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Blinde Flecken der Zivilrechtswissenschaft

Rheingau 2025
Herausgeber:innen:
Verlag:
 2026

Zusammenfassung

Worüber weiß Zivilrechtswissenschaft zu wenig? Wie jede Wissenschaft von einiger Reife hat diejenige vom Zivilrecht Methoden, Perspektiven und Routinen entwickelt – damit aber auch blinde Flecken, also Bereiche, in denen Regulierungsstrategien oder wissenschaftliche Ansätze unzureichend, widersprüchlich oder völlig abwesend sind. Diesen Blindstellen geht der Band nach. Von den im ganzen deutschsprachigen Raum eingeworbenen Vorschlägen junger Forschender wurden 15 Themen in einem blinden Peer-Review-Verfahren ausgewählt, auf der 35. GJZ-Jahrestagung im Rheingau präsentiert und im vorliegenden Band eingehend analysiert. Die Beiträge zeichnen ein farbenfrohes Bild der Perspektiven von Zivilrechtsforschung im 125. Geltungsjahr des BGB.
Mit Beiträgen von Fenicia Aceto-Waldschmidt | Lucas Bliesze | Franziska Brachthäuser | Karl Bukpiev | Undine Christian | Marina Farbmacher | Jule Halbach | Hanjo Hamann | Felix Jöchl | Felix Kiefner | Torsten Kindt | Diana Liebenau | Jann Maatz | Alica Mohnert | Katrin Müller | Simon Püschel | Tristan Radtke | Pascal Sierek | Antonia Sommerfeld | Frido Uebachs Dieser Titel erscheint auch Open Access.

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Bibliographische Angaben

Auflage
1/2026
Copyrightjahr
2026
ISBN-Print
978-3-7560-3686-8
ISBN-Online
978-3-7489-6830-6
Verlag
Nomos, Baden-Baden
Reihe
Jahrbuch junger Zivilrechtswissenschaftler
Band
8
Sprache
Deutsch
Seiten
358
Produkttyp
Sammelband

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Download Kapitel (PDF)
    1. Vorwort
  2. Autor:innen:
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    1. I. Junge und Alte
    2. II. Blinde Flecken
    3. III. Rechtswissenschaftliche Selbstzweifel
    4. IV. Archive für die Praxis
    5. V. Rechtswissenschaft als „Lehre“
    6. V. Dominanz der Rechtsdogmatik
    7. VI. Empiriedefizit und die Schwierigkeiten seiner Behebung
    8. VII. Zu Tode gefürchtet ist auch gestorben
  3. Autor:innen:
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    1. I. Gesellschaftliche Verantwortung des Gesellschaftsrechts
    2. II. Gesellschaftsrechtliche Grundlagen des Ausschlusses
    3. III. Politischer Extremismus: Definition und Indikatoren
      1. 1. Bezug zum Gesellschaftsverhältnis
      2. 2. Interessenabwägung
      1. 1. Prävention: Die Präambel als sanfte „Anstupserin“
      2. 2. Sanktion: Gesellschaftsvertragliche Verankerung als wichtiger Ausschlussgrund
    4. VI. Fazit
  4. Autor:innen:
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      1. 1. Grundlagen des vorbeugenden Rechtsgüterschutzes im Zivilrecht
      2. 2. Die Gefahrenvorsorge als blinder Fleck des vorbeugenden Rechtsgüterschutzes
        1. a) Belastung des Verantwortlichen
        2. b) Das Präventionsinteresse als besondere Form des Integritätsinteresses
      1. 2. Interessenabwägung als Voraussetzung der Anspruchsentstehung
        1. a) Interessenabwägung und Anspruchsinhalt
        2. b) Die Prognose von Geeignetheit und Erforderlichkeit der begehrten Maßnahme
        3. c) Die Validität der Prognose im vorbeugenden Rechtsgüterschutz
    1. III. Fazit
  5. Autor:innen:
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      1. I. Der Körper und seine extrakorporalen Bestandteile
      2. II. Der Körper und seine „ausgelagerten“ technischen Bestandteile
      3. III. Deliktsrechtlicher Schutz des Mensch-System-Verbunds
      1. I. Deanthropozentrierung als Strategie
      2. II. Sich in den Sachen ein Dasein geben
      1. I. Analoger und digitaler Körper
      2. II. Deliktsrechtlicher Schutz des digitalen Körpers
    1. D. Zusammenfassung in Thesen
  6. Autor:innen:
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    1. I. Beulen des Verstands: Zivilrechtswissenschaft und Sprache
      1. 1. Zum Verhältnis von Recht und Sprache: Erkundungen des Status Quo
      2. 2. Sprachlichkeit des Rechts
      3. 3. Sprachbezug zivilrechtlicher Forschung
      4. 4. Konsequenzen für das Verhältnis von Sprach- und Rechtswissenschaft
      1. 1. Rechtslinguistik
      2. 2. Sprechakttheorie
      3. 3. Sprachspiele
      4. 4. Prototypenlinguistik
      5. 5. Rechtswissenschaftliche Nutzbarmachung der vorgestellten Ansätze
      1. 1. Grundlagen europäischer Mehrsprachigkeit
      2. 2. Erforschung unter dem Blickwinkel verschiedener Sprachlichkeit(en)
    2. V. Der Kreis schließt sich
  7. Autor:innen:
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      1. 1. Gegenstand der Untersuchung und Vorgehensweise
      2. 2. Auswertung
      1. 1. Begriff und Arten der Fußnoten
        1. a) Beleg- und Herkunftsfunktion
        2. b) Autoritätsfunktion(en)
        3. c) Überblick über weitere Funktionen
      2. 3. Methode der Fußnotenzusammenstellung
        1. a) Induktion
        2. b) Deduktion
      1. 2. Erstellung eines Fußnotenapparats als Form der Induktion
      1. 1. Folge der Verdrängung (notwendigen) deduktiven Denkens
      2. 2. Reaktionen – Beschränkungen auf Sekundärnachweise („mit weiteren Nachweisen“)
      3. 3. Ausblick: Potenzierung durch die Digitale Transformation und Künstliche Intelligenz
    1. V. Schlussbetrachtung
  8. Autor:innen:
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      1. I. Die deutschen „Schutzgebiete“
      2. II. Terminologie
        1. 1. Koloniale Rechts- und Gerichtsverfassung
          1. a) Allgemeine Fragestellungen
          2. b) Verfahren unter Deutschen
          3. c) Verfahren unter Einheimischen
          4. d) Verfahren zwischen Einheimischen und Deutschen
      1. II. Kolonialrechtswissenschaft
        1. 1. Kolonialismus und Zivilrecht vor 1884
        2. 2. Kolonialismus und Zivilrecht nach 1918
    1. C. Ausblick
  9. Autor:innen:
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    1. I. Einleitung
    2. II. Problemaufriss: Wenn Richter das Gutachten nicht verstehen
      1. 1. Mangelbegriff sui generis?
      2. 2. BGH-Senat für Patentanwaltssachen 1975
      3. 3. Seit 2004: das JVEG
      4. 4. Fallgruppen der Literatur und Kasuistik
      5. 5. Werkvertragsrechtsanalogie
      1. 1. Mangelfreies verwertetes Gutachten
      2. 2. Mangelhaftes unverwertetes Gutachten
      3. 3. Mangelhaftes verwertetes Gutachten
    3. V. Gesamtfazit
  10. Autor:innen:
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    1. I. Einleitung
      1. 1. Begriff
        1. a) Judikative
        2. b) Legislative
        3. c) Exekutive
        4. d) Rechtsanwälte?
      1. 1. Begriff und Interessenlage
      2. 2. Typische rechtliche Ausgestaltungen
      3. 3. Genese in der Anwaltspraxis
      4. 4. Nur punktuelles Aufgreifen durch Rechtsprechung und Gesetzgeber
      1. 1. Performative Rechtserzeugung
        1. a) Infrastrukturfunktion des Privatrechts
        2. b) Interessenausgleichsfunktion des Privatrechts
        3. c) Regulierungsfunktion des Privatrechts
    2. V. Schluss
  11. Autor:innen:
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      1. 1. Terminologische Rahmung
        1. a) Entfall der Haftung
        2. b) Abschwächung der Sorgfaltspflichten
        3. c) Weitere Abschwächungen
      1. 1. Asymmetrien im (Brüsseler) Lobbyismus
      2. 2. Pfadabhängige Entwicklung und deren Langzeitfolgen
      3. 3. Möglichkeiten und Grenzen des Konzepts der Pfadabhängigkeit
    1. III. Implikationen für die Zivilrechtswissenschaft
  12. Autor:innen:
    Download Kapitel (PDF)
    1. I. Einleitung
    2. II. Die Haftungsproblematik globaler Lieferketten
    3. III. Unzureichende nationale Haftungskonzepte
      1. 1. Modelle der EU-Lieferkettenregulierung
        1. a) EU-Produkthaftungsrichtlinie
        2. b) EU-Reparaturrichtlinie
      1. 1. Unzureichende bestehende gestufte Haftungskonzepte für Schuldnermehrheiten
        1. a) Sachlicher und persönlicher Anwendungsbereich
        2. b) Gestaffelte solidarische Außenhaftung mit Exkulpationsmöglichkeiten
        3. c) Innenausgleich nach Verantwortungsanteilen (pro-rata-Haftung)
    4. VI. Ausblick
  13. Autor:innen:
    Download Kapitel (PDF)
    1. A. Einleitung
      1. I. Dark Patterns
      2. II. Dark AI
    2. C. Regulierungsproblem, Regulierungsziele und Regulierungsansätze
    3. D. Europäisches Verbraucher:innenleitbild
      1. I. Keine aggressive geschäftliche Handlung (Art. 8, 9 UGP-RL)
      2. II. Kein Verstoß gegen berufliche Sorgfalt (Art. 5 Abs. 2 UGP-RL)
      3. III. Unanwendbarkeit des Verbots wirksamer Dark Patterns im DSA
      4. IV. Ausstrahlung des Verbots wirksamer Dark Patterns im DSA auf die UGP-RL
    4. F. Auswirkungen des Verbots wirksamer Dark Patterns über Online-Plattformen hinaus?
    5. G. Wettbewerbsrechtliche Behandlung von Dark AI
    6. H. Zusammenfassung
  14. Autor:innen:
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    1. I. Säkularisierte theologische Begriffe im Privatrecht?
        1. a) Volkstümliche Bemerkung bei Lobe
        2. b) Lobes Legacy
      1. 2. Rufausnutzung als „Pflügen mit fremdem Kalbe“ im Nachahmungsschutz
      2. 3. Kritik: moralisierende Leerformel
      1. 1. Kontext: Simsons Rätsel und seine Lösung
      2. 2. Textueller Befund: Färse statt Kalb
      3. 3. Interpretation: Frau statt Kalb
      4. 4. Moral: Wettbewerbsfreiheit statt Ausnutzung?
    2. IV. Zur Rolle von Metaphern im Lauterkeitsrecht
  15. Autor:innen:
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    1. I. Einführung
    2. II. Begriff des digitalen Gegenstands
      1. 1. Sache gem. § 90 BGB
      2. 2. Ausweitung des § 90 BGB
      3. 3. Immaterialgut
      4. 4. Recht oder digitaler Inhalt
      5. 5. Sachanhaftung
        1. a) Eigentumsschutz
        2. b) Besitzschutz
        3. c) Auseinanderfallen von Schutz und Interesse
      1. 2. Sonstiges Recht i.S.v. § 823 Abs. 1 BGB
      2. 3. Weitere Ansätze
      3. 4. Würdigung
      1. 1. Keine direkte Anwendung
      2. 2. Planwidrige Regelungslücke
        1. a) Wesensgleiches Minus zum Besitz
        2. b) Rechtsfrieden und Individualinteresse
        3. c) Zusammenführung von Schutz und Interesse
        4. d) Vorgänger: „Virtuelles Hausrecht“
      3. 4. Kein Rechtsfortbildungsverbot
        1. a) Grundsatz
        2. b) Akzessorietät zum Besitzschutz
        3. c) Deliktsrechtlicher Schutz
    3. VI. Beispiele
    4. VII. Fazit und Ausblick
  16. Autor:innen:
    Download Kapitel (PDF)
    1. I. Einleitung: Das Wohnraummietrecht als vermeintliches Sonderprivatrecht
    2. II. Die Funktionsweise des Wohnungsmarktes
    3. III. Rechtliche Annahmen über das Wohnraummietrecht
    4. IV. Eine vertragsrechtliche Rekonstruktion des Wohnraummietrechts
      1. 1. Modernisierung als Bruch mit dem Vertragsrecht
      2. 2. Familienangehörige im Lichte des Vertragsrechts
    5. VI. Fazit
  17. Autor:innen:
    Download Kapitel (PDF)
    1. I. Einführung: Diversitätsdefizit als „blinder Fleck“
      1. 1. Die gänzlich objektive Richter*in als Ideal und Trugbild zugleich
        1. a) Bedeutung für das Verständnis richterlicher Entscheidungsfindung im Allgemeinen
        2. b) Bedeutung einer diversen Besetzung der Justiz im Besonderen
        3. c) Bedeutung im (Zivil-)Recht
        1. a) Explizite Biases
        2. b) Implizite Biases
        3. c) Strukturelle Biases
      1. 2. Einfluss auf die Rechtsanwendung insb. im Zivilrecht
      1. 1. Methodisches Vorgehen und Limitationen
      2. 2. Ergebnisse
      3. 3. Fazit
    2. V. Zusammenfassung und Ausblick
  18. Autor:innen:
    Download Kapitel (PDF)
    1. A. Ursprung
    2. B. Vorstände
    3. C. Tagungsorte
    4. D. Tagungszeiten
    5. E. Generalthemen
    6. F. Ausrichterinnen
    7. G. Gäste
    8. H. Referentinnen
    9. I. Beitragsthemen
  19. Call for PapersSeiten 357 - 358 Download Kapitel (PDF)

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