Collapsed States: Perspektiven nach dem Wegfall von Staatlichkeit
Zugleich ein Beitrag zu den Grundlagen des Selbstbestimmungsrechts der Völker und zur Struktur des völkerrechtlichen Staatsbegriffs- Autor:innen:
- Reihe:
- Leipziger Schriften zum Völkerrecht, Europarecht und ausländischen öffentlichen Recht, Band 19
- Verlag:
- 2011
Zusammenfassung
Das Versagen von Staatlichkeit ist ein brisantes Problem für die moderne Völkerrechtsordnung. Für Fälle dauerhaften Staatszerfalls (‚collapsed states‘) fehlt noch immer ein ausgearbeitetes rechtliches Instrumentarium. Der übliche Rückgriff auf eine Fiktion der Staatlichkeit versucht, ein Aliud zum Staat in eine vorgefertigte juristische Form zu zwingen. Dies wirft ungelöste Fragen zur internationalen Sicherheitspolitik, zum Selbstbestimmungsrecht, zur humanitären Intervention und zu den Voraussetzungen erfolgreichen Nation Buildings auf.
Der Autor versucht auf diese Probleme Antworten zu finden und den kollabierten „Staat“ auf eine neue dogmatische Grundlage zu stellen. Ausgehend vom Befund einer Lücke im Völkerrecht bestimmt er die empirischen und theoretischen Randbedingungen eines solchen Konzepts. Dazu untersucht er ausführlich die Grundlagen des völkerrechtlichen Staatsbegriffs, die Struktur des Selbstbestimmungsrechts der Völker sowie die politischen Interessen beteiligter Akteure. In einem zweiten Schritt skizziert er den Rechtsstatus solcher ‚collapsed states‘ als ‚non state entity‘ und gibt einen Ausblick auf mögliche Handlungs- und Konfliktlösungswege in den betroffenen Regionen.
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2011
- Copyrightjahr
- 2011
- ISBN-Print
- 978-3-8329-6203-6
- ISBN-Online
- 978-3-8452-3377-2
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Leipziger Schriften zum Völkerrecht, Europarecht und ausländischen öffentlichen Recht
- Band
- 19
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 314
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 14Autor:innen:
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 15 - 18Autor:innen:
- Ursprünge Kein Zugriff Seiten 19 - 21Autor:innen:
- State Failure als Begriffskomplex Kein Zugriff Seiten 21 - 22Autor:innen:
- Rechtliche Handhabbarkeit des Begriffskomplexes – Problemaufriss Kein Zugriff Seiten 22 - 25Autor:innen:
- Autor:innen:
- Sozialstruktur Kein ZugriffAutor:innen:
- Anfangsphase des Bürgerkriegs Kein ZugriffAutor:innen:
- Israelische Intervention und Internationale Mission Kein ZugriffAutor:innen:
- Die Jahre 1985-1991 Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- Sozialstruktur Kein ZugriffAutor:innen:
- Dekolonialisierung, der Bürgerkrieg und der Sturz Siyad Barres Kein ZugriffAutor:innen:
- Anarchie und internationale Intervention Kein ZugriffAutor:innen:
- Die Entwicklung seit 1994 Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- Liberia Kein ZugriffAutor:innen:
- Sierra Leone Kein ZugriffAutor:innen:
- Die Rolle der Diamantenvorkommen für den Konflikt Kein ZugriffAutor:innen:
- Schlussfolgerungen Kein Zugriff Seiten 49 - 50Autor:innen:
- Epochale Einordnung und Etymologie Kein Zugriff Seiten 50 - 51Autor:innen:
- Veränderung mittelalterlicher Herrschaftsstrukturen Kein Zugriff Seiten 51 - 56Autor:innen:
- Souveränität als grundlegende Eigenschaft des Staates Kein Zugriff Seiten 56 - 61Autor:innen:
- Staatsmerkmale Kein Zugriff Seiten 61 - 63Autor:innen:
- Autor:innen:
- Staatsgewalt als Anknüpfungspunkt des state failure Kein ZugriffAutor:innen:
- Staatsgewalt als zentralisierte Ordnungsmacht Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- Teleologische Argumente Kein ZugriffAutor:innen:
- Historisch genetische Argumente Kein ZugriffAutor:innen:
- Moderne Staatenpraxis Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- Effektivität als Durchsetzungswahrscheinlichkeit Kein ZugriffAutor:innen:
- Herrschaftssoziologie Kein ZugriffAutor:innen:
- Integration durch das Staatsvolk Kein ZugriffAutor:innen:
- Abgrenzung Effektivität, Nicht-Effektivität Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- Ius Cogens als Maßstab Kein ZugriffAutor:innen:
- Neue Staatselemente? Kein ZugriffAutor:innen:
- Auflösung des Souveränitätsprinzips? Kein ZugriffAutor:innen:
- Aufhebung des Effektivitätsprinzips in der Staatenpraxis? Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- Abgrenzung zur politikwissenschaftlichen und ökonomischen Deutung Kein ZugriffAutor:innen:
- Failing-, failed- und collapsed state als Stufenfolge Kein ZugriffAutor:innen:
- Zusammenfassung: State failure als Prozess erlöschender Staatlichkeit Kein Zugriff Seiten 92 - 93Autor:innen:
- Staatsuntergang und die einzelnen Stufen des state failure Kein Zugriff Seiten 93 - 96Autor:innen:
- Staatsuntergang als Umkehrung der Staatsentstehung Kein Zugriff Seiten 96 - 97Autor:innen:
- Autor:innen:
- Keine Regierungs- und Verwaltungsstrukturen Kein ZugriffAutor:innen:
- Vielzahl von Akteuren Kein ZugriffAutor:innen:
- Wiederholtes Scheitern von Bemühungen, eine Übergangsregierung zu bilden Kein ZugriffAutor:innen:
- Ernsthaftes Infragestellen der Staatlichkeit durch eine Mehrzahl der Staaten Kein ZugriffAutor:innen:
- Die zeitliche Dimension Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- Der Zweck des Kontinuitätsprinzips Kein ZugriffAutor:innen:
- Kontinuität und Effektivität Kein ZugriffAutor:innen:
- Kontinuität und Selbstbestimmung Kein ZugriffAutor:innen:
- Das Modell des „schlafenden“ Staates Kein ZugriffAutor:innen:
- Der Staatsuntergang als Problem der völkerrechtlichen Anerkennung Kein Zugriff Seiten 108 - 112Autor:innen:
- Zusammenfassung und Zwischenergebnis Kein Zugriff Seiten 112 - 114Autor:innen:
- Problemaufriss Kein Zugriff Seiten 115 - 118Autor:innen:
- Strategien der Lückenfüllung Kein Zugriff Seiten 118 - 119Autor:innen:
- Autor:innen:
- Staatenpraxis Kein ZugriffAutor:innen:
- Charakter und Problematik der Fiktionslösung Kein ZugriffAutor:innen:
- Die Konstruktionslösung Kein Zugriff Seiten 124 - 127Autor:innen:
- Akteurstypologie Kein Zugriff Seiten 127 - 129Autor:innen:
- Autor:innen:
- Entscheidungsstrukturen Kein ZugriffAutor:innen:
- Humanitäre Situation Kein ZugriffAutor:innen:
- Schutz von Drittstaaten Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- Punktuelle humanitäre Intervention Kein ZugriffAutor:innen:
- Unterstützung lokaler Eliten und Governance-Strukturen Kein ZugriffAutor:innen:
- Punktuelle militärische Intervention zur Gefahrenabwehr Kein ZugriffAutor:innen:
- Reconciliation Measures Kein ZugriffAutor:innen:
- Maßnahmen gegen und in Bezug auf Wirtschafts- und Auslandsgüter des collapsed state Kein ZugriffAutor:innen:
- Implikationen Kein ZugriffAutor:innen:
- Die Erschließung von Lebenswirklichkeit durch das Völkerrecht – ein empirischer Befund Kein Zugriff Seiten 138 - 144Autor:innen:
- Eine „realistische“ Perspektive Kein Zugriff Seiten 144 - 149Autor:innen:
- Die Hegung der Macht durch Werte? Kein Zugriff Seiten 149 - 154Autor:innen:
- Recht zwischen abstrakter Norm und konkretem Interesse Kein Zugriff Seiten 154 - 161Autor:innen:
- Zwischenergebnis – Implikationen für eine rechtliche Würdigung Kein Zugriff Seiten 161 - 164Autor:innen:
- Autor:innen:
- Die terra nullius im frühen Völkerrecht Kein ZugriffAutor:innen:
- Das neuzeitliche Vernunftvölkerrecht Kein ZugriffAutor:innen:
- Das Regime der Schutzverträge im neunzehnten Jahrhundert Kein ZugriffAutor:innen:
- Der Kolonialismus – Anspruch und Wirklichkeit Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- Geschichte des Selbstbestimmungsrechts Kein ZugriffAutor:innen:
- Das Selbstbestimmungsprinzip als Ordnungsprinzip und subjektives Recht Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- Vorüberlegungen Kein ZugriffAutor:innen:
- Autokreation und Fremdbestimmtheit Kein ZugriffAutor:innen:
- Völker im Gegensatz zu anderen personal organisierten Gruppen Kein ZugriffAutor:innen:
- Kontextualisierung des Selbstbestimmungsrechts Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- Das Staatsvolk Kein ZugriffAutor:innen:
- Ethnische Völker Kein ZugriffAutor:innen:
- Innerstaatliche administrative Einheiten Kein ZugriffAutor:innen:
- Die Bevölkerung Kein ZugriffAutor:innen:
- Selbstbestimmung, Sozialstruktur und der Konflikt zwischen mehreren Selbstbestimmungssubjekten Kein ZugriffAutor:innen:
- Zwischenergebnis Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- Souveränität und Selbstbestimmung Kein ZugriffAutor:innen:
- Völkerrechtliche Handlungs- und Deliktsfähigkeit Kein ZugriffAutor:innen:
- Das Gewaltverbot Kein Zugriff Seiten 226 - 229Autor:innen:
- Autor:innen:
- Vorüberlegungen Kein ZugriffAutor:innen:
- Schutzzweck des Interventionsverbotes Kein ZugriffAutor:innen:
- Bedürfnis zur Intervention Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- Intervention als Interaktion Kein ZugriffAutor:innen:
- Konkrete Akteursbezogenheit durch Individualisierung, Limitierung und Kompensation Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- Voraussetzungen für Maßnahmen nach Kapitel VII Kein ZugriffAutor:innen:
- Menschenrechtssituation Kein ZugriffAutor:innen:
- Versorgungssituation Kein ZugriffAutor:innen:
- Terrorismus und andere Bedrohungen der internationalen Sicherheit Kein ZugriffAutor:innen:
- Die Handlungsunfähigkeit an sich Kein ZugriffAutor:innen:
- Zusammenfassung und Implikationen Kein Zugriff Seiten 248 - 249Autor:innen:
- Autor:innen:
- Zum Erlöschen völkerrechtlicher Verträge Kein ZugriffAutor:innen:
- Zur Staatenlosigkeit Kein ZugriffAutor:innen:
- Aspekte des Diplomatenrechts Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- Nutzung der lebenden Ressourcen Kein ZugriffAutor:innen:
- Piraterie Kein ZugriffAutor:innen:
- Luftrechtliche Probleme Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- Warlords und Milizen Kein ZugriffAutor:innen:
- Clan- und Familienstrukturen Kein ZugriffAutor:innen:
- Ökonomische Akteure Kein ZugriffAutor:innen:
- De facto-Regime Kein Zugriff Seiten 276 - 279Autor:innen:
- Vom de facto-Regime zum „building block“ Kein Zugriff Seiten 279 - 280Autor:innen:
- Neue Staatlichkeit durch „Sezession“ aus dem collapsed state Kein Zugriff Seiten 280 - 282Autor:innen:
- Zusammenfassung in Thesen Kein Zugriff Seiten 283 - 292Autor:innen:
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 293 - 314Autor:innen:




