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Die multiple Differenzierung des Rechts

Eine pragmatistisch-gesellschaftstheoretische Perspektive auf den globalen Rechtspluralismus
Autor:innen:
Verlag:
 2020

Zusammenfassung

Was ist die Einheit des Rechts, wenn im weltgesellschaftlichen Zusammenhang unterschiedlichste Formen des Rechts koexistieren und konkurrieren? Eine soziologisch orientierte Rechtstheorie auf Höhe der Zeit muss sich die Aufgabe stellen, einen neuen Begriff der Einheit des Rechts in der Vielfalt seiner Gestalten und Geltungsformen zu finden.

Die vorliegende Studie führt – unter empirischem Bezug auf den für diese Frage exemplarischen neueren, globalen Rechtspluralismus – eine grundlagentheoretische Revision etablierter rechtssoziologischer Paradigmen durch, namentlich der konkurrierenden funktionalistischen und normativistischen Theorien.

Die Autorin setzt in dieser Arbeit ihre empirisch tiefenscharfe Überarbeitung der theoretischen Rechtssoziologie tiefer an, als die eklektizistische Montage von System- und Handlungstheorie erlaubt. Dazu muss unter anderem die konstruktivistische Fixierung auf die moralische Indifferenz des positiven Rechts überwunden werden, ohne in die normative Beobachtung erster Ordnung zurückzufallen. Eine Theorie multipler Differenzierung, die rechtliche Bezugnahmen auf außerrechtliche Zusammenhänge als spezifische Übersetzungsformen verständlich macht, liefert dafür die Grundlage. Auf diese Weise gewinnt die Arbeit den begrifflichen Spielraum für eine theoretische Neubestimmung der Lage des modernen Rechts innerhalb der Übersetzungsverhältnisse zwischen vielfältigen, typenverschiedenen und auf heterogene Geltungsansprüche gestützten Formen rechtlicher Handlungskoordination.


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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2020
ISBN-Print
978-3-95832-214-1
ISBN-Online
978-3-7489-1167-8
Verlag
Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
Sprache
Deutsch
Seiten
344
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
    1. Zur konstruktivistischen Reduktion von rechtlicher Normativität Kein Zugriff
    2. Zur repräsentationalistischen Überdeutung von rechtlicher Normativität Kein Zugriff
    3. Die dritte Variante: Voreilige Verbindungen von normativer und funktionaler Analyse Kein Zugriff
    4. Jenseits von Konstruktivismus und Repräsentationalismus: Vorgriff auf das Recht im Horizont der Theorie multipler Differenzierung Kein Zugriff
    5. Aufbau Kein Zugriff
    1. ›Normativer (begrifflicher) Rechtspluralismus‹: konzeptuelle Herausforderungen, mögliche Theoriekandidaten und methodische Verzerrungen des Rechtsbegriffs Kein Zugriff
    2. Kritik der neuen Weltrechtsordnung am Beispiel von K. Günthers Diskurstheorie: Recht und Macht I Kein Zugriff
    3. ›Deskriptiver Rechtspluralismus‹: von der lokalen Bukowina zu den globalen Herausforderungen Kein Zugriff
    4. Rechtssoziologische Kritik an Ehrlichs Konzeption des Rechtspluralismus Kein Zugriff
      1. Globales Recht ohne Staat – die Transnationalisierung des Rechts (›starker‹ Rechtspluralismus) Kein Zugriff
      2. Exkurs I: Die Entdeckung des ›frühen‹ Rechtspluralismus (Wesel, Vesting, Landwehr) Kein Zugriff
      3. Exkurs II: Der ethnologische Rechtspluralismus Kein Zugriff
      4. Kritik der neuen Weltrechtsordnung am Beispiel der lex mercatoria: Recht und Macht II Kein Zugriff
    5. Was ist ›neu‹ am Neuen Rechtspluralismus? Normative Krisenträchtigkeit und soziale Differenzierung Kein Zugriff
    6. Zusammenfassung: Die notwendigen Umwege über Übersetzungsverhältnisse Kein Zugriff
      1. Positivierung und Selbstbegründung des Rechts – von der Theorie normativer Integration zur Theorie funktionaler Differenzierung Kein Zugriff
      2. Die klassische Vorstellung: Recht als normativer Integrator der Gesellschaft (Durkheim) Kein Zugriff
      3. Kritik an Durkheims Theorie der normativen Integration der Gesellschaft Kein Zugriff
      4. Autonomisierung des Rechts und Bruch mit der Repräsentation I: Kelsens Begriff des Rechts Kein Zugriff
      5. Parallelen zu Luhmanns Rechtsbegriff und Folgen für die soziologische Analyse Kein Zugriff
      6. Autopoietische Autonomie des Rechts und Bruch mit der Repräsentation II Kein Zugriff
      7. Systemtheoretische Kritik an Theorien der normativen Integration Kein Zugriff
      1. Das Gesellschaftssystem und die (systemtheoretische) Selbstbeobachtung Kein Zugriff
      2. Funktionale Differenzierung, Funktionsorientierung und Codierung Kein Zugriff
      3. Kommunikation statt Handlung Kein Zugriff
      4. Der Normbegriff der Systemtheorie Kein Zugriff
    1. Das Recht in der Perspektive der Systemtheorie Kein Zugriff
      1. Die ambivalente Autonomie des Rechts – strukturelle Kopplung oder Funktionsverschränkung zwischen Recht und Politik? Kein Zugriff
      2. Problematische Kopplungen in der Rechtsdurchsetzung Kein Zugriff
      3. Globales Recht: Soft law und Recht ohne Rechtsdurchsetzung Kein Zugriff
      4. Problematische Kopplungen in der Rechtsprechung Kein Zugriff
      5. Die Identifikationsformel des Rechtsstaats Kein Zugriff
      6. Der Zeitlichkeitsaspekt der strukturellen Kopplung Kein Zugriff
      7. Rechtsphänomene jenseits eines ›methodologischen Nationalismus‹ Kein Zugriff
      8. Systemtheoretische Sterilisierung rechtlicher Normativität Kein Zugriff
      9. Einseitigkeiten des Primats der funktionalen Differenzierung und die Ausblendung der performativen Ebene Kein Zugriff
    2. Funktionale Verwirrungen zwischen Recht und Politik? Kein Zugriff
      1. Die Ausweitung des Systemsbegriffs und des funktionalistischen Korsetts Kein Zugriff
      2. Die Wiedereinführung einer normativistischen Sicht – was eine normative Wiederaufladung des Rechts nicht bedeutet Kein Zugriff
      3. Die Prognose der Funktionsumstellung auf kognitive Erwartungen Kein Zugriff
      4. Der normativistische Kurzschluss in der systemtheoretischen Perspektivierung der neuen Weltrechtsordnung Kein Zugriff
      5. Der empiristische und reflexionstheoretische Kurzschluss: die Linerarisierung von Grenzüberschreitungen und die Grenzen von Reflexionstheorien Kein Zugriff
      6. Der praxistheoretische Kurzschluss: eine methodenfreie Theorie der Praxis Kein Zugriff
    3. Resümee: Rechtliche Normativität – eine Positionsbestimmung zwischen systemischer Autonomie und kultureller Praxis Kein Zugriff
      1. Sprachspiele und Registerdifferenz Kein Zugriff
      2. Ein ›starker‹ Begriff des impliziten Wissens und seine normative Dimension Kein Zugriff
      3. Zur ›Rationalität‹ des impliziten Wissens: ›indirekte Referentialität‹ statt ›operativer Schließung‹ Kein Zugriff
      4. Das Recht welcher Gesellschaft? – Zur »impliziten Einheit der Gesellschaft« und Koordination zweiter Ordnung Kein Zugriff
      1. Differenzierungstheoretische Vorüberlegungen zur Normativität des Rechts Kein Zugriff
      2. Evolutionärer Vorlauf: »doppelte Selektionsverstärkung« Kein Zugriff
      3. Die (indirekte) normative Wiederaufladung des funktional differenzierten Rechts: Der Typus des reflexiven soziokulturellen Milieus als ›effiziente‹ Ressource für die Rechtsfunktion Kein Zugriff
      4. Die normative Entladung des Rechts: Zur kognitivistischen Umfunktionierung des normativen Geltungssinnes des Rechts durch den Typus des instrumentalisierenden Milieus Kein Zugriff
      5. Normative Arbeitsteilung: Zur Lage des Rechts in der multipel differenzierten Gesellschaft Kein Zugriff
      1. Differenzierung oder Entdifferenzierung des Rechts? Kein Zugriff
      2. Drei Achsen der Differenzierung im Rechtspluralismus (funktional, kulturell, regional) Kein Zugriff
      3. Der Rechtspluralismus zwischen Universalismus und Kontextualismus Kein Zugriff
      4. Das Verknüpfungsdesiderat von Handlungs- und Gesellschaftstheorie in Rechtspluralismuskonzepten Kein Zugriff
      1. Die Rolle des impliziten Wissens und der ›performativen Rechtserzeugung‹ im rechtstheoretischen Kanon Kein Zugriff
      2. Ehrlichs Begriff der Rechtskultur im Horizont der multiplen Differenzierung Kein Zugriff
      3. Parallelen und Differenzen zum systemtheoretischen Zugang Kein Zugriff
      4. Zur Einheit des Rechts in der Vielfalt seiner Translate Kein Zugriff
  2. Fazit Kein Zugriff Seiten 325 - 326
  3. Danksagung Kein Zugriff Seiten 327 - 327
  4. Literatur Kein Zugriff Seiten 328 - 344

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