
Die Fremdheit des Rechts
Aufzeichnungen eines fragilen Versprechens- Autor:innen:
- Verlag:
- 2021
Zusammenfassung
Vielfältige Modalitäten des Appells, der Unterbrechung und Transzendenz konfigurieren die Erfahrung des Rechts. Der Anspruch, das gesellschaftliche Verfügen zu überschreiten, vermittelt rechtlichen Strukturen ausgeprägte Tendenzen der Entfremdung. Doch die ärgerliche Widerständigkeit gegenüber dem unbefangenen Denken und Handeln bekundet auch beharrlich die Grenzen des herrschenden Bewusstseins und meldet dahinter die Ansprüche des Ausgeschlossenen, Übersehenen und Unvernommenen an. Durch die vermachtete Dürftigkeit gegebener Rechtsverhältnisse hindurch nährt Recht so den befreienden Sinn für das Andere. Höchst prekär, immer ungewiss, aber eben darin unauslöschlich.
In der Rekonstruktion einer unterbelichteten Linie moderner Rechtstheorie, die vom Deutschen Idealismus zum Alteritätsdenken des 20. Jahrhunderts führt, erkundet die Studie das schillernde Versprechen rechtlicher Fremdheit.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2021
- ISBN-Print
- 978-3-95832-243-1
- ISBN-Online
- 978-3-7489-1259-0
- Verlag
- Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 432
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten 1 - 6 Download Kapitel (PDF)
- Vorwort Seiten 7 - 9 Download Kapitel (PDF)
- Einleitung Seiten 10 - 40 Download Kapitel (PDF)
- Kelsen: Erhabenheit als Implikation positiver Normenordnung
- Schmitt: Erhabenheit als Implikation souveräner Entscheidung
- Benjamins Kritik
- Die weltbürgerliche Unendlichkeit des Rechts (Kant)
- Die Heiligkeit des Rechts als Movens der Weltgeschichte
- Pluralität der Gewalten
- Sittlichkeit als Dynamik zwischen Institution und Gesellschaft
- Pluralität sittlicher Sphären
- Pluralität der Staaten
- Mittelbarkeit als Strukturprinzip der Rechtsverwirklichung
- Exposition und Verschüttung der Alterität in Hegels Rechtsphilosophie
- Die Stellung von Barths Theologie zur Philosophie
- Zwischen Kant und Hegel: Recht als spannungsvoller Widerspruch
- Die Alteritätslogik des Rechts
- »Höchst indirekte Identität«
- Gegen Kant und Hegel: Richtiges Recht als Instanz messianischer Gegengeschichte
- Die Fundamentalität der Menschenrechte und ihr prophetischer Alteritätssinn
- Befreiung durch Gesetz
- Kritik der Politik
- Mit Lévinas über Lévinas hinaus
- Affirmation der Aporie
- Das Versprechen am Grund des Rechts
- Die Iterabilität des Rechts
- Das Problem der Autoimmunität
- Kritik der Souveränität
- Übergang: Ein anderer Modus der Rechtskritik Seiten 298 - 306 Download Kapitel (PDF)
- Die gesellschaftliche Textur rechtlichen Sinns
- Tugenden und Abgründe der öffentlichen Institutionenordnung
- Das Institutionelle
- Das Formale
- Das Öffentliche
- Schluss Seiten 383 - 399 Download Kapitel (PDF)
- Literaturverzeichnis Seiten 400 - 432 Download Kapitel (PDF)




