
Verblendete Öffentlichkeiten
Blinde Flecken in der Debatte über humanitäre militärische Interventionen- Autor:innen:
- Verlag:
- 2020
Zusammenfassung
Humanitäre Interventionen und militärisch gestützter Staatsaufbau werden in der öffentlichen Debatte inzwischen mit großer Skepsis betrachtet. Es scheint, als seien die anfängliche Euphorie und die hochfliegenden Erwartungen mehr und mehr einer Ernüchterung gewichen.
Genaueres Hinsehen zeigt allerdings, dass sich die Kritik in der Regel auf der Ebene von Umsetzungsproblemen und außenpolitischen Entscheidungsprozessen bewegt. Eine grundsätzliche Hinterfragung der eigenen Problemlösungskapazitäten und Gestaltungsmacht findet auf Seiten westlicher Öffentlichkeiten kaum statt. Woher kommt dieses unerschütterliche Grundvertrauen?
Um diese Frage zu beantworten, bedarf es einer umfassenden Auseinandersetzung mit der Beschaffenheit und der Kontextualisierung unseres Anschauungsvermögens sowie den Ambivalenzen innerhalb unseres liberalen Denkens und unseres modernen Weltbildes. Diese werden zwar häufig impliziert, bislang jedoch nicht systematisch empirisch nachgewiesen und erfasst.
Eben diese Forschungslücke schließt das vorliegende Buch, angeleitet durch einen neuartigen theoretisch-konzeptionellen Zugang, der in erkenntnistheoretischen und geschichts-philosophischen Überlegungen verankert ist. Es handelt von verzerrter Urteilskraft und verblendeten Öffentlichkeiten. Unter Rückgriff auf computer- und korpuslinguistische Verfahren einerseits und qualitative Analyseverfahren andererseits werden Dynamiken und Mechanismen der Selbsttäuschung und der Selbstillusionierung aufgedeckt. Erst durch das Mitdenken solcher struktureller Verblendungs- und Verhinderungsmechanismen können gängige Deutungs- und Denkschemata durchbrochen und blinde Flecken in unserer Auseinandersetzung mit humanitären militärischen Interventionen und den Grundlagen westlicher Interventionspolitik aufgedeckt werden.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2020
- ISBN-Print
- 978-3-95832-215-8
- ISBN-Online
- 978-3-7489-2048-9
- Verlag
- Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 280
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- Verfangen im eigenen Selbst- und Weltbild Kein Zugriff
- Leitende Annahmen: Strukturelle Verblendungsmechanismen, Erfahrungsbezüge und eingeschränkte Urteilskraft Kein Zugriff
- Relevanz: Erfassung und Offenlegung eines Mechanismus des Sich-blind-Machens Kein Zugriff
- Zusammenfassung der Ergebnisse Kein Zugriff
- Aufbau der Arbeit Kein Zugriff
- Außenpolitische Fehlentscheidungen und Fiaskos Kein Zugriff
- Bedingungen für den Erfolg und Misserfolg humanitärer militärischer Interventionen Kein Zugriff
- Souveränität, Nicht-Einmischung und Menschenrechtsschutz Kein Zugriff
- Annahmen zur Verbreitung von Demokratie und der Schaffung einer neuen Friedensordnung Kein Zugriff
- Vereinbarkeit von Politik und Moral Kein Zugriff
- Widersprüche, Herausforderungen, gegenläufige Entwicklungen Kein Zugriff
- Anwendungsbedingungen: Friktionen und Herausforderungen Kein Zugriff
- Weiterführende Überlegungen: Zur Notwendigkeit eines kontextsensitiven Zugangs Kein Zugriff
- Die Notwendigkeit einer Theorie über das Nicht-Sichtbare Kein Zugriff
- Quellen der Verblendung Kein Zugriff
- Das schwierige Handwerk der Regierungskunst und die Quellen törichten Handelns Kein Zugriff
- Grundpfeiler weisen Handelns: Erfahrung und Urteilskraft Kein Zugriff
- Zusammenführung der theoretischen Überlegungen Kein Zugriff
- Der Rückgriff auf die Kategorien der Erwartung und Erfahrung Kein Zugriff
- Begriffliche Annäherung an den Erwartungsbegriff Kein Zugriff
- Erwartungen im Kontext humanitärer militärischer Interventionen: Versuch einer Systematisierung Kein Zugriff
- Begriffliche Annäherung an den Erfahrungsbegriff Kein Zugriff
- Erfahrung im Kontext humanitärer militärischer Interventionen: Versuch einer Systematisierung Kein Zugriff
- Zusammenfassung und Konkretisierung der Grundannahmen Kein Zugriff
- Fallauswahl Kein Zugriff
- Daten Kein Zugriff
- Mixed-Method Design Kein Zugriff
- Operationalisierung: Die Indikatoren »Diagnose« und »Prognose« Kein Zugriff
- Zwischen Optimismus und Enttäuschung: Zu erklärende Befunde Kein Zugriff
- Erwartungsüberschuss Kein Zugriff
- Strukturelle Blindheit und moderner Fortschrittsoptimismus Kein Zugriff
- Politische Torheit Kein Zugriff
- Diskussion der Ergebnisse der quantitativen Analyse Kein Zugriff
- Festlegung der Fallauswahl: Vorgehen und Auswahl der Phasen Kein Zugriff
- Phase 1: Rascher Sieg und große Pläne Kein Zugriff
- Phase 2: Auf dem Weg zur Demokratie Kein Zugriff
- Phase 3: Eskalation und Bürgerkrieg Kein Zugriff
- Phase 4: Gesichtswahrung und neue Prioritäten Kein Zugriff
- Offenlegung der Verblendung: Ergebnisdiskussion und Entwicklung einer Typologie Kein Zugriff
- Synthese der quantitativen und qualitativen Ergebnisse Kein Zugriff
- Ergebnisse im Lichte alternativer Erklärungsansätze Kein Zugriff
- Kritische Würdigung Kein Zugriff
- Schlussbetrachtung: Die ambivalente Wirkung unseres modernen Selbst- und Weltbildes Kein Zugriff
- Tabellen- und Abbildungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 235 - 235
- Tabellenverzeichnis Kein Zugriff Seiten 235 - 235
- Abbildungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 235 - 237
- Anhang – Chronologie des dritten Irak-Krieges: Vorgeschichte und Verlauf Kein Zugriff Seiten 238 - 241
- Literatur- und Quellenverzeichnis Kein Zugriff Seiten 242 - 280



