.1 Der Rechtsfetisch
        2. 2.3.3.2 Der Rechtsfetisch als psychologisches und reales Phänomen
        1. 2.4.1.1 Die Widersprüchlichkeit als Indiz ideologischen Charakters
        2. 2.4.1.2 Die Trennung von Recht und Rechtstheorie
        3. 2.4.1.3 Kelsens Basis-Überbau-Schema
        4. 2.4.1.4 Die Reproduktion bürgerlicher Ideologie
        1. 2.4.2.1 »Kryptonaturrecht« und die soziologische Begründung des Rechtsverhältnisses
        2. 2.4.2.2 Verwechslung von Rechtsinhalt und Rechtsgeltung
        3. 2.4.2.3 Kritik am Rechtsverhältnis – Die Anerkennungstheorie als bürgerliche Ideologie
        1. 2.4.3.1 Jeder Staat ist Rechtsstaat
        2. 2.4.3.2 Ein Zugleich von Identität und Dualität: Staat und Recht als Wechselverhältnis
    2. 2.5 Zwischenfazit
  5. Download Kapitel (PDF)
    1. 3.1 Zur Verabschiedung der utopischen Alternative als Bedingung der Kritik
        1. 3.2.1.1 Die Dichotomie von privatem und öffentlichem Recht als bürgerliche Ideologie bei Kelsen
        2. 3.2.1.2 Der Doppelcharakter des Rechts und der eigene Schein der Rechtsform bei Paschukanis
        3. 3.2.1.3 Die Einheit des Widerspruches zwischen privatem und öffentlichem Recht
      1. 3.2.2 Sozialrecht und Rechtsform
      2. 3.2.3 Äquivalenzprinzip der Strafe
        1. 3.3.1.1 Das »dreieinige Subjekt«
        2. 3.3.1.2 Verinnerlichung von Herrschaft: Der Moralfetisch
        3. 3.3.1.3 Von Lämmern und Raubvögeln: Exkurs zu Nietzsche
        4. 3.3.1.4 Die Abschaffung der ethischen Form
        1. 3.3.2.1 Die Ideologie der Revolution als sozialistische Ethik
        2. 3.3.2.2 Moral und radikale Normativität
        3. 3.3.2.3 Die klassische Interpretation des Werterelativismus und die Aufbewahrung der Moral
        4. 3.3.2.4 Auch eine Interpretation des moralischen Relativismus: zum Verhältnis von Moral und wissenschaftlicher Erkenntnis
      1. 3.3.3 Was ist Gerechtigkeit?
      1. 3.4.1 Totalitarismus der Zweckeinheit?
      2. 3.4.2 Zwang und die Vorstellung des Rechts als Ordnungsinstrument
  6. 4 Schlussbemerkung: Von der Verabschiedung der Utopie zur RechtsformkritikSeiten 259 - 260 Download Kapitel (PDF)
  7. LiteraturSeiten 261 - 278 Download Kapitel (PDF)
  8. SachregisterSeiten 279 - 284 Download Kapitel (PDF)

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