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Das Akteneinsichtsrecht der verletzten Person im Strafverfahren

Autor:innen:
Verlag:
 2026

Zusammenfassung

Die Beteiligungsrechte Verletzter im Strafverfahren gehören zu den bedeutenden Entwicklungen des modernen Strafprozessrechts. Die Arbeit untersucht die anhaltende Kritik an diesen Rechten mit besonderem Fokus auf das Akteneinsichtsrecht nach § 406e StPO. Ausgehend von den grundlegenden Einwänden werden historische, verfassungs-, europa- und strafprozessrechtliche Grundlagen sowie viktimologische und aussagepsychologische Erkenntnisse analysiert. Die Untersuchung zeigt, dass die gegen das Akteneinsichtsrecht vorgebrachten Bedenken überwiegend nicht überzeugen und eine wirksame Beteiligung Verletzter rechtsstaatliche Verfahrensgarantien wahrt. Die Autorin ist Rechtsanwältin und forscht zu Opferrechten, Zeugenschutz und Strafverfahren.

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Bibliographische Angaben

Auflage
1/2026
Copyrightjahr
2026
ISBN-Print
978-3-7560-2178-9
ISBN-Online
978-3-7489-5726-3
Verlag
Nomos, Baden-Baden
Reihe
Edition Seehaus [plus] – Resozialisierung – Opferschutz – Restorative Justice
Band
12
Sprache
Deutsch
Seiten
349
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Download Kapitel (PDF)
    1. Danksagung
  2. Download Kapitel (PDF)
    1. I. Ausgangspunkt der Untersuchung
    2. II. Stand der Forschung
    3. III. Gang der Darstellung und Struktur der Arbeit
    4. IV. Relevanz und Erkenntnisinteresse der Arbeit
  3. Download Kapitel (PDF)
      1. 1. Definition der verletzen Person
      2. 2. Bedürfnisse Verletzter im Strafverfahren
        1. a) Ziel der Privatklage
          1. aa) Beschränkung auf die in § 374 Abs.1 StPO genannten Delikte
          2. bb) Privatklageberechtigung
          3. cc) Erfolgloser Sühneversuch
        2. c) Verfahren des Privatklageweges
        3. d) Rechte der privatklagenden Person
          1. aa) Rechtsmittel
          2. bb) Rücknahme der Privatklage
        4. f) Kosten der Privatklage
        5. g) Analyse der Privatklage vor dem Hintergrund der Bedürfnisse der Verletzten
        6. h) Bedeutung der Akteneinsicht im Privatklageverfahren
        1. a) Ziel der Nebenklage
        2. b) Zulässigkeit der Nebenklage
          1. aa) Prozessfähigkeit
            1. (1) Anschlussbefugnis nach § 395 Abs. 1 StPO
            2. (2) Anschlussbefugnis nach § 395 Abs. 2 StPO
            3. (3) Anschlussbefugnis nach § 395 Abs. 3 StPO
          2. cc) Anschlusserklärung
          3. dd) Zulassung der Nebenklage
        3. d) Rechtsstellung der in der Nebenklage beteiligten Person
          1. aa) Anwesenheitsrecht gemäß § 397 Abs. 1 S. 1 StPO
            1. (1) Ablehnungsrechte
            2. (2) Fragerecht
            3. (3) Beanstandungsrecht
            4. (4) Beweisantragsrecht
            5. (5) Recht zur Abgabe von Erklärungen (Plädoyer)
          2. cc) Anwaltlicher Beistand
          3. dd) Recht auf die Übersetzung schriftlicher Unterlagen
          4. ee) Stellungnahmerecht im Rahmen von Verfahrensabsprachen
          5. ff) Gemeinschaftliche Nebenklagevertretung
          1. aa) Beschränkung der Urteilsanfechtung
          2. bb) Einlegung des Rechtsmittels
          1. aa) Obligatorische Bestellung anwaltlichen Beistands auf Antrag
          2. bb) Bewilligung von Prozesskostenhilfe
          3. cc) Verfahren
          4. dd) Rechtsmittel
        4. h) Kosten der Nebenklage
        5. i) Nebenklage und Bedürfnisse Verletzter im Strafverfahren
        6. j) Bedeutung der Akteneinsicht in der Nebenklage
        1. a) Antragsberechtigung
        2. b) Antragsgegner*in
        3. c) Antragstellung
        4. d) Antragsrücknahme
        5. e) Rechte des*der Adhäsionskläger*in
          1. aa) Stattgabe
            1. (1) Unzulässigkeit des Antrags
            2. (2) Unbegründetheit des Antrags
            3. (3) Fehlende Eignung
          1. aa) Antragsteller*in
          2. bb) Antragsgegner*in
        6. h) Kosten
        7. i) Adhäsionsverfahren und Akteneinsicht
          1. aa) Informationen zum Stand des Verfahrens
            1. (1) § 406d Abs. 2 S. 1 Nr. 1 StPO
            2. (2) § 406d Abs. 2 S. 1 Nr. 2 StPO
              1. (a) „Unverzügliche“ Mitteilung
              2. (b) Ausnahme von der Mitteilungspflicht
            3. (4) § 406d Abs. 2 S. 1 Nr. 4 StPO
            4. (5) Zuständigkeit für genannte Mitteilungen
          2. cc) Zeitpunkt der Mitteilung
          3. dd) Einschränkung der Mitteilungspflicht
          4. ee) Verstoß gegen die Mitteilungs- und Informationspflicht
          5. ff) Informationsrecht versus Auskunftsrecht
          6. gg) Auskunft versus vollständige Akteneinsicht
            1. (1) Verfahrensrechte des Beistands
            2. (2) Vertrauensperson als Beistand
            1. (1) Anspruch auf psychosoziale Prozessbegleitung
            2. (2) Aufgaben und Befugnisse der psychosozialen Prozessbegleitung
            3. (3) Beiordnung und Kosten
            4. (4) Rechtsmittel
            1. (1) Voraussetzung der Nebenklagebefugnis
            2. (2) Befugnisse des Verfahrensbeistands
            3. (3) Beiordnung des Verfahrensbeistands
            1. (1) Hinweispflicht
            2. (2) Verstoß gegen Hinweispflichten
            1. (1) Hinweispflichten im Einzelnen
            2. (2) Verstoß gegen Hinweispflichten
          1. ff) Weitere Informationen, § 406k StPO
          2. gg) Befugnisse von Angehörigen und Erben von Verletzten, § 406l StPO
        1. c) Stellungnahme
          1. aa) § 48a Abs. 1 StPO
          2. bb) § 48a Abs. 2 StPO
          3. cc) Stellungnahme
        1. b) § 69 Abs. 2 S. 2 StPO
        2. c) § 155a StPO, § 46a StGB
          1. aa) Vorschrift des § 247 S. 2 StPO
          2. bb) Vorschrift des § 247a StPO
          3. cc) Revision
          4. dd) Die Vorschriften aus Opferschutzgesichtspunkten
        3. e) §§ 58a, 255a StPO
        4. f) § 24 Abs. 1 S. 1 Nr. 3 Var. 1 GVG
      3. 8. Zusammenfassung
        1. a) Argument Schünemanns
          1. aa) Recht der Antike
          2. bb) Germanisches Recht
          3. cc) Constitutio Criminalis Carolina (CCC)
          4. dd) Das gemein-deutsche Strafrecht
          5. ee) Aufklärung
          6. ff) Partikularstrafrechte bis zum RStGB 1871
          7. gg) Reformen des RStGB bis 1933
          8. hh) Nationalsozialismus und Besatzungszeit
          9. ii) Entwicklung seit 1949
          10. jj) Opferschutzgesetz von 1986
          11. kk) Verbrechensbekämpfungsgesetz von 1994
          12. ll) 30. Strafrechtsänderungsgesetz von 1994
          13. mm) Zeugenschutzgesetz von 1998
          14. nn) Gesetz zur strafverfahrensrechtlichen Verankerung des Täter-Opfer-Ausgleichs und zur Änderung des Gesetzes über Fernmeldeanlagen von 1999
          15. oo) Zeugenschutz-Harmonisierungsgesetz von 2001
          16. pp) Gesetz zur Änderung der Vorschriften über die Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung und zur Änderung anderer Vorschriften von 2003
          17. qq) 1. Opferrechtsreformgesetz von 2004
          18. rr) Gesetz zur Stärkung der Rückgewinnungshilfe und der Vermögensabschöpfung bei Straftaten
          19. ss) 2. Justizmodernisierungsgesetz von 2006
          20. tt) 2. Opferrechtsreformgesetz von 2009
          21. uu) Gesetz zur Stärkung der Täterverantwortung
          22. vv) Gesetz zur Änderung der Rechte von Opfern sexuellen Missbrauchs (StORMG) von 2013
          23. ww) 3. Opferrechtsreformgesetz von 2015
          24. xx) Gesetz über die psychosoziale Prozessbegleitung im Strafverfahren (PsychPbG) von 2017
          25. yy) Gesetz zur Bekämpfung sexualisierter Gewalt gegen Kinder von 2021
        2. c) Ausblick: Überarbeitung der EU-Opferschutzrichtlinie
            1. (1) Legitimation als Ausfluss der EMRK, aus dem AEUV und der Charta der Grundrechte der Europäischen Union
            2. (2) Grundrechtliche Verankerung der Mitwirkungsrechte
            3. (3) Strafprozessrecht
            4. (4) Materielles Strafrecht
            5. (5) Zwischenfazit
            1. (1) Absolute Straftheorie
            2. (2) Relative Straftheorien
            3. (3) Vereinigungstheorien
            4. (4) Opferprävention
            5. (5) Zwischenfazit
              1. (a) Begriff der Viktimologie, Viktimisierung
              2. (b) Opferbegriff
              1. (a) Ferri
              2. (b) von Hentig
              3. (c) Wertham
              4. (d) Ellenberger
              5. (e) Schafer
              6. (f) Schneider
              7. (g) Fattah
              8. (h) Internationales Symposium für Viktimologie (seit 1973)
              9. (i) Moderne Viktimologie
            1. (3) Aufgaben der Viktimologie
            2. (4) Analyse der Beteiligungsrechte aus viktimologischer Sicht
            1. (1) Sekundäre Viktimisierung
            2. (2) Kontrollüberzeugung
            3. (3) Selbstwirksamkeit (Self-Efficacy)
            4. (4) Kohärenzgefühl
            5. (5) Analyse der Beteiligungsrechte aus psychologischer Sicht
        3. e) Fazit zu dem Kritikpunkt der Beteiligung des Opfers trotz Täterstrafrechts
        1. a) Argument Schünemanns
        2. b) Ansichten der Literatur
          1. aa) Rollenverteilung der Verfahrensbeteiligten
            1. (1) Die Verfahrensgrundsätze
            2. (2) Die Verfahrensgrundsätze vor dem Hintergrund des Streitstands um die Waffengleichheit
          2. cc) Stellungnahme
        1. a) Argument Schünemanns
        2. b) Ansichten der Literatur
        3. c) Empirische Forschung
        4. d) Stellungnahme
        1. a) Erzwingen einer unangemessenen Schadenswiedergutmachung
        2. b) Verfahrensökonomie
        3. c) Gefahr für die Wahrheitsfindung
        4. d) Stellungnahme
    1. III. Fazit zur Position der verletzten Person im Strafverfahren
  4. Download Kapitel (PDF)
      1. 1. Zweck des Akteneinsichtsrechts
      2. 2. Verfassungsrechtliche Grundlagen des Akteneinsichtsrechts
      3. 3. Umfang des Akteneinsichtsrechts
        1. a) Begriff der verletzten Person
          1. aa) Legitimes Opferinteresse
          2. bb) Darlegen
            1. (1) Schutz vor Angriffen auf das Opfer
            2. (2) Schutz vor Sekundärviktimisierung
            3. (3) Klageerzwingung
            4. (4) Wiedergutmachungsinteressen und Schadensersatz
            5. (5) Nicht geschützte Interessen
        2. c) Zeitpunkt
        3. d) Berechtigte Person
            1. (1) Interesse
            2. (2) Schutzwürdig
            3. (3) Fallgruppen
          1. bb) Schutzwürdige Interessen Dritter
          2. cc) Interessenabwägung im Einzelfall
          1. aa) Untersuchungszweck
          2. bb) Gefährdung
          3. cc) Fakultative Entscheidung
              1. (a) Ermessensreduzierung auf null
              2. (b) Anwaltliche Zusicherung
              3. (c) Gewährung teilweiser Akteneinsicht
              1. (a) Anpassung der Aussage an den Akteninhalt
              2. (b) Präparierung der Aussage, Konstanzanalyse
              3. (c) Einschränkung der Verteidigung
              4. (d) Einschränkung der Rechte der geschädigten Person
              5. (e) Kritik an der Lösung der anwaltlichen Zusicherung
          1. aa) Erhebliche Verfahrensverzögerung
          2. bb) Fakultative Entscheidung
      4. 6. Zuständigkeit und Form der Akteneinsicht
      5. 7. Rechtsmittel
      6. 8. Kritik am positiven Recht und der Praxis
        1. a) Argument Schünemanns
        2. b) Ansichten der Literatur
        3. c) Stellungnahme
        1. a) Argument Schünemanns
        2. b) Ansichten der Literatur
        3. c) Rechtsprechung
          1. aa) Objektive und subjektive Wahrheit
            1. (1) Detailreichtum
            2. (2) Wiedergabe von Gesprächsinhalten
            3. (3) Schilderung von Mimik und Gestik
            4. (4) Komplikationen, Gefühlsbeschreibungen, Assoziationen
            5. (5) Nebensächlichkeiten
            6. (6) Logische Konsistenz
            7. (7) Selbstdarstellung
            1. (1) Strukturgleichheit
            2. (2) Tempo
            3. (3) Spontane Darstellung
            4. (4) Homogenität und Verflechtung
            5. (5) Konstanz und Inkonstanz
            6. (6) Wechselseitige Ergänzungen durch weitere Zeug*innen
            7. (7) Strukturvergleich mit weiteren Aussagen der Aussageperson
          2. dd) Aussageanalyse unter Berücksichtigung der Akteneinsicht
          3. ee) Zwischenfazit
        4. e) Stellungnahme
        1. a) Argument Schünemanns
        2. b) Stellungnahme
        1. a) Eingriff in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung der beschuldigten Person
        2. b) Privilegierung solventer Opfer
        3. c) Ausforschung zur Geltendmachung zivilrechtlicher Ansprüche
          1. aa) Recht auf informationelle Selbstbestimmung
          2. bb) Privilegierung solventer Opfer
          3. cc) Ausforschung zur Geltendmachung zivilrechtlicher Ansprüche
      1. 5. Zusammenfassende Stellungnahme
  5. Download Kapitel (PDF)
    1. I. Ergebnisse der Arbeit
    2. II. Ausblick
  6. E. LiteraturverzeichnisSeiten 339 - 348 Download Kapitel (PDF)

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