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Monographie Kein Zugriff

Werte und das Recht

Individualistische und kollektivistische Deutungen des Wertbegriffs im Neukantianismus
Autor:innen:
Verlag:
 23.06.2008

Zusammenfassung

Die Begriffe des „Rechtswerts“ und der „Rechtsidee“ sind noch heute aus der Rechtsphilosophie Gustav Radbruchs bekannt. Sie stehen für einen obersten Wertmaßstab für das Recht - die Gerechtigkeit. Doch wer oder was wird mit diesem Begriff als „wertvoll“ bezeichnet? Die Verfasserin zeigt anschaulich, dass der Wertbegriff in der Rechtsphilosophie des späten Kaiserreichs und der Weimarer Republik zum Schauplatz einer tiefgreifenden Diskussion um unterschiedliche Verständnisse von Recht, Staat und Nation wurde: Haben das Recht und die politische Gemeinschaft einen eigenen Wert, dessen Verwirklichung das Individuum zu dienen hat? Oder sind Recht und soziale Verbände lediglich Instrumente, die den „Wert“ und die Interessen des Individuums schützen und verwirklichen sollen?

Die Arbeit gibt erstmals einen Überblick über die Breite und Vielgestaltigkeit des juristischen Neukantianismus und wirft damit ein neues Licht sowohl auf die Radbruch-Forschung als auch auf die Rechtsphilosophie der Zeit zwischen dem Ende des 19. bis in die dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts.

Dr. Friederike Wapler ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Rechtsgeschichte, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung der Universität Göttingen.


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Bibliographische Angaben

Erscheinungsjahr
2008
Erscheinungsdatum
23.06.2008
ISBN-Print
978-3-8329-3509-2
ISBN-Online
978-3-8452-0949-4
Verlag
Nomos, Baden-Baden
Reihe
Studien zur Rechtsphilosophie und Rechtstheorie
Band
48
Sprache
Deutsch
Seiten
282
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 14
    1. Radbruch, Kelsen und der juristische Neukantianismus Kein Zugriff Seiten 15 - 17
    2. Der Wertbegriff in der Rechtsphilosophie Kein Zugriff Seiten 17 - 18
    3. Individualistische und kollektivistische Auffassungen vom Rechtswert Kein Zugriff Seiten 18 - 19
    4. Der Zusammenhang zwischen wertphilosophischer Debatte und Weimarer „Methoden- und Richtungsstreit“ Kein Zugriff Seiten 19 - 22
    5. Der Einfluss des südwestdeutschen Neukantianismus auf die deutschsprachige Rechtsphilosophie Kein Zugriff Seiten 22 - 23
    6. Die Würdigung des juristischen Neukantianismus in der Rechtsphilosophie nach 1945 Kein Zugriff Seiten 23 - 24
    7. Zum gegenwärtigen Forschungsstand Kein Zugriff Seiten 24 - 26
    8. Gang der Untersuchung Kein Zugriff Seiten 26 - 28
        1. Anknüpfung an Kant, Erkenntniskritik Kein Zugriff
        2. Wissenschaftstheorie Kein Zugriff
        3. Methodendualismus Kein Zugriff
        1. Die Marburger Richtung Kein Zugriff
        2. Die südwestdeutsche Richtung Kein Zugriff
        1. Der Neukantianismus zwischen Metaphysik und Relativismus Kein Zugriff
        2. Der Dualismus von Wert und Wirklichkeit Kein Zugriff
        3. Die aktive Rolle des Subjekts im Erkenntnisprozess Kein Zugriff
        4. Der Gegenstandsbegriff Kein Zugriff
        5. Der subjektive und der objektive Weg der Erkenntnistheorie Kein Zugriff
        6. Die Verselbständigung der Werte gegenüber der Wertung Kein Zugriff
        1. Erkennen als Urteilen Kein Zugriff
        2. Wahrheit als theoretischer Wert Kein Zugriff
          1. Das kollektive Begreifen der Wahrheit Kein Zugriff
          2. Werte als bestimmende Motive im kausalgesetzlichen Denkprozess Kein Zugriff
          3. Windelbands theoretischer Freiheitsbegriff Kein Zugriff
        3. Logische Notwendigkeit und Evidenzgefühl Kein Zugriff
        1. Von der Erkenntnistheorie zur Wertphilosophie: Die Pluralisierung der Werte Kein Zugriff
          1. Die Beurteilung als „Urteil über ein Urteil“ (1882) Kein Zugriff
          2. Beurteilung als konstitutives Element jedes Urteils Kein Zugriff
          3. Die Allgemeingültigkeit der Beurteilungen Kein Zugriff
          4. Das „Normalbewusstsein“ Kein Zugriff
          5. Die normative Umdeutung von Kants „transzendentaler Einheit des Selbstbewusstseins“ Kein Zugriff
          6. Die Verankerung der Wertgeltung im Glauben Kein Zugriff
          1. Die Geschichte als einzige Grundlagenwissenschaft für die Philosophie Kein Zugriff
          2. Windelbands teleologischer Geschichtsbegriff Kein Zugriff
          3. Der Einfluss Fichtes Kein Zugriff
          4. Der Einfluss Hegels Kein Zugriff
          5. Die Verbindung von Geschichte und Kultur Kein Zugriff
          6. Das Vernünftige im Wirklichen Kein Zugriff
        1. Immanente Wirklichkeit und transzendenter Wert Kein Zugriff
        2. Das erkenntnistheoretische Subjekt Kein Zugriff
          1. Subjektiver und objektiver Sinn Kein Zugriff
          2. Transzendenter Wert und transzendentes Sollen Kein Zugriff
        3. Allgemeingültigkeit der Werte Kein Zugriff
        4. Gewissheit, Evidenz und der Glaube an absolute Wahrheiten Kein Zugriff
      1. Der objektive Weg der Erkenntnistheorie bei Heinrich Rickert und sein Verhältnis zum subjektiven Ansatz Kein Zugriff Seiten 86 - 88
      2. Die Unbegründbarkeit transzendenter Werte Kein Zugriff Seiten 88 - 89
        1. Die Normativität des Werts Kein Zugriff
        2. Die Pflicht zum richtigen Denken Kein Zugriff
        3. Der Streit um den „Primat der praktischen Vernunft“ Kein Zugriff
        1. Theoretischer Sinn als Form-Material-Gefüge Kein Zugriff
        2. Die Lehre von der Bedeutungsdifferenzierung Kein Zugriff
        3. Die Unterscheidung von gegenständlicher und nicht-gegenständlicher Sphäre Kein Zugriff
          1. Das Subjekt als dem Gelten „hingegeben“ Kein Zugriff
          2. Die Maßstäblichkeit der Gegenstandssphäre Kein Zugriff
      3. Die Rezeption der theoretischen Philosophie in der Rechtsphilosophie Kein Zugriff Seiten 102 - 103
      1. Windelbands Unterscheidung von nomothetischen und idiographischen Wissenschaften Kein Zugriff Seiten 103 - 106
        1. Das Material der Begriffsbildung: vorwissenschaftliche und wissenschaftliche Begriffsbildung Kein Zugriff
        2. Die Prinzipien der Begriffsbildung Kein Zugriff
        3. Die generalisierende Begriffsbildung und ihre Grenzen Kein Zugriff
        4. Die individualisierende Begriffsbildung und Rickerts Geschichtsbegriff Kein Zugriff
        5. Die Objektivität der Begriffsbildung: Allgemeines Gesetz und allgemeingültiger Wert Kein Zugriff
        6. Die historische Individualität Kein Zugriff
        7. Der theoretische Wertbezug Kein Zugriff
        8. Der Begriff des Wertbezugs bei Windelband Kein Zugriff
        9. Die allgemeine Bedeutung des Individuellen Kein Zugriff
      2. Das Konzept der „Wertindividualität“ beim frühen Lask Kein Zugriff Seiten 119 - 120
      3. Übergänge zum juristischen Neukantianismus Kein Zugriff Seiten 120 - 121
        1. Die Verankerung der Ethik im Pflichtbewusstsein Kein Zugriff
          1. Die ursprüngliche Gemeinschaftsgebundenheit des Individuums Kein Zugriff
          2. Individuum und Persönlichkeit Kein Zugriff
          3. Der Wert der Gesellschaft und die Pflicht der sozialen Gesinnung Kein Zugriff
          4. Das Kultursystem der Gesellschaft als Bezugspunkt der Ethik Kein Zugriff
          5. Die historische Relativierung der Vernunft Kein Zugriff
          6. Der antidemokratische Hintergrund Kein Zugriff
        2. Sittliche Autonomie und rechtliche Freiheit: Die Verschmelzung von Legalität und Moralität Kein Zugriff
        1. Die Geltung der atheoretischen Werte und die autonome Persönlichkeit Kein Zugriff
        2. Die Bestimmung des Individuums durch die Gemeinschaft Kein Zugriff
        3. Die Nation als Bezugspunkt der ethischen Pflicht Kein Zugriff
      1. Philosophische Theorie und weltanschaulicher Hintergrund Kein Zugriff Seiten 143 - 144
      2. Übergänge zur Rechtsphilosophie Kein Zugriff Seiten 144 - 146
        1. Die logizistische Tradition: Stammler Kein Zugriff
        2. Die normativistische Tradition: Georg Jellinek Kein Zugriff
        3. Die werttheoretische Tradition: Lask Kein Zugriff
        4. Die Vermischung von „Marburger“ und „südwestdeutschen“ Einflüssen in der Rechtsphilosophie Kein Zugriff
        1. Juristischer Neukantianismus und Methodendualismus Kein Zugriff
        2. Gegenstandserzeugender Standpunkt und Wissenschaftstheorie Kein Zugriff
        3. „Wert“ und „Kultur“ als formale Begriffe Kein Zugriff
          1. Erscheinungsformen des Rechtspositivismus Kein Zugriff
          2. Positivistische und nichtpositivistische Modelle im juristischen Neukantianismus Kein Zugriff
        4. Juristischer Neukantianismus und Wertrelativismus Kein Zugriff
      1. Periodisierung des neukantianischen Einflusses auf die deutschsprachige Rechtsphilosophie Kein Zugriff Seiten 161 - 162
      2. Zum weiteren Vorgehen Kein Zugriff Seiten 162 - 164
        1. Jellineks Wertrelativismus Kein Zugriff
        2. Die Unterscheidung von Kausal- und Normativwissenschaften Kein Zugriff
        3. Windelbands und Rickerts Einfluss auf Jellineks Theorien Kein Zugriff
          1. Gegenstand und Ding an sich Kein Zugriff
          2. Die aktive Rolle des erkennenden Subjekts Kein Zugriff
          3. Die Verbindung der unterschiedlichen wissenschaftlichen Gegenstände Kein Zugriff
        4. Abgrenzung zum staatsrechtlichen Positivismus Gerbers und Labands Kein Zugriff
          1. Walter Jellinek Kein Zugriff
          2. Hans Nawiasky Kein Zugriff
          3. Richard Thoma Kein Zugriff
          4. Rudolf von Laun Kein Zugriff
          5. Zweifelsfälle: Anschütz, Preuß und Kelsen Kein Zugriff
        1. Zur Interpretation der „Rechtsphilosophie“ (1905) Kein Zugriff
        2. Empirische Rechtswissenschaft und kritische Rechtsphilosophie. Kein Zugriff
        3. Historische und systematische Kulturwissenschaften Kein Zugriff
        4. Der Dualismus von Sozialtheorie und Normwissenschaft Kein Zugriff
        5. Wertbezug und normative Wissenschaft Kein Zugriff
        6. Kulturwissenschaft ohne Kultur? Kein Zugriff
        7. Lasks Verhältnis zum Positivismus: juristischer und philosophischer Rechtsbegriff Kein Zugriff
        1. Die Rechtswissenschaft als Seinswissenschaft Kein Zugriff
        2. Die Rechtswissenschaft als Kulturwissenschaft Kein Zugriff
        3. Kultur als wertbezogene Wirklichkeit Kein Zugriff
        4. Kultur als Resultat der wertbeziehenden Haltung des Bewusstseins Kein Zugriff
        5. Kultur als eigene Sphäre des Sinnes Kein Zugriff
        6. Radbruchs Begriff des „Wertbezugs“ Kein Zugriff
        7. Der Wertbezug als ontologische Wechselbeziehung: Radbruchs Rezeption der „Lehre von der Bedeutungsdifferenzierung“ Kein Zugriff
        8. Radbruchs Rechtsbegriff Kein Zugriff
        9. Radbruchs Verhältnis zum Positivismus (vor 1945) Kein Zugriff
        1. Periodisierung: Binders neukantianische Phase Kein Zugriff
        2. Die Rechtswissenschaft als interpretative Kulturwissenschaft Kein Zugriff
        3. Das Verhältnis von Rechtsbegriff und Rechtsidee Kein Zugriff
        4. Die Ideenbedingtheit der Wirklichkeit Kein Zugriff
      1. Kulturwissenschaft als besonderer Teil der Wertlehre bei Max Ernst Mayer Kein Zugriff Seiten 208 - 211
      2. Wirkungen in die Strafrechtsdogmatik Kein Zugriff Seiten 211 - 212
      3. Verbindungen zur Freirechtslehre (Kantorowicz) Kein Zugriff Seiten 212 - 213
      4. Wertbeziehende Begriffsbildung und Rechtswert Kein Zugriff Seiten 213 - 213
        1. Der Eigenwert der sozialen Verbände Kein Zugriff
        2. Rechtswert und Idee der Gerechtigkeit Kein Zugriff
        3. Lasks Verhältnis zum Relativismus Kein Zugriff
        4. Das Verhältnis von Individuum und Gesamtheit Kein Zugriff
          1. Der frühe Radbruch: Gerechtigkeit als abgeleiteter Wert Kein Zugriff
          2. Der mittlere und späte Radbruch: Gerechtigkeit als eigenständiger Wert Kein Zugriff
          3. Die „doppelte Umkleidung mit Wertcharakter“ Kein Zugriff
          1. Individualwerte und individualistische Weltanschauungen Kein Zugriff
          2. Der „soziale Individualismus“ Kein Zugriff
          3. Kollektivwerte und überindividualistische Weltanschauung Kein Zugriff
          4. Werkwerte und transpersonale Weltanschauung Kein Zugriff
          5. Die Konsistenz der relativistischen Theorie Kein Zugriff
        1. Die Bedeutung von Radbruchs Relativismus für seine Theorie Kein Zugriff
        1. Die Unterscheidung von Norm und Idee in „Rechtsbegriff und Rechtsidee“ Kein Zugriff
        2. Idee und Wert in der „Philosophie des Rechts“ Kein Zugriff
        3. Binders Transpersonalismus Kein Zugriff
        1. Rechtsidee und Wertbegriff Kein Zugriff
        2. „Kritischer Relativismus“ Kein Zugriff
        3. Das Humanitätsideal Kein Zugriff
      1. Die dialektische Auflösung des Gegensatzes von Individuum und Kollektiv Kein Zugriff Seiten 241 - 243
        1. Erich Kaufmanns Kritik der neukantianischen Rechtsphilosophie Kein Zugriff
        2. Binders Wendung zum Neuhegelianismus Kein Zugriff
      1. Sauers Theorie von den Wertmonaden Kein Zugriff Seiten 247 - 249
      1. Grundannahmen nationalsozialistischer Rechtslehren Kein Zugriff Seiten 249 - 250
      2. Übergänge vom Neukantianismus zum Nationalsozialismus Kein Zugriff Seiten 250 - 255
        1. „Der Positivismus hat die Juristen wehrlos gemacht“ Kein Zugriff
        2. „Wer Kantianer war, konnte nicht Nationalsozialist werden“ Kein Zugriff
        3. Der Stellenwert des Kollektivismus Kein Zugriff
      1. Radbruchs Verhältnis zum Positivismus (nach 1945) Kein Zugriff Seiten 261 - 263
      2. Radbruchs Entscheidung für den Individualismus Kein Zugriff Seiten 263 - 282

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