Die Zeitschrift für interkulturelle Germanistik (ZiG) trägt dem Umstand Rechnung, dass sich in der nationalen und internationalen Germanistik Interkulturalität als eine leitende und innovative Forschungskategorie etabliert hat. Sie greift aktuelle Fragestellungen im Bereich der germanistischen Literatur-, Kultur- und Sprachwissenschaft auf und möchte dazu beitragen, die unterschiedlichen Tendenzen und Trends der Interkulturalitätsforschung zu bündeln und ihre theoretischen Voraussetzungen weiter zu vertiefen. Insofern das Forschungsparadigma der Interkulturalität prinzipiell nicht mehr einzelfachlich gedacht werden kann, versteht sich die Zeitschrift bewusst als ein interdisziplinär und komparatistisch offenes Organ, das sich im internationalen Wissenschaftskontext verortet sieht.Die ZiG ist eine Open-Access-Zeitschrift und erscheint zweimal jährlich.
Franziska Schößler untersucht an der Schnittstelle von postkolonialen und umweltorientierten Ansätzen das Öl-Drama Die Petroleuminseln von Leon Feuchtwanger, das kolonial-kapitalistische Ausbeutungsdiskurse und -praktiken als monströse...
Matthias Bauer untersucht am Beispiel von The Bohemian Girl (1936), wie die komische Variation einer Oper im Spielfilm die Darstellung von 'Zigeuner'-Figuren modifiziert und welche Rückschlüsse sich aus den Modalitäten der burlesken Transposition...
Michaela Holdenried widmet sich Gerhart Hauptmanns Novelle »Der Schuß im Park«, einem der weniger bekannten Texte des Literaturnobelpreisträgers. Sie wurde 1939 veröffentlicht und von Goebbels als »rassenschänderisch« eingestuft. In...
Die Verfasserin widmet sich in diesem Beitrag den interkulturellen Kontexten, die einen ikonischen französischen Autor des 19.Jh. Charles Baudelaire und einen einflußreichen indo-pakistanischen Autor des 20. Jh. Sa'adat Hasan Manto verbinden. Der...
Deutsche Schriftsteller imaginieren und gestalten den südpazifischen Raum aus unterschiedlichen Perspektiven und mit unterschiedlichen Motivationen. Dass dieser Raum im Laufe der modernen Geschichte Europäer fasziniert hat, ist nicht nur in...
Dieser Beitrag möchte zeigen, dass die Ähnlichkeitsoperationen, die für die Verschiebungs- und Verdichtungsarbeit und somit für Verdrängung und die Wiederkehr des Verdrängten in der Psychoanalyse bestimmend sind, bei Stanišić aufgegriffen...
Die Linguistin Marcella Costa (Turin) und der Literaturwissenschaftler Kai Bremer (Osnabrück) diskutieren in ihrem Gespräch die Folgen der Covid-19-Pandemie für die germanistische Lehre und den akademischen Austausch.
Review of Enikő Dácz/Réka Jakabházi (Hg.): Literarische Rauminszenierungen in Zentraleuropa. Kronstadt/Braşov/Brassó in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Regensburg: Friedrich Pustet 2020 - ISBN 978-3-7917-3222-0 - 34.95 EUR.