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Körperliche Selbstbestimmung

Dogmen, Diskurse, Deutungen
Autor:innen:
Verlag:
 2024

Zusammenfassung

Körperliche Selbstbestimmung gilt als Menschenrecht. Dennoch war körperliche Selbstbestimmung niemals ein gleiches Recht aller Menschen, sondern ein Recht mit Abstufungen. Für Kinder und Betreute ist körperliche Selbstbestimmung bis heute ein anderes Recht als für „normale“ Erwachsene. Anne Röthel erläutert, wie sich die Dogmen, Diskurse und Deutungen zu körperlicher Selbstbestimmung von Patienten, Kindern, Entmündigten und Betreuten seit Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelt haben. Es geht um Gemeinsamkeiten und Muster im Hinblick auf Akteure, Auslöser und Argumente. Ihre Studien erhellen, woraus Entscheidungsvorrechte für Ärzte hergeleitet wurden, warum ein elterliches Züchtigungsrecht lange Zeit richtig erschien, weshalb Jugendliche für medizinische Entscheidungen die Zustimmung ihrer Eltern benötigen und wonach sich die Rechtmäßigkeit von Zwangsbehandlungen bestimmt. Zugleich kommt ans Licht, dass jede Rechtsvorstellung von körperlicher Selbstbestimmung auf ein Dilemma zuläuft.

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Bibliographische Angaben

Auflage
1/2024
Copyrightjahr
2024
ISBN-Print
978-3-465-04642-4
ISBN-Online
978-3-465-14642-1
Verlag
Klostermann, Frankfurt am Main
Sprache
Deutsch
Seiten
332
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten 1 - 10 Download Kapitel (PDF)
  2. Download Kapitel (PDF)
    1. I. Anlass und Anliegen
    2. II. Gegenstand und Gliederung
      1. 1. Weil der Körper unser ungleiches Schicksal ist
      2. 2. Weil der Körper nicht vollständig aufklärlich ist
  3. Download Kapitel (PDF)
    1. Vorbemerkungen
      1. 1. Behandlung, Körper und Selbstbestimmung
        1. 2.1 Weichenstellung für das Willensdogma
        2. 2.2 Anfänge der ärztlichen Aufklärungspflicht
        3. 2.3 »An diesen Grundsätzen ist festzuhalten«
        1. 3.1 Recht auf Entscheidung nach »ureigensten Maßstäben«
        2. 3.2 Gerichtliche Kontrolle über die Aufklärungspflicht
        3. 3.3 Gesetz zur Verbesserung der Rechte der Patientinnen und Patienten
          1. 4.1.1 Pflichtige Körper und objektive Körperinteressen
          2. 4.1.2 Warum Heilen nicht Verletzen ist
          3. 4.1.3 Gewissenhafte Ärzte
          4. 4.1.4 Überforderte Kranke
        1. 4.2 Illegitimes Eindringen des Rechts
        2. 4.3 »Hard cases make bad law«
        1. 5.1 Andauernde Asymmetrien
          1. 5.2.1 »Geistige und sittliche Reife«
          2. 5.2.2 Rollenfestlegungen
          3. 5.2.3 Das Vertrauensparadigma
        2. 5.3 Ausblick
      1. 1. Kindsein, Körper und Selbstbestimmung
        1. 2.1 Erziehungsgewalt und Züchtigungsrecht im Bürgerlichen Gesetzbuch von 1896
        2. 2.2 Überschlägige richterliche Kontrolle
        3. 2.3 Dogmatische Kontinuität auf neuen Fundamenten
        1. 3.1 Das Recht auf gewaltfreie Erziehung
        2. 3.2 Das Kind als »Wesen mit eigener Würde«
        3. 3.3 Medizinische Mitsprache- und Vetorechte
          1. 4.1.1 Weil Erziehung nicht Verletzen ist
          2. 4.1.2 Weil Eltern ein rechtliches Entscheidungsprimat haben
          3. 4.1.3 Weil Kinder zu vernünftigen Entscheidungen nicht fähigsind
        1. 4.2 Illegitimes Eindringen des Rechts
        2. 4.3 Dafür ist das Grundgesetz »weder gedacht noch ergiebig«
        1. 5.1 Kehrseiten der Liebe
        2. 5.2 Offene Versprechen
          1. 5.3.1 Ideal der Staatsfreiheit
          2. 5.3.2 Haftungsinteressen
          3. 5.3.3 Sogwirkung der Volljährigkeit
        3. 5.4 Jenseits generationaler Ordnung
      1. 1. Erwachsenenschutz, Körper und Selbstbestimmung
        1. 2.1 »Alle Geisteskranken sind willensunfähig«
        2. 2.2 Zwangspflegschaft und andere »Rechtswohltaten«
        3. 2.3 »Freie Hand«
        4. 2.4 Entrechtung zur »Sicherung der Volksgemeinschaft«
        1. 3.1 Kontinuität der Institutionen
        2. 3.2 Natürlicher Wille und Richtervorbehalt
          1. 3.3.1 Medizinische Behandlungen: Rechtssicherheit für Betreuer
          2. 3.3.2 Neue körperliche Selbstbestimmung bei Sterilisation und Unterbringung
          1. 3.4.1 Fürsorglicher Zwang und staatliche Schutzpflicht
          2. 3.4.2 Freiheit zur Krankheit
        3. 3.5 Andere Körperwünsche: Befolgungspflichten
          1. 4.1.1 Weil Zwang in der Natur der Sache liegt
          2. 4.1.2 Unfreie und ihr trauriges Schicksal von Natur und Krankheit
        1. 4.2 Illegitimes Eindringen des Rechts
        2. 4.3 Betreuung als Privatrechtsverhältnis
        1. 5.1 Dunkler Betreuungsalltag
          1. 5.2.1 Zuordnung zum Privatrecht: hier anders
          2. 5.2.2 Implizite Hürden: der »freie Wille«
        2. 5.3 Selbstverständliche Sonderrechtsverhältnisse
  4. Download Kapitel (PDF)
    1. I. Auf getrennten Wegen
      1. 1. Phasen und Rechtsstruktur
      2. 2. Patriarchale Phase
      3. 3. Paternalistische Phase
      4. 4. Partizipative Phase
      5. 5. Postkategoriale Phase
      1. 1. Felder
      2. 2. Formate und Foren
      1. 1. Patriarchales Dilemma: Vertrauen und Macht
      2. 2. Paternalistisches Dilemma: Wissen und Irrtum
      3. 3. Partizipatives Dilemma: Wille und Zukunft
      4. 4. Postkategoriales Dilemma: Allgemeinheit und Unsichtbarkeit
    2. V. Ein vorläufiges Ende: körperliche Selbstbestimmung in der Moderne
  5. PersonenverzeichnisSeiten 293 - 294 Download Kapitel (PDF)
  6. LiteraturverzeichnisSeiten 295 - 332 Download Kapitel (PDF)

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