Nebelwelten
Abwege und Selbstbetrug in der Demenz-Szene- Autor:innen:
- Verlag:
- 2016
Zusammenfassung
Demenz ist in aller Munde: Die Medien berichten regelmäßig. In der "Demenz-Szene" gären ständig neue Versorgungskonzepte, und die Forschung liefert Woche für Woche Meldungen über den angeblich bevorstehenden Durchbruch. Nun hat sogar die Regierung eine Allianz für Menschen mit Demenz gebildet. Könnte gar nicht besser laufen, oder? Doch, sagt Peter Wißmann. In den zurückliegenden Jahren ist zwar viel Positives erreicht worden. Dass das Thema Demenz ein Selbstläufer ist, hat aber auch zu krassen Fehlentwicklungen geführt: Ziele werden nur vage definiert, Interventionen erfolgen wirr und wenig durchdacht. Mit großer Geste wird gemacht, gemacht, gemacht – Hauptsache, das Gewissen ist beruhigt. Gute Ideen erschöpfen sich so leicht in schicken Phrasen und bequemen Ritualen. Auf der anderen Seite sind neue und alte Irrtümer auf dem Vormarsch: Menschen mit Demenz sollen in eine schöne neue Welt von Wohlfühl-Inseln einziehen, möglichst abgeschirmt vom Rest der Gesellschaft. Wenn sie tanzen, singen oder gärtnern möchten, dann bitte gut dokumentiert und mit therapeutischem Mehrwert. Schließlich sind sie vor allem krank und schließlich ist Demenz vor allem furchtbar. Aus vielen schlechten Ideen kann schnell ein gefährlicher neuer Mainstream entstehen. So kann es nicht weitergehen, sagt Wißmann, ein Insider mit jahrzehntelangem Erfahrungshintergrund. Mit seiner Streitschrift hält er der "Demenz-Szene" den Spiegel vor. Er benennt Fehlentwicklungen und zeigt Alternativen auf. Und: er lenkt den Blick wieder auf die Menschen, um die es bei dem Ganzen eigentlich gehen sollte.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2016
- ISBN-Print
- 978-3-86321-235-3
- ISBN-Online
- 978-3-86321-252-0
- Verlag
- Mabuse Verlag, Frankfurt am Main
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 156
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 10
- Lug und Trug. Oder: Von der Notlüge zur Scheinwelt Kein Zugriff Seiten 11 - 20
- Trennen und Separieren. Oder: Von Anderwelten, Paralleluniversen und dem Anspruch auf Inklusion Kein Zugriff Seiten 21 - 34
- Es gibt (k)ein Leben ohne Therapie. Oder: Warum dürfen Menschen mit Demenz nicht einfach normal leben? Kein Zugriff Seiten 35 - 40
- Bilder, Systeme, Schulungen. Oder: Nur eine eingekästelte Welt ist eine gute Welt Kein Zugriff Seiten 41 - 52
- Die im Schatten stehen. Oder: Wieso fragt eigentlich niemand die Betroffenen? Kein Zugriff Seiten 53 - 60
- Mit Sprache Mauern bauen. Oder: Wer will schon in ein Alzheimer-Tanzcafé? Kein Zugriff Seiten 61 - 67
- Abgrenzen und vernebeln. Oder: Nicht nur erleuchtete Kreise verständlich sein Kein Zugriff Seiten 68 - 75
- Der nackte König. Oder: Wie halten wir es mit Alzheimer? Kein Zugriff Seiten 76 - 86
- Die Welt ist krank! Oder: Wie retten wir die Normalität? Kein Zugriff Seiten 87 - 97
- Rituale Kein Zugriff Seiten 98 - 106
- Die Wagenburg Kein Zugriff Seiten 107 - 116
- Die Erde – ein Jammertal! Kein Zugriff Seiten 117 - 122
- Wer die Politik macht Kein Zugriff Seiten 123 - 136
- Die Alternative – Was ist zu tun? Kein Zugriff Seiten 137 - 141
- Quellen Kein Zugriff Seiten 142 - 156





