
Die Staatsangehörigkeit als Differenzierungskriterium
Vom Alten Reich bis zum Zollverein- Autor:innen:
- Reihe:
- Rechtsgeschichtliche Forschungen, Band 12
- Verlag:
- 2026
Zusammenfassung
Die zentrale Funktion der Staatsangehörigkeit als Differenzierungskriterium zwischen Staatsangehörigen und anderen ist durch die Unionsbürgerschaft innerhalb der Europäischen Union deutlich eingeschränkt. Es werden oftmals historische Parallelen zwischen dieser Differenzierungsaufhebung und der deutschen föderalen Tradition gezogen. Die Arbeit untersucht die Entwicklung von Statuskategorien als Differenzierungskriterien zwischen Zugehörigen und Fremden vom 18. Jahrhundert bis zum Zollverein. Dabei deckt sie die vielschichtige Genealogie und heterogenen Traditionslinien der Differenzierungsfunktion der Staatsangehörigkeit auf. Daneben untersucht sie die historische Bewertung der Differenzierungswirkung und Strategien zu ihrer Überwindung. Dieser Titel erscheint auch Open Access.
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2026
- Copyrightjahr
- 2026
- ISBN-Print
- 978-3-7560-2165-9
- ISBN-Online
- 978-3-7489-5713-3
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Rechtsgeschichtliche Forschungen
- Band
- 12
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 421
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Widmung
- Vorwort
- A. Diskriminierung durch Staatsangehörigkeit, Nichtdiskriminierung und Integration
- B. Forschungstradition und Forschungsstand
- I. Zeitliche, räumliche und sachliche Beschränkung des Themas
- II. Der Begriff der Staatsangehörigkeit
- III. Kontextualisierungsebenen: Status, Diskriminierung und Diskriminierungsmotiv
- IV. Quellengrundlage
- D. Der Gang der Untersuchung
- I. Das Rechtsinstitut der Untertänigkeit
- II. Die Prägung durch die Landeshoheit
- III. Der Fremde als Untertan
- a) Bestandsaufnahme
- b) Gründe für die Differenzierung
- a) Die Rechtsinstitute Marklosung und Territorialretrakt
- b) Bestandsaufnahme
- c) Zeitgenössische Begründungen
- d) Die Untertänigkeit als maßgebliches Differenzierungskriterium
- 3. Abzugsgeld
- 4. Konkursrecht
- V. Fazit
- I. Begriff
- 1. Die Bearbeitung in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts
- 2. Die Bearbeitung ab Mitte des 18. Jahrhunderts
- 3. Die Neubewertung von Differenzierungen im Lichte des Indigenats
- a) Bestandsaufnahme
- b) Begründungen für die Differenzierung in der Ämtervergabe
- c) Die politische Bedeutung des Indigenats
- a) Bestandsaufnahme
- b) Begründungen für die Differenzierung
- IV. Fazit
- I. Der Vollbürger
- II. Die Abstufung des Bürgerrechts und Sonderformen
- 1. Grundbesitz
- 2. Bürgerliche Nahrung
- 3. Städtische Ämter
- IV. Fazit
- I. Bürger und Untertan im Naturrecht
- 1. Auswanderung und Abzugsgeld
- 2. Beamtenrecht
- III. Fazit
- I. Die Untertänigkeit als zeitgenössisches Pendant zum römischen Bürgerrecht
- II. Das Indigenat als zeitgenössisches Pendant zum römischen Bürgerrecht
- III. Die Stadtbürgerschaft als zeitgenössisches Pendant zum römischen Bürgerrecht
- IV. Römisches Recht ohne römisches Bürgerrecht
- I. Singularität oder Vielfalt der Genealogie
- II. Fremdheit als Resultat vieler Faktoren
- III. Differenzierungskriterien der Kodifikationsprojekte
- IV. Zeitgenössische Versuche einer Synthese
- I. Ancien Régime
- II. Das revolutionäre Recht
- III. Der Code civil
- 1. Darstellungen und Übersetzungen
- 2. Indigenat und Franzoseneigenschaft
- 3. Erklärung mit römischem Recht und Naturrecht
- 1. Die Diskussion der Übernahme des Code civil
- 2. Die privaten und offiziellen Übersetzungen mit Gesetzeskraft
- 3. Die bayerischen Entwürfe von 1808 und 1811
- 4. Das Badische Landrecht
- 5. Die Übernahme mit Einführungsgesetzen in Arenberg und Berg
- III. Fazit
- I. Das Sechste badische Konstitutionsedikt
- 1. Die Regelungen der Verfassung von 1808
- 2. Die Entwürfe der Organisationskommission
- 3. Das Edikt über das Indigenat von 1812
- III. Fazit
- I. Mehrstufige Indigenatverfassungen
- II. Einstufige Modelle
- III. Fazit
- E. Differenzierungskriterien in der wissenschaftlichen Diskussion
- F. Ausblick
- G. Fazit
- I. Beschränkung und Abschaffung des Abzugsgeldes
- II. Die Abschaffung des droit d‘aubaine
- III. Verträge über die Stellung im Konkurs
- I. Die Retorsionsklausel im Konkurs
- II. Die Retorsionsklausel im Abzugsgeld
- III. Fazit
- I. Enttäuschte Erwartungen an den Rheinbund
- 1. Die Forderung nach freiem „Handel und Wandel“
- 2. Nationaleinheit durch Rechtseinheit
- 3. Nationaleinheit durch ein Reichsbürgerrecht
- 4. Fazit
- III. Überlegungen der Großmächte vor dem Wiener Kongress
- 1. Die Verhandlungen bis zur polnisch-sächsischen Krise
- a) Marschall von Biebersteins Musterverfassung eines deutschen Staates
- b) Marschall von Biebersteins Entwurf einer deutschen Bundesverfassung
- c) Weitere Vorschläge der Mindermächtigen
- 3. Der weitere Gang der Verhandlungen
- 4. Art. 18 der Deutschen Bundesakte im Spiegel der Abschlussberichte
- 5. Fazit
- 1. Erwartungen an die Bundesversammlung
- 2. Das Kompetenzproblem
- 3. Der Bundesbeschluss über die Freiheit von Nachsteuer und Abzugsgeld
- 4. Vereinheitlichung der Militärpflicht zur Beförderung der Freizügigkeit
- 5. Fazit
- VI. Art. 18 der Deutschen Bundesakte im Spiegel der Wissenschaft
- 1. Art. 18 der Deutschen Bundesakte als Begründung eines deutschen Bürgerrechts
- 2. Erwerb und Besitz von Grundeigentum in anderen Bundesstaaten
- VIII. Fazit
- D. Die Zollvereinigungsverträge
- E. Ausblick
- F. Fazit
- A. Entwicklung von Differenzierungskategorien und Staatsangehörigkeit
- B. Institute zur Aufhebung von Differenzierungen
- Ungedruckte Quellen
- Gedruckte Quellen und Literatur
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