
Axiomatische Existenzen
Über Medien, Mathematik und Soziologie des Menschen- Autor:innen:
- Verlag:
- 2020
Zusammenfassung
Was passiert mit den großen Klassikern von 1900, wenn man an sie den Maßstab mathematischer, physikalischer und medientechnischer Diskurse anlegt? Die Fragen nach dem Gegenstand der Soziologie, nach sozialem Handeln, Mensch und Gesellschaft stellen sich unter diesem Blickwinkel auf neue Weise. Für Medientheoretiker/innen mag hingegen interessant sein, wie viel Marx noch in Kittlers Theorie steckt und was das alles für das Aufschreibesystem 2000 bedeutet. Moritz Mutter arbeitet in der vorliegenden Arbeit heraus, wie sich die Axiomatik der Mathematik in gleicher Weise von der anthropologisch rückgekoppelten Anschaulichkeit löst wie die Verstehende Soziologie mit ihrer Axiomatisierung von »Handlungen«; wie bei Weber der »Mensch« als Träger all dieser Handlungen zwar noch postuliert, aber nicht mehr widerspruchsfrei konstruiert werden kann; wie Durkheim in strenger Parallele zur modernen Mathematik einen Existenzbeweis der Gesellschaft entwickelt, der mit voller Absicht die Existenz einer Form ohne jeden Inhalt beweist und von dort zum Aufbau der Soziologie als wissenschaftlicher Disziplin schreitet. Moritz Mutter studierte Publizistik, Kulturwissenschaften und Soziologie in Berlin und Frankfurt/Oder. Von 2013–2016 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter im interdisziplinären Forschungsprojekt »The Principle of Disruption« in Siegen und Dresden und promovierte dort im Jahr 2017. Seither leitet er das Projekt »Digitale Welten« des Verbundes der Öffentlichen Bibliotheken Berlins.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2020
- ISBN-Print
- 978-3-95832-174-8
- ISBN-Online
- 978-3-7489-2054-0
- Verlag
- Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 160
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- Vorwort: Soziologische Selbstrekonstruktion und extradisziplinäre Soziologiegeschichte Kein Zugriff Seiten 9 - 12
- Ordnung als Textproblem Kein Zugriff
- Primordialitätsfragen Kein Zugriff
- Soziologie als Ordnungswissenschaft Kein Zugriff
- Ein neuer »Denkstil« und seine Paradoxien Kein Zugriff
- Eine zu große Frage und, paradoxerweise, ein kleineres Metaproblem Kein Zugriff
- Gegenstands- und Problembezug der Soziologie Kein Zugriff
- Ursprung der soziologischen Sorge Kein Zugriff
- Eine Autobiografie der Soziologie Kein Zugriff
- Zwei Herangehensweisen an die Produktivität soziologischer Texte Kein Zugriff
- Metaphorik der Metaphorologie Kein Zugriff
- Operative Metaphern Kein Zugriff
- Anschauung im Zeitalter symbolischer Maschinen Kein Zugriff
- Anschauung und Formalisierung in der Geometrie Kein Zugriff
- Funktionenmonster Kein Zugriff
- Zahlen ohne Anzahlen: Peanos unaussprechbare Arithmetik Kein Zugriff
- Theorieexkurs: Friedrich Kittlers Aufschreibesysteme 1800/1900. Kurzüberblick für Soziologinnen Kein Zugriff
- Mathematik zwischen Leben, Schrift und Maschine Kein Zugriff
- Gegenständlichkeit als Komplexitätsfunktion Kein Zugriff
- Endlosigkeit und Terminiertheit in der mathematischen Metaphorik Kein Zugriff
- Unendlichkeits- und Denkverbot Kein Zugriff
- Transformation der Metametaphorologie durch Formalisierung Kein Zugriff
- Mensch und Existenzen des Formalismus Kein Zugriff
- L. E.J. Brouwers Papierhorror Kein Zugriff
- Sprachlose Mathematik und Fraglosigkeit der Gegenmoderne Kein Zugriff
- Moderne und Kontingenz Kein Zugriff
- Semantik der Gründe und formale Selbstreferenz Kein Zugriff
- Anschaulichkeits- und Ursprungsverlust Kein Zugriff
- Allgemeines Äquivalent in Sprache und Tausch Kein Zugriff
- Strukturäquivalenzen: Kittlers Marxverleugnung Kein Zugriff
- Münzen, deren Gebrauch sie verstehen Kein Zugriff
- Börsengeld Kein Zugriff
- Medien der spekulativen Individualisierung Kein Zugriff
- Handlungstheorie als Rationalisierung zum Menschen Kein Zugriff
- Webers Idealtypenlehre als Ursprung der Verstehenden Soziologie Kein Zugriff
- Alfred Schütz als Gegenprobe Kein Zugriff
- Metaphorik der Messung in der Idealtypenlehre Kein Zugriff
- Verstehen als Handhabung von Kalkülen Kein Zugriff
- Auslöschung und Rekonstruktion des Menschen in der Handlungstheorie Kein Zugriff
- Poincarés Schachspiel Kein Zugriff
- Situation als Kalkül bei Popper Kein Zugriff
- Das »logische Gewissen« unbekannter »Leser« Kein Zugriff
- Die Gesellschaftsmaschine und ihre Einzelteile Kein Zugriff
- Eine Protagonistin namens Vp Kein Zugriff
- Betrug um den Menschen Kein Zugriff
- Comte gegen die »kritische Tendenz« Kein Zugriff
- Soziologin sein: Das »sentiment« der Soziologie Kein Zugriff
- Die Positivität der Soziologie und ihre Ursprünge Kein Zugriff
- Widerstand als Gegenständlichkeit Kein Zugriff
- Dinge gegen Begriffe Kein Zugriff
- Durkheims moderner Existenzbeweis Kein Zugriff
- Das weiße Rauschen des Neukantianismus Kein Zugriff
- Webers Kryptohermeneutik Kein Zugriff
- Idealtypus als Medientransposition Kein Zugriff
- Kalkülisierung als Zeichensparmethode Kein Zugriff
- Aufschreibesystem 1900 als Epistemologie der Störung Kein Zugriff
- Störung als Anzeichen: Aussageform der Latenzlogik Kein Zugriff
- Die Gefahr der Soziologie. Alarmierung der Gesellschaft Kein Zugriff
- Zweckrationalität als Kulturtechnik Kein Zugriff
- Schrift und Sprechen bei Weber und in der Mathematik Kein Zugriff
- Der Mensch und seine mehrzahligen Einzahlen Kein Zugriff
- Ende des Menschen an der Zentralstelle des Todes Kein Zugriff
- Medienkonvergenz und Ende von Klassikerlektüren Kein Zugriff
- Aufschreibe- und Transpositionsverbote Kein Zugriff
- Literatur Kein Zugriff Seiten 141 - 160




