Die Strafbarkeit von Masernpartys
- Autor:innen:
- Reihe:
- Gießener Schriften zum Strafrecht und zur Kriminologie, Band 47
- Verlag:
- 2013
Zusammenfassung
Aus Angst und Skepsis gegenüber Impfungen infizieren Eltern durch die Veranstaltung sogenannter Masernpartys ihre Kinder mit dem Masernvirus, damit diese die lebenslange Immunität gegen den Erreger erlangen. Roth untersucht in seiner Dissertation die Frage, ob die Veranstaltung einer sogenannten Masernparty ein strafrechtlich relevantes Verhalten darstellt.
Im Fokus der Untersuchung stehen Körperverletzungsdelikte, namentlich der Tatbestand der Gefährlichen Körperverletzung. Schwerpunkt der Untersuchung ist sodann die Frage, ob eine Einwilligung der Eltern strafrechtsdogmatisch möglich ist bzw. unter welchen Voraussetzungen die Rechtswidrigkeit entfallen kann. Die Frage, wie es zu bewerten ist, dass die Eltern zum vermeintlich Besten ihrer Kinder handeln, wird im Rahmen des Unrechtsbewusstseins der Eltern als Bestandteil des Schuldvorwurfs diskutiert.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2013
- ISBN-Print
- 978-3-8487-0378-4
- ISBN-Online
- 978-3-8452-4786-1
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Gießener Schriften zum Strafrecht und zur Kriminologie
- Band
- 47
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 208
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 4
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 5 - 14
- Abkürzungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 15 - 18
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 19 - 22
- Erreger und Infektionsweg Kein Zugriff Seiten 23 - 24
- Klinische Symptomatik und Krankheitsverlauf Kein Zugriff
- Komplikationen Kein Zugriff
- Weltweite Situation Kein Zugriff
- Wiederholtes Auftreten von Masernepidemien in Deutschland Kein Zugriff
- Die Einführung einer Masernmeldepflicht Kein Zugriff
- Verbot des Zutritts zu Gemeinschaftseinrichtungen bei bestehender Maserninfektion Kein Zugriff
- Die Schutzimpfung als Primärprävention Kein Zugriff
- Die Elimination der Masern Kein Zugriff
- Erklärung des Begriffs sowie Sinn und Zweck einer Masernparty Kein Zugriff
- Verbreitung Kein Zugriff
- Bedeutung Kein Zugriff
- Ergebnis zum 1. Teil Kein Zugriff Seiten 39 - 39
- Strafbarkeit nach dem IfsG Kein Zugriff Seiten 40 - 42
- Das Schutzgut der §§ 223 ff. StGB Kein Zugriff
- Körperliche Misshandlung und Gesundheitsschädigung bei der Übertragung von Viruserkrankungen Kein Zugriff
- Zwischenergebnis Kein Zugriff Seiten 44 - 45
- Die §§ 74, 75 IfsG Kein Zugriff Seiten 45 - 47
- Körperliche Misshandlung Kein Zugriff
- Gesundheitsschädigung Kein Zugriff
- Zwischenergebnis Kein Zugriff Seiten 49 - 50
- Allgemeine Kausalitätsprobleme bei der Übertragung von Viruserkrankungen Kein Zugriff Seiten 50 - 52
- Die Grundformel Kein Zugriff
- Die Lehre von der Sozialadäquanz Kein Zugriff
- Die Heranziehung von Vergleichsfällen und deren Beurteilung Kein Zugriff
- Die Übertragung von Krankheiten im Alltag Kein Zugriff
- Die Veranstaltung einer Masernparty als sozialadäquate Handlung? Kein Zugriff
- Zwischenergebnis Kein Zugriff Seiten 62 - 63
- § 224 Abs. 1 Nr. 1 StGB: Beibringung von Gift oder anderen gesundheitsschädlichen Stoffen Kein Zugriff Seiten 63 - 66
- Planmäßige Verdeckung der wahren Absichten Kein Zugriff
- Keine verächtliche Absicht der Täter gegenüber den Kindern Kein Zugriff
- § 224 Abs. 1 Nr. 4 StGB: Gemeinschaftliche Beteiligung an der Tat Kein Zugriff Seiten 70 - 71
- Vorüberlegung Kein Zugriff
- Aids-Fälle als Vergleichsmaßstab Kein Zugriff
- „Spiegelverkehrte Vergleichbarkeit“ der vorsätzlichen Maserninfektion zu den Aids-Fällen Kein Zugriff
- Zwischenergebnis Kein Zugriff Seiten 76 - 76
- Vorsatz hinsichtlich einer Gesundheitsschädigung durch einen gesundheitsschädlichen Stoff Kein Zugriff Seiten 76 - 78
- Kein Vorsatz hinsichtlich einer das Leben gefährdenden Behandlung Kein Zugriff Seiten 78 - 79
- Erfüllt die vorsätzliche Masernvirusinfektion eines anderen Menschen auch die Erfolgsqualifikationen aus § 226 und § 227 StGB? Kein Zugriff Seiten 79 - 81
- Ergebnis zum 2. Teil Kein Zugriff Seiten 81 - 81
- Das Vorliegen einer Tathandlung der Kinder im Rahmen einer Masernparty Kein Zugriff Seiten 82 - 83
- Der Mangel der Kenntnis jener Umstände, die zum gesetzlichen Tatbestand gehören Kein Zugriff Seiten 83 - 84
- Keine Schuldfähigkeit von Kindern nach § 19 StGB Kein Zugriff Seiten 84 - 84
- Zwischenergebnis Kein Zugriff Seiten 84 - 85
- Ein kurzer Überblick über die mittelbare Täterschaft nach § 25 Abs. 1 Alt. 2 StGB Kein Zugriff
- Die objektive Zurechnung als Kriterium bei Fällen des „Dazwischentretens“ Dritter? Kein Zugriff
- Die Einordnung der Eltern als mittelbare Täter Kein Zugriff
- Vorüberlegung Kein Zugriff
- Rechtfertigung aufgrund mangelnden Interesses in Form der Einwilligung Kein Zugriff
- Keine starren Altersgrenzen bei der Bewertung der Einwilligungsfähigkeit Minderjähriger Kein Zugriff
- Beispiele aus Rechtsprechung und Literatur, die sich mit dem Problem der Einwilligungsfähigkeit Minderjähriger auseinandersetzen Kein Zugriff
- Keine Einwilligung der Kinder hinsichtlich der gefährlichen Körperverletzung Kein Zugriff
- Das Problem des Selbstkontrahierens von Amtsträgern im Umweltstrafrecht Kein Zugriff
- Das Verbot des Selbstkontrahierens in der StPO Kein Zugriff
- Bewertung der ermittelten Ergebnisse zur Selbstkontrahierung auf strafrechtlicher Ebene Kein Zugriff
- Elterliche Sorge und Grundgesetz Kein Zugriff
- Die elterliche Sorge nach §§ 1626 ff. BGB Kein Zugriff
- Die elterliche Sorge anhand von medizinischen Maßnahmen Kein Zugriff
- Zwischenfazit Kein Zugriff
- Impfkritische Thesen hinsichtlich der Wirksamkeit und bzgl. der Auslösung von Krankheiten i. V. m. dem MMR-Impfstoff Kein Zugriff
- Die Beurteilung von Nebenwirkungen nach dem Robert Koch-Institut Kein Zugriff
- Impfen ja oder nein – wirklich eine Kontroverse? Kein Zugriff
- Keine Impfpflicht, aber auch keine Masernparty Kein Zugriff
- Zwischenfazit Kein Zugriff
- Ablehnung der Rechtsfigur der hypothetischen Einwilligung Kein Zugriff
- Auch bei Anerkennung der hypothetischen Einwilligung keine Rechtfertigung Kein Zugriff
- Ergebnis zur Rechtswidrigkeit Kein Zugriff
- Gegenstand des Unrechtsbewusstseins Kein Zugriff
- Parallele zu den Aids-Fällen aufgrund vergleichbarer Tathandlung Kein Zugriff
- Vergleichbarkeit zum elterlichen Züchtigungsrecht Kein Zugriff
- Die Verdrängung des Unrechtsbewusstseins durch das elterliche Erziehungsrecht in Anlehnung an die Züchtigungsrechtsfälle Kein Zugriff
- Die Einbeziehung von hypothetischen Erwägungen bei der Ermittlung der Vermeidbarkeit bzw. Unvermeidbarkeit des Verbotsirrtums Kein Zugriff
- Erkundigungspflicht der Eltern vor jeder das Kind gefährdenden Behandlung Kein Zugriff
- Ergebnis zur Schuldhaftigkeit Kein Zugriff
- Die geschützte Personengruppe Kein Zugriff
- Die Misshandlung Kein Zugriff
- Gröbliche Verletzung einer Fürsorge- oder Erziehungspflicht Kein Zugriff
- Lediglich Schaffung einer abstrakten Gefahr durch eine bewusst herbeigeführte Maserninfektion eines anderen Kein Zugriff
- Kein Vorsatz bzgl. der Schaffung der konkreten Gefahr einer erheblichen Schädigung der körperlichen oder psychischen Entwicklung Kein Zugriff
- Ergebnis zur strafrechtlichen Beurteilung der Eltern des noch gesunden Kindes Kein Zugriff Seiten 162 - 162
- Tatbestandliche Kongruenz im Vergleich mit den Eltern des gesunden Kindes und keine elterliche Sorge gegenüber dem Opfer Kein Zugriff Seiten 162 - 165
- Fehlendes Unrechtsbewusstsein Kein Zugriff Seiten 165 - 167
- Ergebnis zum 3. Teil Kein Zugriff Seiten 167 - 168
- Teilnahme des Arztes in Form der Beihilfe oder der Anstiftung Kein Zugriff Seiten 169 - 173
- Dogmatische Herleitung Kein Zugriff
- Die Therapiefreiheit des Arztes Kein Zugriff
- Der Ratschlag eines Arztes zur Veranstaltung einer Masernparty als Behandlung Kein Zugriff
- Alternative Behandlungsmethoden und die strafrechtlichen Grenzen des Grundsatzes der freien Therapiewahl Kein Zugriff
- Überschreitung der Therapiefreiheit des Arztes durch Ermutigung zur Veranstaltung einer Masernparty Kein Zugriff
- Kann sich der Arzt trotz seines Sonderwissens darauf berufen, nicht in der Kenntnis gehandelt zu haben, Unrecht zu tun? Kein Zugriff Seiten 184 - 188
- Überblick über die Erkundigungspflichten beim Verbotsirrtum Kein Zugriff Seiten 188 - 191
- Unvermeidbarkeit des Verbotsirrtums der Eltern durch den Ratschlag eines Arztes Kein Zugriff Seiten 191 - 194
- Ergebnis zum 4. Teil Kein Zugriff Seiten 194 - 195
- Zusammenfassung der Arbeitsergebnisse Kein Zugriff Seiten 196 - 198
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 199 - 208





