
Vom Anspruch auf Ungleichheit
Über die Kritik am Grundsatz bedingungsloser Menschengleichheit- Autor:innen:
- Verlag:
- 2015
Zusammenfassung
In dieser rechtsphilosophischen Arbeit im Grenzbereich zur Soziologie und zur Politikwissenschaft setzt sich die Autorin mit der derzeitigen Renaissance ›rechten Denkens‹ und dessen gleichheitskritischer Rechts- und Gerechtigkeitsauffassung in den politischen und rechtlichen Diskursen der Bundesrepublik auseinander. Sie entwickelt dabei eine anerkennungstheoretisch fundierte Theorie über die Attraktivitätsgründe dieses Denkens, welche dessen Erfolg als Resultat der Herausforderungen, Schwierigkeiten und Zumutungen moderner Anerkennungsstrukturen charakterisiert. Nach einem einleitenden historischen Überblick gleichheitskritischen Denkens arbeitet sie zunächst die Eigenart seiner zeitgenössischen Variante heraus. Dies ist der Ausgangspunkt zum einen für eine Diskursanalyse radikal rechten Denkens; zum anderen für eine Untersuchung konservativen Staatsrechtsdenkens – aus einer nicht-normativen Perspektive an den Beispielen grundrechtsdogmatischer Positionen zur Rechtfertigung der »Rettungsfolter« und des Abschusses von Renegade-Flugzeugen. Die Arbeit zeigt, warum und inwiefern sich gleichheitskritisches Denken – auch intellektuell – keineswegs erledigt hat. Seine Attraktivität beruht auf den Schwächen der Anerkennungsstruktur einer bürgerlich-liberalen Gesellschaftsordnung, der es das Gegenmodell einer gleichheitskritischen Anerkennungsstruktur entgegensetzt. Somit greift die Arbeit sozialwissenschaftliche Diskurse darüber auf, warum Menschen den-en, wie sie denken, und verknüpft sie mit jenen über die Bedingungen der intersubjektiven Selbstbildung in der Moderne – mit dem Ziel, auf diese Weise nicht nur die grundrechtsdogmatischen Debatten über die »Rettungsfolter« und das Luftsicherheitsgesetz mit ihrem rechtstheoretisch und politisch relevanten Ruf nach der Abwägbarkeit der Menschenwürde einem nicht juristisch versierten Publikum zugänglich zu machen, sondern vor allem die Grundzüge einer Anerkennungsstruktur im »Zeitalter der Gleichheit« herauszuarbeiten, welche gerade nicht am Ideal allgemeiner Menschengleichheit anknüpft.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2015
- ISBN-Print
- 978-3-942-39386-7
- ISBN-Online
- 978-3-8452-7724-0
- Verlag
- Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 364
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- Das Zeitalter der Gleichheit und seine Kritiker Kein Zugriff
- Elementare Gleichheitskritik als rechtes Denken Kein Zugriff
- Die Forschungsfrage und das Forschungsziel Kein Zugriff
- Der Forschungsansatz Kein Zugriff
- Anerkennung als Bedürfnis hinter der Ideologie Kein Zugriff
- Gesellschaft der Ehre – Gesellschaft der Würde Kein Zugriff
- Die Methode Kein Zugriff
- Das Material Kein Zugriff
- Rechtsradikalismus als Untersuchungsgegenstand Kein Zugriff
- Konservatives Staatsrechtsdenken als Untersuchungsgegenstand Kein Zugriff
- Einschränkungen Kein Zugriff
- Aufbau Kein Zugriff
- Gerechtigkeit und Gleichheit Kein Zugriff
- Gleichheit als Ordnungsprinzip der Gerechtigkeit Kein Zugriff
- Von der Gleichheit der Gleichen zur Gleichheit der Menschen Kein Zugriff
- Politische Gleichheit Kein Zugriff
- Soziale Gleichheit Kein Zugriff
- Antiegalitaristische Gerechtigkeitstheorie und elementare Gleichheitskritik Kein Zugriff
- Historische Topoi gleichheitskritischen Denkens Kein Zugriff
- Konjunkturen der Gleichheitskritik Kein Zugriff
- Einführung Kein Zugriff
- Geschichtlicher Überblick Kein Zugriff
- Über Erfolgsgründe politischer Bewegungen und ihres Denkens Kein Zugriff
- Theorien über den Erfolg des Rechtsradikalismus Kein Zugriff
- Liberalismus und Kommunismus Kein Zugriff
- Vom großen Geld Kein Zugriff
- Die USA und die Juden: Personifizierung des Feindes Kein Zugriff
- Der Einzelne und seine Entwurzelung Kein Zugriff
- Hierarchie als strukturierte Verschiedenheit Kein Zugriff
- Freiheit für die Starken Kein Zugriff
- Werden als Entfaltung des Seins: Leben als Bewährung Kein Zugriff
- Die Vermengung der Geschlechter Kein Zugriff
- Die Rolle der ökonomischen Interessen Kein Zugriff
- Der natürliche Unterschied Kein Zugriff
- Komplementarität: Gleichwertig, aber nicht gleichartig Kein Zugriff
- Familie als Ort strukturierter Verschiedenheit Kein Zugriff
- Volk als Abstammungs- und Schicksalsgemeinschaft 130 · Verhältnis von Sonder- und Gesamtinteresse Kein Zugriff
- Das Volk als Ort strukturierter Verschiedenheit Kein Zugriff
- Die Fremden Kein Zugriff
- Volk und Menschheit: Homogenität und Illusion Kein Zugriff
- Zwischenfazit I: Leben als Schicksal Kein Zugriff
- Staatsrecht, Grundrechte und Gleichheitskritik Kein Zugriff
- Grundrechtsdogmatik als Forschungsgegenstand Kein Zugriff
- Rettungsfolter oder vom Umgang mit schuldigem Leben Kein Zugriff
- Das Luftsicherheitsgesetz und die unschuldigen Leben Kein Zugriff
- Die Grundpflicht des Füreinandereinstehens: das Bürgeropfer Kein Zugriff
- Die Grundpflicht des Gehorsams: Schutzpflicht und Feindrecht Kein Zugriff
- Zwischenergebnis II: Würde als Ehre Kein Zugriff
- Von der Gleichheitskritik zum Personalitäts- verständnis Kein Zugriff
- Verbandsprimat und Anthropozentrik: Der Gegensatz im Personalitätsverständnis Kein Zugriff
- Vom Verständnis der Person zum Bedürfnis der Personenwerdung Kein Zugriff
- Der Prozess der dialogischen Selbstbildung Kein Zugriff
- Liebe Kein Zugriff
- Recht Kein Zugriff
- Soziale Wertschätzung Kein Zugriff
- Die individualistische Anerkennungsstruktur Kein Zugriff
- Prekarisierung der individualistischen Anerkennungsstruktur Kein Zugriff
- Die seinsgebundene Anerkennungsstruktur Kein Zugriff
- Seinsstolz oder der Kollektivelitismus Kein Zugriff
- Jeder nach seinen Fähigkeiten Kein Zugriff
- Jeder Beitrag zählt Kein Zugriff
- Jeder hat (s)einen Platz Kein Zugriff
- Das Ich als Wir Kein Zugriff
- Teilsein und Liebe Kein Zugriff
- Schluss Kein Zugriff Seiten 323 - 335
- Danksagung Kein Zugriff Seiten 336 - 336
- Abkürzungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 337 - 338
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 339 - 364




