
Tiere wie wir
Warum wir moralische Pflichten gegenüber Tieren haben- Autor:innen:
- Verlag:
- 2021
Zusammenfassung
Hat das Leben eines Tieres einen anderen Wert als das eines Menschen? Nein, sagt die Harvard-Professorin Christine M. Korsgaard und begründet in ihrem Buch "Tiere wie wir", warum Tiere nicht getötet oder benutzt werden dürfen. Sie belässt es aber nicht bei der abstrakten Analyse, sondern erörtert an konkreten Beispielen, warum die handelsüblichen Rechtfertigungen von Massentierhaltung und Tierversuchen moralisch unhaltbar sind. Ihr radikales Buch setzt einen neuen Maßstab in der Debatte und gilt als wichtigster Beitrag zur Tierethik seit Peter Singer.
Christine Korsgaard setzt bei der Grundfrage an, was der Wert eines Lebens ist. In einer klar vorgetragenen, von Kants Moralphilosophie und einer Theorie des Guten nach Aristoteles ausgehenden Argumentation gelangt sie zu weitreichenden Schlussfolgerungen: Menschen sind nicht wichtiger als Tiere, und unsere moralische Natur macht uns Tieren auch nicht überlegen. Stattdessen ist es unsere Empathie, die uns erkennen lässt, dass Tieren als bewussten Wesen ebenso wie Menschen ein "Zweck an sich selbst" im Sinne Kants inne sind. Damit erweitert sie Kants Ideen einer moralischen Gemeinschaft grundlegend: Menschen haben nicht nur gegenüber Mitmenschen, sondern auch gegenüber Tieren moralische Pflichten. Anhand praktischer ethischer Fragen veranschaulicht die Philosophin schließlich, warum das Erniedrigen oder Töten von Tieren in keinem Fall moralisch gerechtfertigt ist.
"Korsgaards vertritt unbestreitbar eine starke und wenn sie sich durchsetzt, dann wird sie eine der größten moralischen Transformationen in der Geschichte der Menschheit zur Folge haben."
Thomas Nagel, The New York Review of Books
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2021
- ISBN-Print
- 978-3-406-76545-2
- ISBN-Online
- 978-3-406-76547-6
- Verlag
- C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 347
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 10
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 11 - 14
- 1.1 Einleitung Kein Zugriff
- 1.2 Gründe dafür, Menschen und Tiere unterschiedlich zu behandeln Kein Zugriff
- 1.3 Gebundene Werte Kein Zugriff
- 1.4 Warum gebundene Werte und überragende Bedeutung (fast) unvereinbar sind Kein Zugriff
- 2.1 Der Ursprung des Guten Kein Zugriff
- 2.2 Einwände Kein Zugriff
- 2.3 Selbst und Selbstbewusstsein Kein Zugriff
- 2.4 Aktive und passive Selbstkonstitution Kein Zugriff
- 3.1 Einleitung Kein Zugriff
- 3.2 Rationales und instinktives Bewusstsein Kein Zugriff
- 3.3 Bewertung von Gründen und Selbstbewertung Kein Zugriff
- 3.4 Gattungswesen Kein Zugriff
- 3.5 Ethik und Wissenschaft Kein Zugriff
- 4.1 Einleitung Kein Zugriff
- 4.2 Macht Moral Menschen anderen Tieren überlegen? Kein Zugriff
- 4.3 Folgen geistiger Hochentwicklung Kein Zugriff
- 4.4 Sind wir besser dran als andere Tiere? Kein Zugriff
- 4.5 Schlussfolgerung Kein Zugriff
- 5.1 Menschen als Zwecke an sich selbst Kein Zugriff
- 5.2 Gegen das Argument der Grenzfälle Kein Zugriff
- 5.3 Zeitlose Geschöpfe Kein Zugriff
- 5.4 Was ist überhaupt ein moralischer Status? Kein Zugriff
- 6.1 Tiere als bloße Mittel Kein Zugriff
- 6.2 Wie wir nach Kant Tiere behandeln sollen Kein Zugriff
- 6.3 Eine widersprüchliche Haltung Kein Zugriff
- 6.4 Das Problem des moralischen Filters Kein Zugriff
- 6.5 Verdienst oder die «Würdigkeit glücklich zu sein» Kein Zugriff
- 6.6 Behandelt wie die Tiere Kein Zugriff
- 7.1 Einleitung Kein Zugriff
- 7.2 Das Argument der Reziprozität Kein Zugriff
- 7.3 Kant über moralische Wahl Kein Zugriff
- 7.4 Kant über wechselseitige Gesetzgebung Kein Zugriff
- 7.5 Die Universalisierbarkeitsprüfung und der Umgang mit Tieren Kein Zugriff
- 8.1 Einleitung Kein Zugriff
- 8.2 Kants kopernikanische Wende Kein Zugriff
- 8.3 Der Begriff des Zwecks an sich selbst Kein Zugriff
- 8.4 Uns selbst als Zwecke an sich selbst schätzen Kein Zugriff
- 8.5 Tiere als Zwecke an sich selbst schätzen Kein Zugriff
- 8.6 Moralität als unsere Weise, ein Tier zu sein Kein Zugriff
- 8.7 Unterschiedliche moralische Beziehungen zu Menschen und Tieren Kein Zugriff
- 8.8 Ärger im Reich der Zwecke Kein Zugriff
- 9.1 Annäherung an den Utilitarismus? Kein Zugriff
- 9.2 Aggregation und ihre Implikationen Kein Zugriff
- 9.3 Das Wesen von Lust und Schmerz Kein Zugriff
- 9.4 Die Rolle von Lust und Schmerz im höchsten Gut Kein Zugriff
- 9.5 Fragen von Leben und Tod Kein Zugriff
- 9.6 Kantianischer Naturalismus Kein Zugriff
- 10.1 Prädation abschaffen? Kein Zugriff
- 10.2 Abolitionismus Kein Zugriff
- 10.3 Die Tierantinomie Kein Zugriff
- 10.4 Schöpfungsethik Kein Zugriff
- 10.5 Individuen, Gruppen, Arten Kein Zugriff
- 11.1 Welchen Wert haben Arten? Kein Zugriff
- 11.2 Was ist gut für eine Art und was ist gut für ihre Vertreter? Kein Zugriff
- 11.3 Was ist eine Art? Kein Zugriff
- 11.4 Gibt es ein Artenwohl? Kein Zugriff
- 11.5 Arten als generische Organismen Kein Zugriff
- 11.6 Wie wir uns um Arten kümmern können Kein Zugriff
- 11.7 Noch einmal zur Abschaffung der Prädation Kein Zugriff
- 11.8 Lebensraum wiederherstellen Kein Zugriff
- 11.9 Sollten Menschen aussterben? Kein Zugriff
- 12.1 Natur neu organisieren Kein Zugriff
- 12.2 Wie wir Tiere als Zwecke an sich selbst behandeln Kein Zugriff
- 12.3 Tiere essen Kein Zugriff
- 12.4 Arbeitstiere und Tiere im Militär Kein Zugriff
- 12.5 Die Nutzung von Tieren für wissenschaftliche Versuche Kein Zugriff
- 12.6 Tiergefährten Kein Zugriff
- Anhang Kein Zugriff Seiten 303 - 304
- Anmerkungen Kein Zugriff Seiten 305 - 336
- Bibliographie Kein Zugriff Seiten 337 - 344
- Register Kein Zugriff Seiten 345 - 346
- Zum Buch Kein Zugriff Seiten 347 - 347




