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Monographie Kein Zugriff

Vielfalt des Schreibens

Zur Dialogizität schriftlicher Äußerungen im Spannungsfeld von Konventionalisierung und Positionierung
Autor:innen:
Verlag:
 2013

Zusammenfassung

In einer Fortführung und Variation der russisch-sowjetischen sprachwissenschaftlichen Tradition, in welcher der Dialog Paradigma von Sprache ist und die zugleich Vygotskijs psychologisches Denken der Sprache kontextualisiert, gewinnt Andrea Karsten einen Begriff von Schreiben, der auf der Wechselseitigkeit psychisch-kommunikativer Tätigkeiten beruht und als eine Funktion dieser Tätigkeiten seinerseits vielfältige Formen ausbildet. Jede schriftliche Äußerung ist Teil eines Dialogs, der das Meinen und Sagen als Bildung und Einnahme einer Position, als das Ausformen einer Stimme in Bezug zu anderen, schon geäußerten oder auch möglichen, projizierten Positionen und Stimmen bestimmt. Diese Dimension des Dialogs für das Schreiben zu denken bedeutet, auch die zum Schreiben gehörenden kognitiven Prozesse als dialogische aufzufassen und Schreiberin und Schreiber in der Auseinandersetzung anzusiedeln: im Spannungsfeld der beiden gegenläufigen, eng miteinander verknüpften Prozesse Konventionalisierung und Positionierung. Die Arbeit schlägt den Bogen in die neuzeitliche psycholinguistische Schreibforschung, indem sie das Thema der Dialogizität aufnimmt und die dazugehörigen Größen des Anderen und des Kontextes auf der Grundlage moderner kommunikativ-linguistischer und soziologischer Theorien zu Genre und Positionen einbezieht. Der hier entwickelte Ansatz eröffnet im empirisch-analytischen Teil der Arbeit die Perspektive einer konkreten Anwendung für verschiedene Bereiche, die sich mit Schreiben befassen, wie etwa die Schreibvermittlung in Schul- und Hochschulpädagogik.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2013
ISBN-Print
978-3-86541-347-5
ISBN-Online
978-3-86541-591-2
Verlag
Lehmanns, Berlin
Sprache
Deutsch
Seiten
156
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
    1. Cover Kein Zugriff
    2. Titel Kein Zugriff
    3. Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff
    4. Vorwort Kein Zugriff
  1. 1 Schreiben – eine psycholinguistische Annäherung Kein Zugriff Seiten 12 - 15
      1. 2.1.1 Die funktionale Vielfalt des Sprechens Kein Zugriff
      2. 2.1.2 Die lebendige Äußerung als Untersuchungsgegenstand Kein Zugriff
      1. 2.2.1 Aktuelle Definitionen von Dialogizität Kein Zugriff
      2. 2.2.2 Die Rolle des Anderen Kein Zugriff
      3. 2.2.3 Die Rolle des Kontexts Kein Zugriff
      4. 2.2.4 Zentrifugale und zentripetale Kräfte in den Sphären derKommunikation Kein Zugriff
      1. 3.1.1 Das Hayes-Flower-Modell Kein Zugriff
      2. 3.1.2 Kritik am Hayes-Flower-Modell aus einer dialogisch orientierten Perspektive Kein Zugriff
      1. 3.2.1 Beispiele für kontext- und lesersensitive Herangehensweisen anSchreiben Kein Zugriff
      2. 3.2.2 Probleme einer dialogisch orientierten Untersuchung von Schreiben Kein Zugriff
    1. 3.3 Mündlichkeit und Schriftlichkeit – eine Frage der kulturellenPraktiken Kein Zugriff
    2. 3.4 Innere Dialogizität als Charakteristikum des Schreibens Kein Zugriff
    3. 3.5 Essenzen einer dialogisch orientierten Perspektive auf Schreiben Kein Zugriff
      1. 4.1.1 Genretheorie: Die konventionelle Formung kommunikativerEreignisse in Diskursgemeinschaften Kein Zugriff
      2. 4.1.2 Kommunikative Gattungen bei Luckmann: sprachlicheKonventionalisierung aus einem soziologischen Blickwinkel Kein Zugriff
      3. 4.1.3 Vielstimmigkeit der Äußerungen – die Entstehung sprachlicherGattungen nach Bachtin Kein Zugriff
    1. 4.2 Besonderheiten von Konventionalisierungsprozessen beimSchreiben Kein Zugriff
    2. 4.3 Analysemöglichkeiten für Konventionalisierungsprozesse beim Schreiben Kein Zugriff
      1. 5.1.1 Positioning Theory: zur Positionierung im Außen Kein Zugriff
      2. 5.1.2 Theorie des dialogischen Selbst: zur Positionierung im Innen Kein Zugriff
      3. 5.1.3 Positionierung: Eine Synthese der beiden Konzeptionen Kein Zugriff
    1. 5.2 Besonderheiten von Positionierungsprozessen beim Schreiben Kein Zugriff
    2. 5.3 Analysemöglichkeiten von Positionierungsprozessen beimSchreiben Kein Zugriff
    1. 6.1 Response – ein dialogisches schreibpädagogisches Verfahren Kein Zugriff
    2. 6.2 Zur Entstehung der Analysetexte Kein Zugriff
    3. 6.3 Bemerkungen zur Gattung wissenschaftlicher Hausarbeiten undKonkretisierung der Analysewerkzeuge Kein Zugriff
      1. 6.4.1 Konventionalisierungsanalyse Kein Zugriff
      2. 6.4.2 Positionierungsanalyse Kein Zugriff
    4. 6.5 Zusammenfassung der Analyseergebnisse und Einreihung in den Kontext der Untersuchung Kein Zugriff
  2. 7 Schreiben als vielgestaltige Tätigkeit: Rückblick und Ausblick Kein Zugriff Seiten 127 - 130
  3. Literatur Kein Zugriff Seiten 131 - 139
  4. Anhang Kein Zugriff Seiten 140 - 156

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