Gretchentragödien
Kindsmörderinnen im 19. Jahrhundert (1770–1870)- Autor:innen:
- Verlag:
- 2021
Zusammenfassung
Goethes Gretchentragödie hat das Bild der Kindsmörderin nachhaltig geprägt. Doch was bedeutete eine ungewollte Schwangerschaft im 18. und 19. Jahrhundert wirklich? In welchem gesellschaftlichen Klima wurden Mütter zu Mörderinnen?
Marita Metz-Becker verfolgt die Spuren, die diese Frauen in Akten und Archiven hinterlassen haben. Die Autorin schildert die prekären Lebensumstände der Täterinnen, insbesondere von Dienstmägden, die sich zwischen gesellschaftlicher Ächtung und Scham in einer für sie aussichtslosen Lage wiederfanden. In ihrer kulturwissenschaftlichen Studie untersucht die Autorin den Kindsmord als historisches Phänomen, tief in den Dynamiken und Widersprüchen seiner Zeit verstrickt. Sie fragt, welche Rollen Kirche, Justiz und Medizin im Leben dieser Frauen spielten, das in mehr als 100 Akten des Staatsarchivs Marburg dokumentiert ist. Dabei macht sie Dynamiken von Macht und Ohnmacht sichtbar, die bis in die heutige Zeit fortdauern.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2021
- ISBN-Print
- 978-3-8379-3101-3
- ISBN-Online
- 978-3-8379-7781-3
- Verlag
- Psychosozial-Verlag, Gießen
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 257
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- 1. Einleitung Kein Zugriff Seiten 7 - 10
- 2. Kindsmord und Aufklärung Kein Zugriff Seiten 11 - 19
- 3. Kindsmord und Recht Kein Zugriff Seiten 20 - 27
- 4. Kindsmord und Medizin Kein Zugriff Seiten 28 - 37
- 5. Kindsmörderinnen vor Gericht Kein Zugriff Seiten 38 - 158
- 6. Die Täterinnen Kein Zugriff Seiten 159 - 200
- 7. Orte des Geschehens Kein Zugriff Seiten 201 - 207
- 8. Exkurs: Mutterliebe Kein Zugriff Seiten 208 - 215
- 9. Prozess und Rechtsprechung Kein Zugriff Seiten 216 - 230
- Epilog Kein Zugriff Seiten 231 - 232
- Anmerkungen Kein Zugriff Seiten 233 - 242
- Literatur- und Quellenverzeichnis Kein Zugriff Seiten 243 - 257





