Parteien ohne Mitglieder?
- Herausgeber:innen:
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- Reihe:
- Schriften zum Parteienrecht und zur Parteienforschung, Band 46
- Verlag:
- 2013
Zusammenfassung
Seit mehr als zwei Jahrzehnten verlieren die deutschen Parteien kontinuierlich an Mitgliedern. Pessimistische Diagnosen sprechen vom „Ende der Mitgliederpartei“. Droht eine Entkoppelung von Parteiapparaten und Fraktionen von ihrer gesellschaftlichen Basis?
Gerade bei Praktikern in Parteizentralen, Werbeagenturen und Politikberatung wird bisweilen die Ansicht vertreten, dass Mitglieder für die Parteiorganisation auch weitgehend funktionslos geworden sind: An die Stelle personalintensiver lokaler Graswurzelkampagnen seien kapitalintensive, zentral organisierte Wahlkämpfe getreten. Die Parteiprominenz spreche über landesweite Medien die Bevölkerung viel effektiver an, als über den Umweg einer indirekten Mobilisierung mit Parteimitgliedern als Multiplikatoren. Schließlich sei die Parteibasis in Anbetracht von Spendenaufkommen und staatlicher Parteienfinanzierung auch als finanzielle Ressource immer entbehrlicher.
Warum sollte sich eine Partei angesichts von anspruchsvollen Partizipations- und Mitbestimmungsbedürfnissen einer Basis, die ein professionelles, schnelles und flexibles Politik- Management der Parteizentralen nur erschweren, überhaupt einen Mitgliederstamm leisten? Liegt die Zukunft also bei den Parteien ohne Mitglieder? Dieser Band geht der Frage nach und gibt Antworten.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2013
- ISBN-Print
- 978-3-8487-0812-3
- ISBN-Online
- 978-3-8452-5003-8
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Schriften zum Parteienrecht und zur Parteienforschung
- Band
- 46
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 330
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 6
- Vorwort der Herausgeber Kein Zugriff Seiten 7 - 8 Ulrich von Alemann, Martin Morlok, Tim Spier
- Einführung in den Gegenstand der Tagung Kein Zugriff Seiten 9 - 16 Martin Morlok
- Die Entwicklung der Parteimitgliedschaften in der Bundesrepublik Kein Zugriff Seiten 17 - 29 Oskar Niedermayer
- Die Potsdamer Parteimitgliederstudie 1998. Ein empirischer Test des Rational-Choice-Modells innerparteilicher Partizipation Kein Zugriff Seiten 29 - 45 Wilhelm Bürklin
- Die Deutsche Parteimitgliederstudie 2009 Kein Zugriff Seiten 45 - 59 Markus Klein, Tim Spier
- Erste Diskussion Kein Zugriff Seiten 59 - 78 Gerhard Vowe
- Kein Frischblut mehr. Anmerkungen zur Erforschung der Nachwuchskrise der Parteien Kein Zugriff Seiten 79 - 127 Elmar Wiesendahl
- Party Membership as Restriction and Resource for Parties Kein Zugriff Seiten 127 - 141 Susan E. Scarrow
- Die Bedeutung der Parteimitgliedschaft in der repräsentativen Demokratie des Grundgesetzes Kein Zugriff Seiten 141 - 159 Uwe Volkmann
- Zweite Diskussion Kein Zugriff Seiten 159 - 174 Stefan Marschall
- Hans H. Klein
- „Öffnung“ der Parteien – Entprivilegierung der Parteimitgliedschaft? Kein Zugriff Hans H. Klein
- Das Recht der Parteimitgliedschaft in vergleichender Perspektive Kein Zugriff Seiten 183 - 197 Martin Morlok
- Party Membership in Great Britain Kein Zugriff Seiten 197 - 205 Paul Whiteley
- Party Membership in Denmark Kein Zugriff Seiten 205 - 221 Karina Kosiara-Pedersen
- Party Membership in Italy Kein Zugriff Seiten 221 - 229 Luciano Bardi
- Dritte Diskussion Kein Zugriff Seiten 229 - 238 Thomas Poguntke
- Das „Jahrzehnt der Parteireform“ – Ein Überblick über die Entwicklungen Kein Zugriff Seiten 239 - 247 Arijana Neumann
- Parteireformen und ihre Wirkung auf die Mitgliederentwicklung Kein Zugriff Seiten 247 - 271 Melanie Walter-Rogg
- „Mitgliederpartei 2.0“. Chancen und Grenzen virtueller Parteimitgliedschaft Kein Zugriff Seiten 271 - 289 Stefan Marschall
- Vierte Diskussion Kein Zugriff Seiten 289 - 303 Elmar Wiesendahl
- Politikerdiskussion Kein Zugriff Seiten 303 - 328 Ulrich von Alemann
- Rednerverzeichnis Kein Zugriff Seiten 329 - 330





