Verfassungsrealismus
Das Staatsverständnis von Karl Loewenstein- Herausgeber:innen:
- Reihe:
- Staatsverständnisse, Band 17
- Verlag:
- 2007
Zusammenfassung
Die Zahl der Staatsrechtler, die die Weimarer Verfassung mit Leidenschaft verteidigten, war gering; noch geringer war die Zahl derer, die auch auf ihrem Fachgebiet früh zu einer pluralistischen Sicht von "Staat" und "Volk" – und damit nach "Westen" – durchdrangen. Zu ihnen zählte Karl Loewenstein, der in seiner politikwissenschaftlich orientierten Verfassungslehre ein gegen die Tradition gerichtetes, entontologisiertes Staatsverständnis entwarf, indem er Verfassung, Institutionen und Gesellschaft "realistisch" begriff. Danach ist der demokratische "Staat" nur der durch "checks and balances" kontrollierte politische Prozess, der sich als Kampf um Macht auf der Grundlage einer Verfassung in offener aber zugleich verfahrensmäßig "zivilisiert-rationaler" Weise vollzieht – und der notfalls als "militant democracy" verteidigt werden muss. Dieser "Verfassungsrealismus" wird in seinen staatstheoretischen und politikwissenschaftlichen Entwicklungs- und Rezeptionslinien (Politisches Denken; Max Weber; Hans Kelsen / Ernst Fraenkel) sowie anhand zentraler Werkaspekte (Verfassungsgerichtsbarkeit; Demokratieschutz; Präsidentialismus in Lateinamerika; Pluralismus im Spätwerk) erörtert.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2007
- ISBN-Print
- 978-3-8329-3055-4
- ISBN-Online
- 978-3-8452-0463-5
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Staatsverständnisse
- Band
- 17
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 224
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 10
- Robert Chr. van Ooyen
- Politics, Staatsrecht und die demokratische Kontrolle der Macht im Spiegel totalitärer Erfahrung Kein Zugriff Robert Chr. van Ooyen
- Persönliche Erinnerungen an Karl Loewenstein Kein Zugriff Seiten 33 - 41 Luzius Wildhaber
- Politisches Denken bei Loewenstein Kein Zugriff Seiten 41 - 82 Markus Lang
- Karl Loewenstein, Max Weber und der politikwissenschaftliche Realismus Kein Zugriff Seiten 83 - 103 Andreas Anter
- Verfassungsrealismus als sozial-liberal-demokratisches Projekt: Lassalle – Kelsen – Fraenkel – Loewenstein Kein Zugriff Seiten 103 - 134 Robert Chr. van Ooyen
- Karl Loewenstein und die Verfassungsgerichtsbarkeit Kein Zugriff Seiten 135 - 157 Daniel Burchardt
- Von der Repression zur Rechtsstaatlichkeit Karl Loewenstein und die Selbstverteidigung demokratischer Systeme Kein Zugriff Seiten 157 - 193 Matthias Stoffregen
- Präsidentialismus in Lateinamerika und Karl Loewenstein Kein Zugriff Seiten 193 - 201 Marcelo Neves
- Pluralismus und Verfassung in Loewensteins Spätwerk Kein Zugriff Seiten 201 - 222 Markus Lang
- Autoren Kein Zugriff Seiten 223 - 224





