
Die Würde der Verletzlichen
- Autor:innen:
- Verlag:
- 2022
Zusammenfassung
Die modernen Verfassungen sprechen dem Menschen »Würde« zu. Doch was ist damit genau gemeint? Noch immer ist die Bedeutung des Begriffs der menschlichen Würde relativ unklar. Viele Deutungen setzen bei auszeichnenden Eigenschaften des Menschen – wie Autonomie oder Handlungsfähigkeit – an, um die Würde zu erklären. Sie sind aber mit dem Problem konfrontiert, dass einige Menschen den damit gesetzten Anforderungen nicht entsprechen (zum Beispiel Kleinkinder oder Menschen mit Demenz). Die vorliegende Interpretation geht davon aus, dass Menschen unverfügbare Subjekte darstellen, weil sie natürlich geworden sind und einen eigenen Lebensvollzug aufweisen. Sie weisen von ihrer Natalität her einen Selbststand auf, der eine normative Unverfügbarkeit indiziert. Dies bedeutet insbesondere, dass alles Handeln gegenüber Menschen begründbar sein muss. Der Lebensvollzug von Menschen ist hierbei besonders gegenüber demjenigen von Tieren von besonderer Art. Das menschliche Leben ist von einer spezifischen Verletzbarkeit bestimmt, die sich besonders in drei Dimensionen zeigt: Menschen sind in körperlicher, psychischer und sozialer Hinsicht verletzlich. Die Würde des Menschen wird missachtet, wenn diese Verletzbarkeit und Fragilität des Menschen ausgeblendet wird.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2022
- ISBN-Print
- 978-3-95832-303-2
- ISBN-Online
- 978-3-7489-3759-3
- Verlag
- Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 240
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten 1 - 10 Download Kapitel (PDF)
- Vorwort Seiten 11 - 11 Download Kapitel (PDF)
- Einleitung Seiten 12 - 14 Download Kapitel (PDF)
- Vorgeschichte
- Durchbruch zum modernen Verständnis
- Handlungsfähigkeit (agency)
- Demütigung und Selbstachtung
- Kommunikationsfähigkeit
- Rechtswissenschaftliche Diskussion
- Geprägt durch Kant
- Autonomie und Vernunft
- Das Problem der Marginal Cases
- Antworten auf den Speziesismus-Vorwurf
- Natur des Menschen
- Und Kant?
- Selbstachtung
- Fehlende Universalität
- Gewordenes und Artefakte
- Selbststand
- Gewordenes und Gewachsenes
- Besonderheit des natürlich Gewordenen (Dworkin)
- Grundlegender als Autonomie
- Begründungspflicht
- Zwei Dimensionen
- Das Erfordernis guter Gründe
- Moralische Universalität
- Arten von Leben
- Natalität
- Autonomie und Leib
- Keine Artefakte
- Menschliches Handeln
- Situierte Autonomie
- Dimensionen der Verletzlichkeit
- Eine tiefe Versehrbarkeit
- Komplexe Sozialität
- Soziale Vulnerabilität
- Psychische Vulnerabilität
- Würde des Menschen
- Nochmals ein Blick auf die Marginal Cases
- Würde als Schutz
- Drei Fragen
- Gemachte Natur
- Sein und Sollen
- Kants Dichotomie von Personen und Sachen
- Vorbemerkungen zum zweiten Teil
- Beispiele von Würde-Verletzungen
- Instrumentalisierungsverbot
- Objektformel
- Vorbemerkungen
- Missachtung der Verletzlichkeit
- Würde als Rahmung
- Zwei Komponenten
- Bloß als Mittel (Parfit)
- Anwendung auf Beispiele
- Eng und weit zugleich
- Vorbemerkungen
- Inhaltlicher Zusammenhang
- Formaler Zusammenhang
- Begründete Einschränkungen
- Unverfügbarkeit von Tieren
- Diskussion um Tierrechte
- Gerechtfertigtes Handeln
- Zur Umsetzung im positiven Recht
- Zwei normative Ordnungen
- Würde als Verbindungsglied zwischen Recht und Moral
- Verrechtlichung der Menschenrechte
- Stufen des Menschenrechtsschutzes
- Vorbemerkungen
- Bedürfnisansatz
- Begründung in Interessen
- Zusatzannahme 1: Allgemeinheit
- Zusatzannahme 2: Gleichheit
- Vergleich mit der Begründung in der Würde
- Naturalismus-Kritik
- Naturrecht und Menschenrechte
- Probleme klassisch-naturrechtlicher Begründung
- Problematik einer religiösen Begründung im Speziellen
- Positivrechtliche Begründung
- Probleme positivrechtlicher Begründung
- Integration
- Unveräußerlich und angeboren
- Eine besondere Form des Lebens
- Unveräußerlichkeit
- Vorbemerkungen zum dritten Teil
- Moderne Staatslegitimation
- Das Individuum als legitimierende Instanz
- Grundlagen des Rechts
- Zirkularität?
- Primat der Politik?
- Primat des Rechts?
- Nochmals: Zirkularität?
- Mehrdimensionalität
- Gründe in Verwaltung und Justiz
- Sphären der Argumentation
- Balance
- Menschenwürde als Rechtsbegriff
- Zwei Hauptbedeutungen
- Juristische Doktrin
- Vergleich
- Beginn des Menschenwürdeschutzes
- Politische Setzung
- Konkretisierungsstufen
- Abwehrrechte
- Sozialrechte
- Politische Rechte
- Gruppenrechte
- Soziale Dimension
- Normkollisionen
- Das Problem der Abwägung
- Menschenwürde als Grundlage
- Anwendung
- Abwägungsresistente Menschenwürde
- Menschlichkeit ohne Würde (Sangiovanni)
- Fragen
- Fazit
- Schluss: Die zwei Seiten der Würde Seiten 217 - 219 Download Kapitel (PDF)
- Literatur Seiten 220 - 240 Download Kapitel (PDF)




