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Zum Umgang mit Regel-Ausnahme-Strukturen in der juristischen Argumentation
- Autor:innen:
- Reihe:
- Studien zur Rechtsphilosophie und Rechtstheorie, Band 89
- Verlag:
- 2025
Zusammenfassung
Die Rekonstruktion juristischer Argumentation im syllogistischen Modell hat einen blinden Fleck: Regel-Ausnahme-Strukturen können nicht abgebildet werden. Auf dem syllogistischen Modell basierende Argumentationstheorien vernachlässigen die Frage nach dem richtigen Umgang mit Regel-Ausnahme-Strukturen in der juristischen Argumentation deshalb oft. Erst durch das Überwinden des Deduktionspostulats und durch die Annahme eines Verständnisses von Rechtsnormen als Handlungsgründen können Regel-Ausnahme-Strukturen als klassische Struktur in der juristischen Argumentation mitgedacht werden. Dies eröffnet die Möglichkeit der Unterscheidung zwischen drei strukturell verschiedenen Ausnahmen: Geltungs-, Anwendbarkeits- und Anwendungsausnahmen.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2025
- ISBN-Print
- 978-3-7560-1899-4
- ISBN-Online
- 978-3-7489-4790-5
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Studien zur Rechtsphilosophie und Rechtstheorie
- Band
- 89
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 274
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
KapitelSeiten
- Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten 1 - 12 Download Kapitel (PDF)
- 1. Digitalisierung und KI
- 2. Pluralisierung
- 1. Forschungsstand
- 2. These und Gang der Untersuchung
- a) Herstellung vs. Darstellung
- b) Ansatz zwischen normativer und deskriptiver Argumentationstheorie
- c) Positionierung zur Methodenlehre
- 1. Das deterministische Ideal
- 2. Das dezisionistische Ideal
- 3. Erkennen und Entscheiden
- 1. Wahrheit durch Begründung?
- a) Begründbarkeit und Vertretbarkeit
- b) Relativität der Begründbarkeit
- 1. Der Justizsyllogismus
- 2. Die Rechtsnorm als Allsatz
- 3. Die Rolle der juristischen Interpretation
- 4. Der Gleichbehandlungsgrundsatz als Grund für das Festhalten am Deduktionspostulat
- a) Einwände gegen Klassisch-deduktives Schließens
- (i) Schließen mit vorausgesetzten Annahmen (default-assumptions)
- (ii) Schließen mit vorausgesetzte Regeln (default-rules)
- c) Zwischenergebnis
- (i) Grundstruktur
- (ii) Stützung der Schlussregel
- (iii) Verortung von Ausnahmen
- b) Analytisches vs. Substantielles Argumentieren
- c) Die Rechtsnorm als Allsatz
- a) Analogie als (eine) Grundstruktur juristischen Begründens
- b) Bezugnahme auf Präjudizen in der juristischen Argumentation
- c) Analogieverbot und Grenze zur Rechtsfortbildung
- d) Erhalt des Universalisierbarkeitsprinzips
- e) Beispiele aus der Rechtsprechung
- f) Exkurs: Zum Unterschied von Common-Law und Civil-Law
- 4. Regelanwendung nicht aus der Regel ableitbar
- a) Rechtsnormen als Gründe in Raz‘ Practical Reasons and Norms
- b) Reichweite der ausschließenden Wirkung bezüglich Gründe erster Ordnung
- c) Zum Verhältnis zwischen ausschließenden Gründen
- d) Zwischenfazit
- e) Exkurs: Das juristische Argument
- 6. Zwischenergebnis
- 1. Rechtsanwendung vor vorausgesetzten Annahmen
- 2. Vorausgesetzten Annahmen als Ursache von Regel-Ausnahme-Strukturen
- II. Der Begriff von Regel und Ausnahme
- 1. Ausnahmen auf der Geltungsebene
- 2. Ausnahmen auf der Anwendbarkeitsebene
- (i) Die argumentvernichtenden Lösungen des Anwendungsproblems
- (ii) Die argumenthindernde Lösung des Anwendungsproblems
- (i) Abgrenzung von der Geltungsebene
- (ii) Abgrenzung von der Anwendbarkeitsebene
- c) Das legitimatorische Problem der Anwendungsebene
- d) Irreduzibilität der Anwendungsebene
- 1. Geltungspluralismus
- 2. Anwendbarkeitspluralismus
- 3. Anwendungspluralismus
- I. Rechtsfolgenlösung oder Typenkorrektur?
- II. Streit über die Zulässigkeit von Anwendungsfragen: Verhältnismäßigkeitsprüfung bei gebundenen Entscheidungen
- F. FazitSeiten 249 - 250 Download Kapitel (PDF)
- LiteraturverzeichnisSeiten 251 - 274 Download Kapitel (PDF)




