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Humanität als Vehikel

Der Diskurs um die Kodifikation des Kriegsrechts im Gleichgewichtssystem des europäischen Völkerrechts in den formgebenden Jahren von 1856 bis 1874
Autor:innen:
Verlag:
 2025

Zusammenfassung

Die Arbeit nimmt eine Neubewertung der Geschichte des Kriegsrechts vor. Sie verlässt die ausgetretenen Pfade linear-progressiver Fortschrittsnarrative und rekonstruiert die Kodifizierung kriegsrechtlicher Normen durch einen interdisziplinären Ansatz, der juristische Dogmatik mit archivgestützten ideengeschichtlichen Elementen verbindet. Auf diese Weise identifiziert die Arbeit sicherheitspolitische Reaktionen auf Systemverschiebungen im europäischen Völkerrecht als Ausgangspunkt des Kodifikationsprojekts. Raphael Schäfer ist Referent am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht sowie Schriftleiter des Journal of the History of Interntional Law. Er forscht und lehrt zum Völkerrecht und dessen Grundlagen.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2025
ISBN-Print
978-3-7560-0051-7
ISBN-Online
978-3-7489-3625-1
Verlag
Nomos, Baden-Baden
Reihe
Beiträge zum ausländischen öffentlichen Recht und Völkerrecht
Band
324
Sprache
Deutsch
Seiten
974
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten 1 - 18 Download Kapitel (PDF)
  2. Download Kapitel (PDF)
      1. Fragenkomplex 1
      2. Fragenkomplex 2
      3. Fragenkomplex 3
      1. A. Problematique: Welche Art von Geschichte ist Völkerrechtsgeschichte?
      2. B. „Auch Klio dichtet“ – Meta-Narrative historischer Entwicklung und Methodik
  3. Download Kapitel (PDF)
        1. 1. Der Dritte Pariser Frieden vom 30. März 1856 und die Relativität völkerrechtlicher Mächtigkeit
        2. 2. Die Pariser Seerechtserklärung vom 16. April 1856 und die Angst vor „neutraler Intervention“
        1. 1. „La guerre, c’est la paix“ – Die Begründung des Sardinischen Krieges als humanitäre Notwendigkeit
          1. a) Das Londoner Protokoll vom 8. Mai 1852 als gleichgewichtspolitischer Hintergrund des Konfliktes
          2. b) Bismarcks Lokalisierung des Konfliktes durch die Grundprinzipien des europäischen Völkerrechts: Gleichgewichtspolitik und pacta sunt servanda
      1. C. Der politische Charakter der militärischen Notwendigkeit und die Internationalisierung der Kriegsführung durch die Genfer Konvention von 1864
      2. D. Zwischenergebnis
      1. A. „Eine Existenzfrage für Preußen“ – Die Heeresreform vor dem Hintergrund der Erfahrungen des oberitalienischen Krieges 1859
        1. 1. Die Gasteiner Konvention vom 14. August 1865 als retardierendes Moment in der Konfliktverwaltung
        2. 2. Den Krieg ermöglichen um den Frieden zu retten. Napoleons Billigung des Krieges
        1. 1. „Die günstigen Momente treffen vielleicht in dem Maße wie jetzt niemals wieder zusammen.“ – Der Krieg als realpolitische Notwendigkeit
        2. 2. Der Primat des Politischen in der Kriegsführung: Bismarcks multidimensionale Kriegsführung als „Revolution von oben“
      2. D. Zwischenergebnis
        1. 1. Die Vollendung des Kriegssystems als bewaffneter Frieden: Die Luxemburg-Krise von 1867 und Bismarcks Absage an „unklare humane Ideen“
        2. 2. „Que l’emploi de pareilles armes serait, dès lors, contraire aux lois de l’humanité“ – Das Humanitätsverständnis der Petersburger Erklärung
        1. 1. Ein zweites Olmütz oder ein zweites Sadowa? Die spanische Thronfolgefrage und die Austauschbarkeit der Kriegsgründe
        2. 2. „Let the foreigners fight it out – they won’t hurt us“ – Bismarcks erzwungene Lokalisierung des Krieges
          1. a) „Ich führe Krieg mit den französischen Soldaten und nicht mit den Bürgern Frankreichs“ – Das preußische Verständnis des Kriegsrechts
          2. b) „Es muß den Leuten nichts bleiben als die Augen, um den Krieg zu beweinen“ – Der Weg in den Franktireurkrieg
          3. c) „Nous ne céderons ni un pouce de notre territoire ni une pierre de nos forteresses“ – Die gleichgewichtspolitische Rechtfertigung der Fortsetzung des Krieges
          4. d) „Wir haben ja lernen müssen, nicht auf die Opfer, sondern nur auf den Zweck zu sehen.“ – Die Beschießung von Paris und die Erzwingung des Friedens
      1. C. Zwischenergebnis
      1. A. Der Kriegszustand als Gefahr für das europäische Gleichgewicht: Russlands Hinfälligkeitserklärung der Schwarzmeerklauseln und die Reaktion der Großmächte durch die Pontuskonferenz
        1. 1. Die „Offenhaltung des Orientalischen Geschwürs” – Bismarcks Sicherheitspolitik als Verwaltung von Konflikten
        2. 2. „Many a man feels on receipt of an invitation a wish that it had never been given” – Die Reaktionen auf Zar Alexanders Einladung zwischen Misstrauen und humanitärer Pflichterfüllung in einem Europa...
      2. C. „What are those principles?“ – Der Gleichgewichtscharakter der Brüsseler Konferenz und ihr vermeintliches Scheitern
      3. D. Zwischenergebnis
  4. Download Kapitel (PDF)
    1. Archivalien
    2. Bibliographie

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