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Das Problem Kind

Ein Beitrag zur Genealogie moderner Subjektivierung
Autor:innen:
Verlag:
 2021

Zusammenfassung

Kind und Kindheit erscheinen uns als etwas Selbstverständliches, Quasinatürliches, gerade so, als hätte es sie immer gegeben. Doch sind sie historisch kontingent. Mehr noch: Seit dem 15. Jahrhundert ist das Problem Kind entscheidend an der Formation der westlichen Moderne beteiligt, ist ausschlaggebend für deren Funktionieren und Wandel.

Christoph T. Burmeisters Studie zeigt, dass durch die Subjektform Kind und die Idee der Kindheit die Entwicklung zentraler Vergesellschaftungspraktiken angestoßen wurde. Sie untersucht Techniken der Subjektivierung und der Organisation von Familie und Staat ausgehend von Michel Foucaults Konzept der Problematisierung. Diesen inter-/national noch kaum rezipierten Forschungsansatz erweitert der Autor zu einer historisch-relationalen Soziologie, mit der er unter anderem Jean-Jacques Rousseaus Émile befragt, den bislang übersehenen Stellenwert von Kindheit und Familie im Werk Foucaults selbst herausarbeitet und das spätmoderne Ideal der sozial-emotionalen Kompetenz analysiert.

Das Buch macht deutlich, wie ausgehend vom Problem Kind soziale, räumliche und zeitliche Ordnungen hervorgebracht werden, welche Rolle Eltern und Expert:innen, die Elemente Entwicklung und Erziehung sowie die Affekte Angst und Hoffnung spielen und wie es ab den 1970er Jahren zu einer Zunahme von präventierenden und optimierenden Praktiken kommt.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2021
ISBN-Print
978-3-95832-268-4
ISBN-Online
978-3-7489-1348-1
Verlag
Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
Sprache
Deutsch
Seiten
316
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten 1 - 8 Download Kapitel (PDF)
  2. Das Problem Kind. Hinführungen Seiten 9 - 16 Download Kapitel (PDF)
  3. Download Kapitel (PDF)
    1. Gesellschaftliche Reproduktion und die ideologische Hervorbringung des Subjekts
    2. Das »Gespann Schule-Familie« und Spezifika kindlicher Anrufungen
    3. Diskussion, Kritik, Weiterführungen
  4. Download Kapitel (PDF)
    1. Problematisierungen, Praktiken, Wirklichkeiten und drei Achsen der Analyse (Wissen, Macht, Selbst-/Weltverhältnisse)
    2. Dispositiv und Affekt
    3. Angst (und Hoffnung) als Affekte im Dispositiv – Angst (und Hoffnung) als Erwartungsaffekte gegenwärtiger Zukunft
    4. Analytik, Verfahren und Kritik einer historisch-relationalen Soziologie des Problems Kind. Zusammenfassung
  5. Download Kapitel (PDF)
    1. Der selbstlose Wundererzieher und sein durchschnittlicher Zögling. Émile als natürlich-republikanisches Experiment und Modell
    2. Das pädagogisch-paternalistische Arrangement künstlicher Natürlichkeiten und dinghafter Notwendigkeiten
    3. Pubertät, Phantasie und all die anderen Gefahren
    4. Die geschlechtlich-generational-hierarchisierte moderne Familienzelle, die Frau Ministerin Gattin Mutter und Émiles »Lebensglück«
    5. Entwicklung, Expert:innen, Eltern und die gegenwärtige Zukunft der Gesellschaft – Elemente des Dispositivs moderner Kindheit
  6. Download Kapitel (PDF)
    1. Der Beginn des Zeitalters der Führungen, das »Problem der Institution der Kindheit« und die Hoffnung auf einen guten Fürsten
    2. Vom Prüfen in Klassen zum Klassenverhältnis durch Prüfungen
    3. Souveräne Familien, onanierende Kinder, soziale Klassen und fürsorgende Expert:innen
    4. Die Psy-Funktion oder das normale Kind und die Kindheit des Erwachsenen als Voraussetzung verallgemeinerter Wissenschaften vom A/Normalen
    5. Kindheit, Familie und Moderne. Zusammenfassung
  7. Download Kapitel (PDF)
    1. Die Ver(natur)wissenschaftlichung des Problems Kind – normierte und normalisierte kindliche Entwicklung
    2. Das de/zentrierte Kind als kostbares Projekt und Humankapital – präventierte und optimierte kindliche Entwicklung der Potenziale
    3. Von launischen Temperamenten zu kompetenten Emotionen – Aufstieg des kontrolliert-emotionalen Selbst
    4. Kinder und Manager:innen als »Kompetenzmaschinen« – entgrenzte Entwicklung und kompetente Emotionen des spätmodernen Problems Kind
  8. Das Problem Kind in der Moderne. Schlussbetrachtungen Seiten 281 - 284 Download Kapitel (PDF)
  9. Danksagung Seiten 285 - 285 Download Kapitel (PDF)
  10. Literatur- und Quellenverzeichnis Seiten 286 - 316 Download Kapitel (PDF)

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