
Vulnerabilität, Vulneranz, Resilienz
Paradoxe Machtwirkungen- Authors:
- Publisher:
- 2025
Summary
Vulnerance (specifically human violence) is increasing noticeably in all areas of life – personal and political, social and cultural, and, not least, in religious life. But the paradoxical effects of power operative between vulnerability, vulnerance, and resilience are underestimated. The vulnerability paradox states that it is precisely protection and security strategies that can increase vulnerability and weaken resilience. Conversely, the expenditure paradox shows how increasing vulnerability becomes a resilience process and thus resists the threat of vulnerance. This transdisciplinary research study builds a long overdue and socially highly relevant bridge between vulnerability and resilience research. Prof. Dr. Hildegund Keul, theologian, religious studies scholar, and Germanist, has been working in theological and interdisciplinary vulnerability research since 2010 and. She has been the heads director of the DFG-funded research project “Vulnerabilities” at Julius-Maximilians-Universität Würzburg since 2018.
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Bibliographic data
- Copyright year
- 2025
- ISBN-Print
- 978-3-495-99076-6
- ISBN-Online
- 978-3-495-99077-3
- Publisher
- Karl Alber, Baden-Baden
- Series
- Vulnerabilität, Vulneranz, Resilienz | Vulnerability, Vulnerance, Resilience
- Volume
- 1
- Language
- German
- Pages
- 318
- Product type
- Book Titles
Table of contents
- Zitat
- Dank
- Einleitung: Vulnerabilität, Vulneranz, ResilienzPages 15 - 18 Download chapter (PDF)
- 1.1.1 Ein rasanter Weg durch die Wissenschaften und in die Alltagssprache hinein – Erfolgsgeschichten
- 1.1.2 Konservativ oder innovativ? Das Transformationspotenzial von Resilienzprozessen
- 1.1.3 Die Resilienz der Reblaus im Weinberg
- 1.1.4 Resilienz – „Hammerzauberwort“ oder prekäre Macht? Eine Problemanzeige
- 1.1.5 Neoliberale Machtzugriffe – Resilienz als Herrschaftstechnik und das Resilienzparadox
- 1.1.6 Vulneranz – warum die Resilienz- die Vulnerabilitätsforschung braucht
- 1.2.1 Die Entdeckung eines Zukunftsbegriffs und sein Weg durch die Wissenschaften
- 1.2.2 Der naturwissenschaftliche Tunnelblick auf Vulnerabilität als Schwachstelle – eine Erkenntnis der Geistes- und Sozialwissenschaften
- 1.2.3 Unterschätzte Machtwirkungen – Agency, Transformation und ‚Vulneranz aus Vulnerabilität‘
- 1.2.4 Die Gefahr der Vulnerabilisierung – warum die Vulnerabilitäts- die Resilienzforschung braucht
- 1.2.5 Die COVID-19-Pandemie und das neue Vulnerabilitätsdispositiv – eine interdisziplinäre Forschungsaufgabe
- 1.3.1 Benachbarte Forschungsfelder – Agency, Empowerment, Widerstandsfähigkeit; Trauma, Krise, Katastrophe
- 1.3.2 ‚Vulnerabilität und Resilienz‘ – warum entstand das Begriffspaar?
- 1.3.3 Heilsversprechen gegen Unheilsdrohung – das Problem mit der Balkenwaage
- 1.3.4 Vulnerante Resilienz und riskierte Vulnerabilität – übersehen oder verfemt?
- 2.1 Das Absenken der Vulnerabilität – eine besonders erfolgreiche Resilienzstrategie
- 2.2 Das Verletzlichkeitsparadox – je resilienter, desto vulnerabler
- 3.1.1 Unverwundbarkeit und vulnerante Resilienz in Krieg und Frieden – politikwissenschaftliche Interventionen
- 3.1.2 Salutogenese nach Aaron Antonovsky – und die Gesundheit, die durch Vulneranz gestärkt wird
- 3.1.3 Soziologie und die widerstreitende Resilienz konkurrierender Systeme – Othering als vulnerante Diskurspraktik
- 3.2.1.1 Der Haupttäter – widrige Umstände, Krisen und deren karrierefördernde Bewältigung
- 3.2.1.2 Täterspezifische ‚Widrigkeiten‘ – tragfähige Netzwerke knüpfen
- 3.2.1.3 Vertuschungsvulneranz fördert Täterresilienz
- 3.2.2.1 Wo der Glaube die Resilienz der Täter stärkt und die der Opfer schwächt
- 3.2.2.2 Vertuschung als Sicherungsstrategie –Vulneranz aus Vulnerabilität
- 3.2.2.3 Institutionen in der Krise – besonders anfällig für Vertuschungsvulneranz
- 3.2.2.4 „Hirtenwerk“ – je resilienter, desto vulneranter
- 3.2.2.5 Der explosive Schaden in der Kirche – das Verletzlichkeitsparadox
- 3.2.3 Vulnerante Resilienz in Missbrauch und Vertuschung – auch in säkularen Kontexten
- 3.3.1 ‚Anpassung‘ als neues Zauberwort – und die Vulneranz steigender Resilienzansprüche
- 3.3.2 ‚Schutzschirm‘ für betroffene Länder – Ausgleich für erhöhte Vulnerabilität?
- 3.3.3 Die Klimakatastrophe – selbst ein Verletzlichkeitsparadox
- 3.4 Fazit: Vulnerante Resilienz – ein Erkenntnisgewinn
- 4.1.1 Die Tat-Sache freiwillig erhöhter Vulnerabilität in vielen Lebensbereichen – Humanität durch Vulnerabilität
- 4.1.2 Verwundung riskieren im Raum des Politischen – Widerstand durch Vulnerabilität
- 4.1.3 Inkarnation als Gegenbewegung zum Othering – Kreativität durch Vulnerabilität
- 4.2.1 Warum bringen Menschen Opfer? Das Profane, das Heilige und die Selbstverschwendung
- 4.2.2 Die notwendige Unterscheidung von Victim und Sacrifice – und ihre Verbundenheit im ‚Opfer‘
- 4.2.3 Maßlose Opferbereitschaft – die Vulneranzgefahr des Heiligen am Beispiel von Terror und Suizidattentaten
- 4.2.4 Widerstand gegen Vulneranz im Märtyrertum: je vulnerabler, desto resilienter. Selbstverschwendung als gewagter Resilienzprozess
- 4.2.5 Fazit: Die unterschätzte Bedeutung des Sacrifice
- 4.3.1 Selbstverschwendung als Transformationsstrategie – die Initialzündung von „Greenpeace“
- 4.3.2 Fremdopfer – paradoxe Machtwirkungen der konfrontativen Klimabewegung
- 4.3.3 Das Verschwendungsparadox in der Klimakatastrophe – Schöpfung durch Verlust
- 4.4.1 „Courage in vulnerability“ – riskierte Vulnerabilität und die lebensstiftende Seite des Sacrifice
- 4.4.2 Inkarnation statt Othering – den Schutzraum des Profanen überschreiten, um Leben zu gewinnen
- 4.4.3 Opferorientierung als Vulnerabilisierung – eine Gefahr
- 4.4.4 Das andere Gesicht der Vulneranz – „innerlich im Kriegszustand“
- 4.4.5 Verwundungen riskieren, um Leben zu gewinnen
- 4.4.6 „eins plus eins plus eins ist mehr als drei!“ – der Glücksfall Resilienzspirale
- 4.5 Fazit: Resilienzspiralen aus riskierter Vulnerabilität
- Abschluss und AusblickPages 283 - 286 Download chapter (PDF)
- LiteraturverzeichnisPages 287 - 318 Download chapter (PDF)




