Jahrbuch der Luria-Gesellschaft 2011
- Herausgeber:innen:
- |
- Verlag:
- 2011
Zusammenfassung
Die Luria-Gesellschaft e.V. führt ihren Namen in memoriam Alexander Romanowitsch LURIA (Lurija), 1902 - 1977, der mit Lev S. VYGOTSKIJ und Alexej N. LEONT'EV die kulturhistorische Psychologie und die Tätigkeitstheorie begründete.Die Luria-Gesellschaft verfolgt den Zweck, das wissenschaftliche Erbe dieser Theorien zu sichern und inhaltlich weiterzuentwickeln. Die zentrale Aufgabe dieser Konzeption besteht in der Überwindung einer dualistischen, funktio-nalistischen und reduktionistischen Auffassung des Menschen und seines Bewusstseins. Dies kann nicht abgelöst von der Entwicklung der Kategorie Tätigkeit eingelöst werden, die als tätige Wechselbeziehung in der sozialen Auseinandersetzung mit der Welt, als Ausdruck des sinn- und systemhaften Aufbaus der psychischen Prozesse in der Entwicklung der Subjektivität verstanden wird.Kulturhistorisches und tätigkeitstheoretisches Herangehen an die Psyche setzt das Erkennen der Wechselbeziehungen zwischen der biologischen, psychischen und sozialen Ebene des ganzheitlichen Menschen voraus und reduziert diesen weder auf Psychologie und Biologie noch auf Soziologie.Die Eigenständigkeit der psychischen Funktionen als menschliches Erleben und menschliches Bewusstsein sind reale Momente des motivierten und emotional begründeten Tätigkeitsvollzuges der Persönlichkeit. Sie sind eingebunden in die menschlichen Lebensbedingungen und -beziehungen, die sie hervorbringen und die von ihnen hervorgebracht werden. Mit Alexander R. LURIA, dem Begründer der Neuropsychologie: 'Die gesellschaftlichen Formen des Lebens zwingen das Gehirn, auf neue Weise zu arbeiten, sie lassen qualitativ neue funktionelle Sys-teme entstehen'.Das Jahrbuch der Luria Gesellschaft ist dieser Konzeption verpflichtet. Seine Inhalte orientieren sich an dem methodologischen und wissenschaftlichen Erbe der kulturhistorischen Schule/Tätigkeitstheorie und dessen Relevanz für die gegenwärtigen humanwissenschaftlichen Probleme und Fragestellungen.
Schlagworte
Publikation durchsuchen
Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2011
- ISBN-Print
- 978-3-86541-467-0
- ISBN-Online
- 978-3-86541-733-6
- Verlag
- Lehmanns, Berlin
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 121
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titel Kein Zugriff
- Inhalt Kein Zugriff
- Vorwort Kein Zugriff
- Rehistorisierung unverstandener Verhaltensweisen und Veränderungen im Feld Kein Zugriff Seiten 10 - 24
- Die soziale Konstruktion von Behinderung durch frühkindliche Traumatisierung – Rehistorisierung als verstehende Diagnostik – Kein Zugriff Seiten 25 - 41
- Bericht über Marian Kein Zugriff Seiten 42 - 49
- Behinderung als soziale Konstruktion: Eine Dekonstruktion von vorgeblicher Bildungsunfähigkeit und Nicht-Therapierbarkeit – Ein Kurzgutachten zu Pedro Meyer, geb. am 20.02.1997 Kein Zugriff Seiten 50 - 54
- Überlegungen zur Situation alter wohnungsloser Männer mit dementiellen Veränderungen im Spiegel von Ethnopsychoanalyse und Rehistorisierung sowie des Instruments der Gegenübertragung als Mittel des Erkenntnisgewinns Kein Zugriff Seiten 55 - 66
- Institution, Inklusion und »die Figur des Anderen« Kein Zugriff Seiten 67 - 76
- Beiträge und Konsequenzen einer kulturhistorischen Sichtweise der Subjektivität in der therapeutischen Praxis Kein Zugriff Seiten 77 - 93
- Rehistorisierende Diagnostik zwischen gesellschaftlicher Teilhabe und Ausschluss – eine methodologische Skizze Kein Zugriff Seiten 94 - 117
- Anschriften der Autorinnen und Autoren Kein Zugriff Seiten 118 - 121





