Regelwerke nichtstaatlicher Institutionen als Rechtsquelle
Analyse und Würdigung anhand der aktienrechtlichen Bestimmungen zu Related Party Transactions und Corporate Governance-Systemen- Autor:innen:
- Reihe:
- Münchener Universitätsschriften, Band 265
- Verlag:
- 2026
Zusammenfassung
Nichtstaatliche Regelwerke wie die IFRS oder IDW-Standards werden zunehmend vom Gesetzgeber oder bei der Gesetzeskonkretisierung in Bezug genommen – ein rechtspolitisch höchst relevantes wie rechtstheoretisch komplexes Phänomen. Die Autorin erarbeitet Grundlagen der Einbeziehung solcher Regelwerke in die Rechtsordnung und analysiert zwei aktienrechtliche Ausprägungen: die Bezugnahme auf die IFRS bei der Regulierung von Related Party Transactions sowie die Konkretisierung des aktienrechtlichen Sorgfaltsmaßstabs in Bezug auf Corporate Governance-Systeme durch IDW-Standards und COSO-Frameworks. Eine Schnittfeldstudie, die sich neben Aktienrecht und Rechtsquellentheorie auf Rechnungslegung, Wirtschaftsprüfung sowie Betriebswirtschaft erstreckt.
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2026
- Copyrightjahr
- 2026
- ISBN-Print
- 978-3-7560-4387-3
- ISBN-Online
- 978-3-7489-7343-0
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Münchener Universitätsschriften
- Band
- 265
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 309
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort Kein Zugriff
- I. Einführung in die Problematik Kein Zugriff
- II. Gegenstand und Gang der Untersuchung Kein Zugriff
- 1. Regelwerk Kein Zugriff
- 2. Nichtstaatlich Kein Zugriff
- a) Normative Rechtsgeltung als wesentliches Unterscheidungskriterium Kein Zugriff
- b) Staatszentrierte Ausrichtung des normativen Geltungsbegriffs Kein Zugriff
- (1) “Starker” und “schwacher” Rechtspluralismus Kein Zugriff
- (2) Stellungnahme Kein Zugriff
- bb) Institutionelle Ansätze Kein Zugriff
- cc) Konventionalistische Ansätze Kein Zugriff
- b) Modifikation der traditionellen Rechtsquellenlehre Kein Zugriff
- aa) Staatliches Rechtsanerkennungsmonopol Kein Zugriff
- bb) Inklusion vermittels eines korrespondierenden staatlichen Geltungsbefehls Kein Zugriff
- cc) Unterwerfung des Rechts unter das Demokratie- und Rechtsstaatsprinzip; Einheit der Rechtsordnung Kein Zugriff
- III. Zusammenfassung und Fazit Kein Zugriff
- § 2 Heteronomie als Untersuchungsgegenstand Kein Zugriff
- a) Vorzüge nichtstaatlicher Regelerzeugung Kein Zugriff
- b) Nachteile nichtstaatlicher Regelerzeugung Kein Zugriff
- aa) Demokratieprinzip Kein Zugriff
- bb) Rechtsstaatsprinzip Kein Zugriff
- b) Legitimationsvermittlung durch den staatlichen Inklusionsmechanismus Kein Zugriff
- 1. Inkorporation Kein Zugriff
- a) Normergänzende und normkonkretisierende Verweisung Kein Zugriff
- b) Statische und dynamische Verweisung Kein Zugriff
- aa) Beispiel: Technikklauseln Kein Zugriff
- (1) Gesetzliche Vermutung Kein Zugriff
- (2) Normative Konkretisierungswirkung Kein Zugriff
- cc) Rezeption nichtstaatlicher Regelwerke als Tat- oder Rechtsfrage Kein Zugriff
- (1) Prozedurale Legitimationsvermittlung Kein Zugriff
- (2) Materielle Legitimationsvermittlung Kein Zugriff
- a) Regelungstechnik und Wirkungsweise Kein Zugriff
- b) Rechtsquellentheoretische Anforderungen Kein Zugriff
- a) Beispiel: Technikklauseln Kein Zugriff
- b) Gegenbeispiel: Die angemessene Vergütung des Testamentsvollstreckers nach § 2221 BGB Kein Zugriff
- aa) Tatfragen Kein Zugriff
- (1) Angemessene Beurteilungsbasis Kein Zugriff
- (2) Gesellschaftlicher Konsens Kein Zugriff
- (3) Allgemeiner Argumentationsgehalt Kein Zugriff
- cc) Keine Bindungswirkung nichtstaatlicher Regelwerke als Rechtserkenntnisquelle Kein Zugriff
- 2. Rechtsquellentheoretische Anforderungen Kein Zugriff
- V. Zusammenfassung und Fazit Kein Zugriff
- a) Die internationale Rechnungslegung Kein Zugriff
- b) Rechnungslegung nach IFRS in der Europäischen Union Kein Zugriff
- aa) Die IAS-VO als Rezeptionsgrundlage Kein Zugriff
- bb) Endorsement einzelner Standards Kein Zugriff
- aa) Inkorporation als Rezeptionsmodell der IFRS Kein Zugriff
- bb) Legitimationsbedürfnis Kein Zugriff
- aa) Das Endorsement-Verfahren als intendierte Übernahmeentscheidung Kein Zugriff
- bb) Spezifische rechtsquellentheoretische Anforderungen an die Inkorporation der internationalen Rechnungslegungsstandards Kein Zugriff
- aa) Organisationsstruktur der nichtstaatlichen Gremien Kein Zugriff
- bb) Standardsetzungsverfahren Kein Zugriff
- cc) Finanzierung Kein Zugriff
- dd) Sachlich-inhaltlicher Qualitätsstandard Kein Zugriff
- (a) Verfahrensbeteiligte Kein Zugriff
- (b) Verfahrensschritte Kein Zugriff
- (2) Inkorporationsbefugnis der Kommission; Rolle des Europäischen Parlaments und des Rats Kein Zugriff
- (3) Rolle der EFRAG Kein Zugriff
- (a) True and fair view-Prinzip Kein Zugriff
- (b) Europäisches öffentliches Interesse Kein Zugriff
- (c) Kriterien der Verständlichkeit, Erheblichkeit, Verlässlichkeit und Vergleichbarkeit Kein Zugriff
- (d) Bewertung Kein Zugriff
- (a) Intendierte Übernahmeentscheidung Kein Zugriff
- (b) Proaktive Bereinigung etwaiger Übernahmehindernisse Kein Zugriff
- f) Einordnung Kein Zugriff
- a) Regelwerk des IASB Kein Zugriff
- b) Regelungstechnik der Standards Kein Zugriff
- (1) Interpretationen (IFRIC/SIC) Kein Zugriff
- (2) Standardergänzungen Kein Zugriff
- bb) Allgemeine Konkretisierungsvorgaben Kein Zugriff
- (1) Conceptual Framework Kein Zugriff
- (2) Nicht integrale Standardergänzungen Kein Zugriff
- dd) Einordnung Kein Zugriff
- aa) Grammatikalische Auslegung Kein Zugriff
- bb) Historische Auslegung Kein Zugriff
- cc) Systematische Auslegung Kein Zugriff
- dd) Teleologische Auslegung Kein Zugriff
- c) Bewertung Kein Zugriff
- a) Überblick Kein Zugriff
- b) Regelungstechnik des Fremdverweises auf die EU-IFRS Kein Zugriff
- c) Spannungsfelder des Fremdverweises auf die EU-IFRS Kein Zugriff
- (1) Beherrschung Kein Zugriff
- (2) Beteiligung an gemeinschaftlicher Führung Kein Zugriff
- (3) Maßgeblicher Einfluss Kein Zugriff
- (4) Schlüsselposition im Management Kein Zugriff
- (5) Familienangehörige Kein Zugriff
- (1) Zugehörigkeit zu derselben Unternehmensgruppe Kein Zugriff
- (2) Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen Kein Zugriff
- (3) Horizontale Näheverhältnisse Kein Zugriff
- (4) Versorgungskassen Kein Zugriff
- (5) Managementgesellschaften Kein Zugriff
- cc) Negativkonstellationen Kein Zugriff
- dd) Wirtschaftliche Betrachtungsweise Kein Zugriff
- ee) Reichweite des Unternehmensbegriffs Kein Zugriff
- aa) Die nahestehende Person iSv. IAS 24.9 als Zentralkriterium des aktienrechtlichen RPT-Regimes Kein Zugriff
- (i) Upstream-Transaktionen Kein Zugriff
- (ii) Downstream-Transaktionen Kein Zugriff
- (b) Propping Kein Zugriff
- (a) Tunneling Kein Zugriff
- (b) Propping Kein Zugriff
- (3) Teleologische Schieflage des Fremdverweises auf die IFRS Kein Zugriff
- (1) Neutralisiertes Tunnelingrisiko Kein Zugriff
- (a) § 111a Abs. 3 Nr. 1 Alt. 1 AktG – Geschäfte mit 100-prozentigen Tochterunternehmen Kein Zugriff
- (b) § 111a Abs. 3 Nr. 1 Alt. 2 AktG – Geschäfte mit Tochterunternehmen ohne Beteiligung weiterer nahestehender Personen Kein Zugriff
- (c) § 111a Abs. 3 Nr. 1 Alt. 3 AktG – Geschäfte mit EU-börsennotiertem Tochterunternehmen Kein Zugriff
- dd) Bewertung Kein Zugriff
- aa) Umfang der Offenlegung Kein Zugriff
- bb) Bedeutung des Wesentlichkeitsgrundsatzes Kein Zugriff
- aa) Sachlicher Anwendungsbereich Kein Zugriff
- bb) Regelungsinstrument Kein Zugriff
- IV. Zusammenfassung und Fazit Kein Zugriff
- 1. Rechtlicher Rahmen der Corporate Governance Systeme - Überblick Kein Zugriff
- a) Grundlagen Kein Zugriff
- b) Die Corporate Governance Systeme – Überblick Kein Zugriff
- c) Stellenwert betriebswirtschaftlicher Standards Kein Zugriff
- a) Standardsetzungsverfahren des COSO Kein Zugriff
- aa) COSO I: Internal Control – Integrated Framework Kein Zugriff
- bb) COSO II: Enterprise Risk Management – Integrated Framework Kein Zugriff
- a) Standardsetzungsverfahren der ISO Kein Zugriff
- aa) ISO 31000: Risikomanagement Kein Zugriff
- bb) ISO 37301: Compliance-Managementsysteme Kein Zugriff
- a) Die Verlautbarungen des IDW Kein Zugriff
- b) Standardsetzungsverfahren Kein Zugriff
- (1) Überblick Kein Zugriff
- (2) Konzept eines IKS Kein Zugriff
- bb) IDW PS 340: Die Prüfung des Risikofrüherkennungssystems Kein Zugriff
- (1) Konzeption der IDW PS 980ff. Kein Zugriff
- (a) IDW PS 982: Das interne Kontrollsystem des internen und externen Berichtswesens Kein Zugriff
- (b) IDW PS 981: Risikomanagementsysteme Kein Zugriff
- (c) IDW PS 980: Compliance Management Systeme Kein Zugriff
- (d) IDW PS 983: Interne Revisionssysteme Kein Zugriff
- (3) Abgrenzung der Corporate Governance Systeme nach den IDW PS 980ff. Kein Zugriff
- (4) Prüfung der Corporate Governance Systeme nach IDW PS 980ff. Kein Zugriff
- aa) Verbandsinterne Bindung Kein Zugriff
- bb) Berufsrecht Kein Zugriff
- cc) Abschlussprüferhaftung Kein Zugriff
- dd) „Pflichtenverkettung“ bei bilanzrechtlichen Pflichtprüfungen Kein Zugriff
- ee) Keine bilanzrechtliche Prüfpflicht für die Governance Systeme des § 91 Abs. 3 AktG Kein Zugriff
- 4. Zusammenfassung und Fazit Kein Zugriff
- a) Ermittlung des Unternehmenswerts in der Spruchpraxis Kein Zugriff
- b) Lehren für die Rolle von IDW-Standards im Rahmen von § 91 Abs. 3 AktG Kein Zugriff
- a) Stinnes-Beschluss des BGH Kein Zugriff
- b) Lehren für die Normkonkretisierung des § 91 Abs. 3 AktG Kein Zugriff
- (1) Potenzial der Einbeziehung betriebswirtschaftlicher Konzepte Kein Zugriff
- (2) Grenzen der Einbeziehung betriebswirtschaftlicher Konzepte Kein Zugriff
- bb) Grundsatz der funktionalen Auslegung Kein Zugriff
- aa) Funktion der internen Kontrolle Kein Zugriff
- (1) Interner Kontrollrahmen Kein Zugriff
- (2) Kontrollaktivitäten Kein Zugriff
- (3) Internes Informations- und Kommunikationssystem Kein Zugriff
- (4) Compliance Management System Kein Zugriff
- (5) Interne Revision Kein Zugriff
- aa) Funktion des Risikomanagements Kein Zugriff
- (1) RMS-Rahmen Kein Zugriff
- (2) Risikomanagementprozess (Risikoidentifikation, -analyse und -steuerung) Kein Zugriff
- (3) Risikoinformation und -kommunikation Kein Zugriff
- (4) Risikoüberwachung Kein Zugriff
- d) Verhältnis der Systeme Kein Zugriff
- a) Angemessenheit Kein Zugriff
- b) Wirksamkeit Kein Zugriff
- aa) Notwendigkeit unternehmensindividueller Anpassungen Kein Zugriff
- bb) Inhaltliche Divergenzen zwischen aktienrechtlichem Pflichtenmaßstab und nichtstaatlichen Regelwerken Kein Zugriff
- b) Best Practices Kein Zugriff
- (1) Nachweis über die ergriffenen Maßnahmen Kein Zugriff
- (2) Grenzen des Beweiswerts Kein Zugriff
- (1) Angemessene Auswahl des Beraters Kein Zugriff
- (2) Sicherstellung einer hinreichenden Informationsbasis Kein Zugriff
- (3) Plausibilitätskontrolle Kein Zugriff
- V. Zusammenfassung und Fazit Kein Zugriff
- 1. Rechtsquellenqualität Kein Zugriff
- a) Rechtspluralismus Kein Zugriff
- b) Modifikation der Rechtsquellenlehre Kein Zugriff
- c) Inklusion nichtstaatlicher Regelungsformen in den staatszentrierten Rechtsquellenbegriff Kein Zugriff
- 1. Gesetzliche Inklusion auf Normebene Kein Zugriff
- aa) Regelungstechnik und Wirkungsweise Kein Zugriff
- bb) Rechtsquellentheoretische Anforderungen Kein Zugriff
- aa) Regelungstechnik und Wirkungsweise Kein Zugriff
- bb) Rechtsquellentheoretische Anforderungen. Kein Zugriff
- aa) Tatfragen Kein Zugriff
- (1) Angemessene Beurteilungsbasis Kein Zugriff
- (2) Gesellschaftlicher Konsens Kein Zugriff
- (3) Allgemeiner Argumentationsgehalt Kein Zugriff
- b) Rechtsquellentheoretische Anforderungen Kein Zugriff
- a) Rechtsquellentheoretische Einordnung und Anforderungen an den Rezeptionsmechanismus Kein Zugriff
- b) Ex ante-Legitimationsvermittlung im Standardsetzungsverfahren des IASB Kein Zugriff
- c) Ex post-Legitimationsvermittlung im Endorsement-Verfahren Kein Zugriff
- 2. Methodische Grundlagen der IFRS als Unionsrechtsnormen Kein Zugriff
- aa) Der Begriff der nahestehenden Unternehmen und Personen nach IAS 24 Kein Zugriff
- (1) Die nahestehende Person im Sinne von IAS 24.9 als Zentralkriterium des aktienrechtlichen RPT-Regimes Kein Zugriff
- (2) Zweckwürdigung des Begriffs der nahestehenden Person Kein Zugriff
- (3) Bereichsausnahmen des § 111a Abs. 3 AktG Kein Zugriff
- aa) IAS 24 Kein Zugriff
- bb) Aktienrechtliches RPT-Regime Kein Zugriff
- 1. Rechtlicher Rahmen der Corporate Governance Systeme Kein Zugriff
- a) Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO) Kein Zugriff
- b) International Organization for Standardization (ISO) Kein Zugriff
- aa) Relevante IDW-Standards zu Corporate Governance Systemen Kein Zugriff
- bb) Bindung der Wirtschaftsprüfer an die IDW-Standards Kein Zugriff
- (1) Postulat der autonom-juristischen Begriffskonkretisierung Kein Zugriff
- (2) Grundsatz der funktionalen Auslegung und weites Organisationsermessen hinsichtlich der Systemgestaltung Kein Zugriff
- (1) Funktion der internen Kontrolle Kein Zugriff
- (2) Mindestelemente des IKS Kein Zugriff
- (1) Funktion des Risikomanagements Kein Zugriff
- (2) Mindestelemente des RMS Kein Zugriff
- b) Verhältnis der Systeme des § 91 Abs. 3 AktG Kein Zugriff
- c) Angemessenheit und Wirksamkeit Kein Zugriff
- (1) Notwendigkeit unternehmensindividueller Anpassungen Kein Zugriff
- (2) Divergenzen zwischen aktienrechtlichem Pflichtenmaßstab und nichtstaatlichen Regelwerken Kein Zugriff
- (1) Beweiswert einer Systemprüfung Kein Zugriff
- (2) Enthaftung bei berechtigtem Vertrauen auf Beratung Kein Zugriff
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 291 - 308






