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»Von der ursprünglichen Würde aller, die Menschenantlitz tragen«

Hannah Arendts politische Ethik
Autor:innen:
Verlag:
 2025

Zusammenfassung

Hannah Arendts gesamtes Denken geht von dem Ereignis aus, das sie selbst „Verwaltungsmassenmord“ nannte: der bürokratisch organisierten Vernichtung des Judentums: „Dies hätte nicht geschehen dürfen“, sagte und schrieb sie verschiedentlich. Ausgehend von diesem Bruch mit all dem, was man als die vermeintlich unhintergehbaren zivilisatorischen Grundlagen der abendländischen Welt anzusehen sich gewöhnt hatte, hat sie ihre Gedanken zur Politik entwickelt. Dem liegt eine Ethik zugrunde, die die Philosophin eher vorausgesetzt als eigens zum Thema gemacht hat. Peter Trawny, der sich bereits im Jahre 2005 in seinem Buch „Denkbarer Holocaust“ mit der Arendt‘schen Ethik auseinandergesetzt hatte, nähert sich nach 20 Jahren diesem Kern ihres Denkens erneut an, um es unter den gewandelten Bedingungen unserer gegenwärtigen politischen Situation zu betrachten. Das Ergebnis ist, dass Arendts ausdrücklich provozierendes Denken, das nicht immer genau gesehen wurde, nach wie vor von großer Aktualität ist. Zu erkennen, dass der Verwaltungsmassenmord sich nicht so sehr aus einer verbrecherischen Ideologie, sondern aus den Grundbedingungen der modernen Gesellschaft her deuten lässt, bleibt für sie die letzte Zumutung. Gleichwohl ist Arendt davon überzeugt, dass ein echter politischer Wandel sich nur dann einstellen kann, wenn man sich dieser Zumutung aussetzt.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2025
ISBN-Print
978-3-465-04727-8
ISBN-Online
978-3-465-14727-5
Verlag
Klostermann, Frankfurt am Main
Reihe
Klostermann Rote Reihe
Sprache
Deutsch
Seiten
164
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
    1. Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff
    2. Vorwort zur Neuauflage Kein Zugriff
    3. Vorwort (2005) Kein Zugriff
  1. Provokation Kein Zugriff Seiten 19 - 30
  2. Das radikal Böse und die bürokratische Herrschaft Kein Zugriff Seiten 31 - 40
  3. Zum Pathos der Apathie Kein Zugriff Seiten 41 - 48
  4. Das Funktionieren und das Banale oder Zum Untergang des Christentums Kein Zugriff Seiten 49 - 56
  5. Der Neue Tod Kein Zugriff Seiten 57 - 64
  6. Zur Ökonomie der Vernichtung Kein Zugriff Seiten 65 - 70
  7. Politische Ethik aus dem Geiste des Erzählens Kein Zugriff Seiten 71 - 88
  8. Verwaltung und Verantwortung Kein Zugriff Seiten 89 - 98
  9. Wider die Möglichkeit totaler Herrschaft Kein Zugriff Seiten 99 - 106
  10. „von der ursprünglichen Würde aller, die Menschenantlitz tragen“ Kein Zugriff Seiten 107 - 116
  11. Unzugehörigkeit Kein Zugriff Seiten 117 - 124
  12. Israel und Palästina Kein Zugriff Seiten 125 - 132
  13. Ideologie als Fiktion Kein Zugriff Seiten 133 - 144
  14. „Auf den Knien leben“ Kein Zugriff Seiten 145 - 150
  15. Der Terror der Hölle Kein Zugriff Seiten 151 - 158
  16. Invokation Kein Zugriff Seiten 159 - 162
  17. Siglen Kein Zugriff Seiten 163 - 164

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