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Der Rechtsstaat unter den Bedingungen informaler Staatlichkeit

Beobachtungen und Überlegungen zum Verhältnis formeller und informeller Institutionen
Authors:
Publisher:
 2011

Summary

In der gegenwärtigen Diskussion über die zentrale Bedeutung von Rechtsstaatlichkeit für legitime Herrschaftsausübung – Gewährleistung von Rechtssicherheit, Unabhängigkeit der Gerichte, gleiche Rechtsanwendung ohne Ansehung der Person – wird die Frage nach den Funktionsbedingungen (westlicher) Rechtsstaatsvorstellungen häufig vernachlässigt. Kann Rechtsstaatlichkeit funktionieren, wenn die das jeweilige politische System prägenden Spielregeln – die „rules of the game“ – informaler Natur sind, wie etwa die informalen Tauschregeln von Korruption und Klientelismus? Um diese Frage beantworten zu können, bedarf es einer Vergewisserung über das Verhältnis formaler und informaler Institutionen (Regeln): Ergänzen sie einander, koexistieren sie friedlich oder widersprechen sie einander mit der Folge, dass ein Regelungstyp sich auf Kosten des anderen durchsetzt? Vielfältige Beobachtungen geben Anlass zu der Befürchtung, dass der Rechtsstaat nur auf dem Papier steht, auf dem Verfassungen gedruckt werden, wenn das tatsächliche Verhalten der Akteure von informalen Regeln bestimmt wird.



Bibliographic data

Edition
1/2011
Copyright year
2011
ISBN-Print
978-3-8329-6456-6
ISBN-Online
978-3-8452-3129-7
Publisher
Nomos, Baden-Baden
Series
Schriften zur Governance-Forschung
Volume
23
Language
German
Pages
193
Product type
Book Titles

Table of contents

ChapterPages
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis No access Pages 2 - 10 Gunnar Folke Schuppert
      1. Zum Megatrend einer zunehmenden Informalisierung des Staatshandelns No access Pages 11 - 16 Gunnar Folke Schuppert
      2. Informalisierung als Konsequenz des Gestaltwandels des modernen Verwaltungsstaates No access Pages 16 - 19 Gunnar Folke Schuppert
      1. Das je spezifische Mischungsverhältnis von Formalität und Informalität als ein wichtiges Kriterium zur Unterscheidung verschiedener Typen von Staatlichkeit No access Pages 19 - 24 Gunnar Folke Schuppert
      2. Vom Regieren angesichts begrenzter institutioneller Möglichkeiten zum Regieren mittels informeller Institutionen No access Pages 24 - 26 Gunnar Folke Schuppert
      1. Die Entdeckung des informalen Verfassungsstaats No access Pages 27 - 32 Gunnar Folke Schuppert
      2. Das »Remake« von 1998 No access Pages 32 - 33 Gunnar Folke Schuppert
      3. Ist Informalität gefährlich? Zu den bemerkenswerten Ergebnissen der Diskussion in der deutschen Staatsrechtslehrervereinigung No access Pages 33 - 36 Gunnar Folke Schuppert
      1. Die Entdeckung des informalen Rechtsstaats No access Pages 36 - 38 Gunnar Folke Schuppert
      2. Erscheinungsformen informalen Verwaltungshandelns: der verwaltungswissenschaftliche Befund No access Pages 38 - 39 Gunnar Folke Schuppert
      3. Zu den denkbaren Reaktionen auf das Gefährdungspotential informalen Verwaltungshandelns No access Pages 39 - 43 Gunnar Folke Schuppert
      1. Einige empirische Befunde No access Pages 43 - 45 Gunnar Folke Schuppert
      2. Informalisierung internationaler Politik – Königsweg oder Irrweg? No access Pages 45 - 47 Gunnar Folke Schuppert
      3. Politics is about Choices – die Entscheidung zwischen mehr oder weniger formalisierten Formen institutionalisierter Kooperation als Auswahlproblem No access Pages 47 - 56 Gunnar Folke Schuppert
      1. Multifunktionalität des Rechts und das Problem der Auswahl unter verschiedenen rechtlichen Handlungsmodi No access Pages 56 - 58 Gunnar Folke Schuppert
      2. Zum Verhältnis der Begriffspaare »hard und soft« zu »formal und informal« No access Pages 58 - 60 Gunnar Folke Schuppert
      3. Was ist eigentlich »soft law«? No access Pages 60 - 63 Gunnar Folke Schuppert
      4. Der Einsatz von »soft law instruments« im Kontext von European Governance No access Pages 63 - 65 Gunnar Folke Schuppert
      5. Das Phänomen des »hardening of soft law« No access Pages 65 - 68 Gunnar Folke Schuppert
      1. Klassischer Rechtspluralismus aus rechtssoziologischer Perspektive No access Pages 68 - 69 Gunnar Folke Schuppert
      2. Klassischer Rechtspluralismus aus rechtsethnologischer Perspektive No access Pages 69 - 70 Gunnar Folke Schuppert
      3. Zum Verhältnis von »official and unofficial law« No access Pages 70 - 71 Gunnar Folke Schuppert
      1. The Plurality of Justice Systems – ein bisher wenig erforschtes Terrain No access Pages 71 - 76 Gunnar Folke Schuppert
      2. Zwei Case-Studies: Kenia und der Süd-Sudan No access Pages 76 - 84 Gunnar Folke Schuppert
      3. »Formal« and »informal justice« im Vergleich No access Pages 84 - 87 Gunnar Folke Schuppert
    1. Zusammenfassung und Überleitung No access Pages 87 - 88 Gunnar Folke Schuppert
      1. Was die »Neue Institutionenökonomik« uns lehrt: formelle und informelle Institutionen als zwei Erscheinungsformen von Constraints No access Pages 89 - 93 Gunnar Folke Schuppert
      2. Was die allgemeine Institutionentheorie uns lehrt: Funktionsgleichheit von formellen und informellen Institutionen No access Pages 93 - 99 Gunnar Folke Schuppert
      1. Zum Begriff der informellen Institutionen No access Pages 99 - 101 Gunnar Folke Schuppert
      2. Standards und Codes of Conduct: ein hybrider Institutionentyp jenseits der Dichotomie formell-informell? No access Pages 101 - 105 Gunnar Folke Schuppert
      3. Erscheinungsformen informeller Institutionen No access Pages 105 - 109 Gunnar Folke Schuppert
      1. Zur »cultural embeddedness« informeller Institutionen No access Pages 109 - 112 Gunnar Folke Schuppert
      2. Der »Kitt« informeller Institutionen: personale Bindungen und Vertrauen No access Pages 112 - 118 Gunnar Folke Schuppert
      1. Das institutionenökonomische Modell wünschenswerter Kompatibilität von Douglass North No access Pages 119 - 124 Gunnar Folke Schuppert
      2. Das soziologisch-anthropologische Modell des Auseinanderklaffens von »pays réel« und »pays legal« von Guillermo O’Donnell No access Pages 124 - 127 Gunnar Folke Schuppert
      1. Vorstellung des Modells No access Pages 127 - 128 Gunnar Folke Schuppert
      2. Vier Modi einer funktionalen Zuordnung von formellen und informellen Institutionen No access Pages 128 - 131 Gunnar Folke Schuppert
      1. Das »shadow institutions«-Modell No access Pages 131 - 133 Gunnar Folke Schuppert
      2. Das »informal relations within the formal system«-Modell No access Pages 133 - 135 Gunnar Folke Schuppert
      3. Das Modell des »ungewissen Nebeneinanders« von formellen und informellen Institutionen No access Pages 135 - 137 Gunnar Folke Schuppert
      4. Das Parallelstrukturen-Modell No access Pages 137 - 144 Gunnar Folke Schuppert
    1. Zusammenfassung und Überleitung No access Pages 144 - 144 Gunnar Folke Schuppert
      1. Korruption als ubiquitäres Phänomen No access Pages 145 - 150 Gunnar Folke Schuppert
      2. Welches ist der Schlüssel zum Verständnis von Korruption? No access Pages 150 - 155 Gunnar Folke Schuppert
      3. Korruption als informale Institution No access Pages 155 - 166 Gunnar Folke Schuppert
    1. The extended Family of Corruption: Klientelismus, Patrimonialismus and all that No access Pages 166 - 168 Gunnar Folke Schuppert
      1. Formal or substantive – das ist die Frage No access Pages 169 - 176 Gunnar Folke Schuppert
      2. Was man aus dieser Debatte lernen kann No access Pages 176 - 177 Gunnar Folke Schuppert
      1. Rechtsstaat with Lack of Capacities No access Pages 177 - 178 Gunnar Folke Schuppert
      2. Rechtsstaat with powerful Interests in Alternative Rules No access Pages 178 - 179 Gunnar Folke Schuppert
      3. Rechtsstaat with high Acceptance of Alternative Norm Systems No access Pages 179 - 182 Gunnar Folke Schuppert
    1. Ausblick No access Pages 182 - 184 Gunnar Folke Schuppert
  2. Literatur No access Pages 185 - 193 Gunnar Folke Schuppert

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