
Lebenswissen
Poetologien des Lebendigen im langen 19. Jahrhundert- Herausgeber:innen:
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- Reihe:
- Das Unsichere Wissen in der Literatur, Band 4
- Verlag:
- 2016
Zusammenfassung
Gerade in Formationsphasen neuer wissenschaftlicher Disziplinen und Forschungsgebiete sind die Austauschbeziehungen zwischen dem Schönen und dem Wahren, zwischen der Literatur und der Wissenschaft besonders intensiv. Zum einen spielen literarische und rhetorische Verfahren in der Produktion des einschlägigen Wissens eine konstitutive Rolle. Zum anderen beziehen ästhetische Debatten, poetologische Bestimmungen und einzelne literarische Texte wesentliche Impulse aus den emergierenden Wissenschaften. Der vorliegende Band geht diesen Wechselwirkungen am Beispiel des Wissens vom Leben nach, wie es sich im langen 19. Jahrhundert entwickelt hat. Damals konstituierte sich das Leben allererst als epistemisches Objekt, und es wurde in der Literatur und Ästhetik nicht weniger thematisiert, bearbeitet und reflektiert als in der Wissenschaft, insbesondere in der aufkommenden Biologie. Die hier versammelten Beiträge analysieren jenes weitverzweigte und spannungsvolle Feld des Lebenswissens unter besonderer Berücksichtigung der Dynamisierungstendenzen, die die moderne Vorstellung dessen, was Leben eigentlich sei, maßgeblich prägen.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2016
- ISBN-Print
- 978-3-96821-563-1
- ISBN-Online
- 978-3-96821-663-8
- Verlag
- Rombach Wissenschaft, Baden-Baden
- Reihe
- Das Unsichere Wissen in der Literatur
- Band
- 4
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 227
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten 1 - 6 Download Kapitel (PDF)
- Zur Trennungsgeschichte des Lebenswissens. ›Leben‹ bei Georg Büchner und in der frühen Biologie Seiten 29 - 50 Georg Toepfer Download Kapitel (PDF)
- »Ändert sich nicht alles um uns herum? Ändern wir uns nicht selbst?« Zum Verhältnis von Leben, Zeit und Gegenwart um 1770 Seiten 51 - 74 Johannes F. Lehmann Download Kapitel (PDF)
- Künstliches Leben. Biologisches Wissen und die Politik der Künste Seiten 75 - 96 Daniel Ehrmann Download Kapitel (PDF)
- ›Erotomorphism‹ Zu Goethes Formverfahren in den Wahlverwandtschaften Seiten 97 - 116 Sarah Goeth Download Kapitel (PDF)
- Kunstform und Lebensform, Hybrid und Parasit. Poetologien des »Lebens« um 1848 bei Hebbel und Wagner Seiten 117 - 132 Werner Michler Download Kapitel (PDF)
- »Kraft, oder so was«. Poetik und Wissen(schaft) des Lebens in der Rahmenerzählung von Gottfried Kellers Sinngedicht Seiten 133 - 168 Hubert Thüring Download Kapitel (PDF)
- Vererbung und ihre Verweigerung: Eine Form des Romans im 19. Jahrhundert Seiten 169 - 184 Ulrike Vedder Download Kapitel (PDF)
- Gezoomte Lebensbilder. Zum Konflikt zwischen ›Lebenspathos‹ und ›Ästhetizismus‹ in Hofmannsthals früher Novelle Das Glück am Weg Seiten 185 - 202 Jens Ole Schneider Download Kapitel (PDF)
- Genealogie der Gattung: »Szenische Methode« in Johann Wolfgang von Goethes Wilhelm Meisters Lehrjahre und Henry James’ The Golden Bowl Seiten 203 - 222 Sophie Witt Download Kapitel (PDF)
- Autorinnen und Autoren Seiten 223 - 227 Download Kapitel (PDF)




