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Monographie Kein Zugriff

»Total Quality Mama«

Mutterschaft aus der Perspektive Arbeit
Autor:innen:
Verlag:
 2015

Zusammenfassung

Spätmoderne Mutterschaft – Supermama, Coachin, Managerin?

Herzstück des medialen und gesellschaftlcihen Diskurses um heutige Mutterschaft ist die Vereinbarkeitsfrage von Erwerbstätigkeit und Fürsorgearbeit. Die Studie »Total Quality Mama. Mutterschaft aus der Perspektive Arbeit« wirft, über die medial behandelte Vereinbarkeits- und Machbarkeitsfrage hinaus, einen tiefenscharfen und kritischen Blick auf heutige Arbeits- und Selbstanforderungen von Müttern in den Bereichen Erwerbsarbeit, Familienarbeit, Partnerschaft sowie Ökonomisierung des Selbst. Eingebettet in Theoriekonzepte zur spätmodernen Arbeits- und Lebenswelt wurden sechs Fallbeispiele aus einem urbanen Umfeld ethnografisch untersucht und deren Empfindungen, Einstellungen und Praxen bezüglich Fürsorge, Erwerbstätigkeit und gleichberechtigter Arbeitsteilung erkundet.

Einen intensiven Blick richtet die Studie auf die Verhandlung alter und neuer Rollenvorstellungen von Müttern und wie diese daran »arbeiten«, den Antagonismus von Erwerbstätigkeit und Fürsorgearbeit sowie Subjektivierungsanspruch und Aufopferung zu überwinden. Sie fragt nach den Ambivalenzen und dem Arrangement spätmoderner Mütter zwischen einem »freiwilligen« Zwang zur Erwerbstätigkeit, einem »freiwilligen« Zwang zur geschlechtlichen Gleichberechtigung und einer leistungsorientierten Fürsorge zu balancieren und wie dies mit »alten« Vorstellungen von Liebe und Fürsorge vereinbart wird.

Hier zeigt sich: Mütterliche Fürsorgearbeit ist zunehmend wissensbasiert und professionalisiert und erfordert ein hohes Maß an Rationalisierungen – auch des Selbst. Ferner weisen diese Prozesse auch Analogien zu managerialen Führungsstrategien von Unternehmen – einem Total Quality Management – auf, und zeigen, dass die spätmoderne Mutter immer mehr zur Coachin oder Managerin ihrer Kinder und der Reproduktionssphäre wird. Dabei wird die Leistungsoptimierung und -maximierung des Selbst, der Fürsorge und der Familie zur verinnerlichten Lebensregel der Total Quality Mama.

 

Biographische Informationen

Petra Schmidt M.A.

Bis 2010 Studium der Volkskunde/Europäischen Ethnologie, Kunstgeschichte und Neueren Deutschen Literatur an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Mutter von drei Kindern. Von 2010–2013 Lehrtätigkeit am Institut für Volkskunde/EE der LMU München. Derzeit Promotionsstudium an der LMU München zum Konnex Kreativität und Familie.

 

Reihe

Münchner ethnographische Schriften - Band 18

Schlagworte


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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2015
ISBN-Print
978-3-8316-4049-2
ISBN-Online
978-3-8316-7148-9
Verlag
utzverlag, München
Reihe
Münchner Beiträge zur Bildungsforschung
Band
18
Sprache
Deutsch
Seiten
131
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
    1. 1.1 „Frau im Bild“ – Leitbilder um Mutterschaft Kein Zugriff
    2. 1.2 Zentrale Fragestellungen und Thesen Kein Zugriff
    3. 1.3 Aufbau der Arbeit Kein Zugriff
    1. 2.1 Spätmoderne Mutterschaft und geschlechtliche Arbeitsteilung Kein Zugriff
    2. 2.2 Spätmoderne Mutterschaft: Entgrenzungs- und Subjektivierungskonzepte Kein Zugriff
    3. 2.3 Spätmoderne Mutterschaft: Diskurse und Gouvernementalisierung Kein Zugriff
    1. 3.1 Feld und Gegenstand Kein Zugriff
    2. 3.2 Erhebungsmethoden Kein Zugriff
    3. 3.3 Quellen Kein Zugriff
    4. 3.4 Selbst- und Methodenreflexion Kein Zugriff
    5. 3.5 Analyseverfahren Kein Zugriff
      1. 4.1.1 Familie Spielvogel Kein Zugriff
      2. 4.1.2 Familie Turner/Sand Kein Zugriff
      3. 4.1.3 Familie Blum Kein Zugriff
      4. 4.1.4 Familie Liebig/Wolf Kein Zugriff
      5. 4.1.5 Familie Roth/Bootmann Kein Zugriff
      6. 4.1.6 Familie Kranz/Simon Kein Zugriff
      1. 4.2.1 Politische, wohlfahrtsstaatliche Steuerungen Kein Zugriff
      2. 4.2.2 Mutterschaft und Subjektivierung von Arbeit Kein Zugriff
      3. 4.2.3 Der „freiwillige Zwang“ zur Individualisierung Kein Zugriff
    1. 4.3 Projekt „Familie“ – Die Mutter als Art Directorin Kein Zugriff
      1. 4.4.1 Exkurs: Total Quality Management Kein Zugriff
      2. 4.4.2 Total Quality Management innerhalb der Familie Kein Zugriff
      3. 4.3.3 Rationalisierte Selbstführung – Zeitgewinn für eine sorgenvolle Fürsorge? Kein Zugriff
      4. 4.4.4 Emotionale und wissensbasierte Fürsorge im Konflikt Kein Zugriff
      1. 4.5.1 „Eigentlich machen wir beide beides“ Kein Zugriff
      2. 4.5.2 Exkurs: Zum Fetisch physischer Präsenz der Mutter Kein Zugriff
      3. 4.5.3 Präsenzdruck – Verhandlung von Abwesenheit in der Familie bei Vätern und bei Müttern Kein Zugriff
  2. 5. Ein Fazit: Flexibilisierte, subjektivierte Mutterschaft Kein Zugriff Seiten 112 - 117
    1. 6.1 Sekundärliteratur Kein Zugriff
    2. 6.2 Quellen Kein Zugriff

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