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Sammelband Kein Zugriff

Selbsttäuschung

Eine Herausforderung für Philosophie und Psychoanalyse
Herausgeber:innen:
Verlag:
 2017

Zusammenfassung

Selbsttäuschung ist allen wohlvertraut und doch schwer zu verstehen. Sie präsentiert sich als paradoxer, widersprüchlicher Sachverhalt. Wie sie möglich wird, wie jemand sich selbst täuschen und betrügen kann, ist eine offene Frage und man mag darüber streiten, inwieweit es überhaupt Fälle wirklicher Selbsttäuschung gibt. Verhaltensweisen, die mit Selbstverhüllung, Unaufrichtigkeit und Erkenntnisverweigerung zu tun haben, besitzen einen unstrittigen Stellenwert im menschlichen Leben. Sie können für den Einzelnen undurchschaut und unvermeidlich sein, sie können sich im individuellen wie im sozialen Leben als nützlich, für die eigene Lebensführung als sinnvoll erweisen, sogar menschenfreundlich sein. Doch ebenso können Selbsttäuschungen mit Leiden und Selbstbehinderungen einhergehen, für das eigene Handeln hinderlich, seelisch belastend, moralisch problematisch sein. Literarische Figuren (Homo faber, Alexej Karenin) verkörpern Selbsttäuschung in klassischer Weise. Der vorliegende Band behandelt die Frage der Selbsttäuschung im Gespräch zweier Disziplinen, die in besonderer Weise mit ihr befasst sind. In Philosophie und Psychoanalyse sind profilierte Auseinandersetzungen um den Begriff und das Phänomen der Selbsttäuschung geführt worden. Sie ist Gegenstand der Erkenntnis- und der Handlungstheorie, der Rationalitätstheorie und Existenzphilosophie, der Theorie und Praxis der Psychoanalyse.

Die Beiträge des Bandes erörtern Fragen nach den Ursachen und Motiven, Formen und Zwecken der Selbsttäuschung, nach ihrem Stellenwert im menschlichen Leben, nach den Möglichkeiten und Grenzen ihrer Aufhebung und nach ihrem Niederschlag im Bild des Menschen.


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Bibliographische Angaben

Auflage
1/2017
Copyrightjahr
2017
ISBN-Print
978-3-8452-9257-1
ISBN-Online
978-3-8452-9257-1
Verlag
Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
Sprache
Deutsch
Seiten
244
Produkttyp
Sammelband

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
  2. Einleitung Kein Zugriff Seiten 7 - 12
    Autor:innen:
    1. Selbsttäuschung – und was sie über uns Menschen sagt Kein Zugriff Seiten 13 - 35
      Autor:innen:
    2. Selbstverständigung und Selbsttäuschung. Zwischen Selbstsein und Selbstverfehlung Kein Zugriff Seiten 36 - 49
      Autor:innen:
    3. that trusteth his own heart is a fool. Ein ethischer Vergleich antiker und moderner Konzepte der Selbstverkennung Kein Zugriff Seiten 50 - 78
      Autor:innen:
    1. Zum Unterschied von ›normaler‹ und ›pathologischer‹ Selbsttäuschung Kein Zugriff Seiten 79 - 98
      Autor:innen:
    2. Lässt sich dem klinischen Konzept des ›falschen Selbst‹ etwas abgewinnen für eine interdisziplinäre Konzeption der ›Selbsttäuschung‹? Kein Zugriff Seiten 99 - 120
      Autor:innen:
    1. Imaginäre Verkennung als Bedingung der Wahrheit des Subjekts in der Psychoanalyse Kein Zugriff Seiten 121 - 137
      Autor:innen:
    2. den Bedingungen und Grenzen einer (unter anderem therapeutischen) Aufhebung von Selbsttäuschung Kein Zugriff Seiten 138 - 156
      Autor:innen:
    3. Der psychoanalytische Fallbericht: Dichtung, Wahrheit oder Selbsttäuschung Kein Zugriff Seiten 157 - 176
      Autor:innen:
    1. Gleichgültigkeit. Eine Sozialphilosophie der Selbsttäuschung Kein Zugriff Seiten 177 - 222
      Autor:innen:
    2. Selbsttäuschung als sozialer Prozess Kein Zugriff Seiten 223 - 239
      Autor:innen:
  3. Die Autorinnen und Autoren Kein Zugriff Seiten 240 - 244

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