
Das russische Berlin
- Autor:innen:
- Verlag:
- 2019
Zusammenfassung
Fast eine halbe Million russischer Flüchtlinge nahm Berlin Anfang der 1920er Jahre auf. Die Stadt war in der Zwischenkriegszeit nicht nur die »Stiefmutter der russischen Städte«, sondern auch heimliches Zentrum der Weltrevolution. Hier trafen die totalitären Bewegungen aufeinander, die das Schicksal Europas im »Zeitalter der Extreme« besiegelten. Karl Schlögel spürt die große Geschichte in der kleinen auf, er folgt den dramatis personae und rekonstruiert die Netzwerke, in denen sie sich bewegen. Die Welt der Bahnhöfe und die der Salons im Tiergartenviertel, die Dichter des Silbernen Zeitalters und die Agitkünstler der Sowjetmacht, der Empfang in der sowjetischen Botschaft und Nabokovs Beobachtungen zum Aufstieg der Nazis, die Stadtwahrnehmung der Taxifahrer und der Skandal um die »Zarentochter Anastasia«. In seiner Darstellung spielen Kursbücher und Adressverzeichnisse eine Rolle, Cafés und Cabarets, das Zeremoniell der Diplomatie und die Praktiken des Untergrundkampfes, die polyglotte Welt der Komintern-Funktionäre und die Karten der Geopolitiker. Das Russische Berlin ist kein romantischer Ort, sondern Schauplatz einer Epoche, die Nachkrieg und Vorkrieg in einem war. Seit der Entfremdung zwischen Russland und der Europäischen Union ist auch das hochvernetzte »Russkij Berlin« der Gegenwart politisch gespalten. Der doppelte Blick auf das einstige und heutige russische Berlin erweist sich als unerwartet aktuell und produktiv.
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2019
- Copyrightjahr
- 2019
- ISBN-Print
- 978-3-518-42856-6
- ISBN-Online
- 978-3-518-76134-2
- Verlag
- Suhrkamp Verlag, Berlin
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 667
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Inhalt Kein Zugriff
- Vorwort zur erweiterten Neuausgabe Kein Zugriff
- Vorwort zur Erstausgabe (1998)Berlin, russische Stadt Kein Zugriff
- Asien beginnt am Schlesischen Bahnhof Kein Zugriff Seiten 27 - 60
- Eydtkuhnen oder Die Genese des Eisernen Vorhangs Kein Zugriff Seiten 61 - 87
- »Displacement« im »Jahrhundert der Flüchtlinge« : Die Brüder Kulischer und Joseph Schechtman in Berlin Kein Zugriff Seiten 88 - 113
- Harry Graf Kessler und die Russen Kein Zugriff Seiten 114 - 144
- Sankt Petersburg am Wittenbergplatz : Eine Hauptstadt im Jahrhundert der Flüchtlinge Kein Zugriff Seiten 145 - 193
- Jenseits von Kommunismus und Faschismus:Nikolaj Berdjajews Schrift »Das Neue Mittelalter«, Berlin 1923 Kein Zugriff Seiten 194 - 216
- Unter den Linden 7 :Sowjetische Botschaft Berlin Kein Zugriff Seiten 217 - 253
- Global Village Komintern Kein Zugriff Seiten 254 - 288
- Stadtwahrnehmung : Nabokov und die Taxifahrer Kein Zugriff Seiten 289 - 314
- Nikolai Krestinski und Graf von der Schulenburg : Diplomatie als Verrat Kein Zugriff Seiten 315 - 348
- Radeks Salon in Moabit Kein Zugriff Seiten 349 - 375
- Simon Dubnows Berliner Tagebuch Kein Zugriff Seiten 376 - 399
- In einer »Landschaft des Verrats« :Das unterirdische Berlin Kein Zugriff Seiten 400 - 430
- »Raum als Schicksal« :Die Internationale der Geopolitik Kein Zugriff Seiten 431 - 456
- Edwin Erich Dwingers russische Obsession Kein Zugriff Seiten 457 - 478
- A star was born : Anastasia Kein Zugriff Seiten 479 - 506
- Die Intimität der Generäle : Deutsch-sowjetische Militärbeziehungen Kein Zugriff Seiten 507 - 529
- Von der Vergeblichkeit eines Professorenlebens :Otto Hoetzsch und die deutsche Rußlandkunde Kein Zugriff Seiten 530 - 554
- Russian Connection : Das neue russische Berlin Kein Zugriff Seiten 555 - 580
- Danksagung Kein Zugriff Seiten 581 - 584
- Bibliographische Notiz Kein Zugriff Seiten 585 - 667





