Technologieentwicklung als Institutionalisierungsprozess
Zur Entstehung einer soziotechnischen Welt- Autor:innen:
- Verlag:
- 2006
Zusammenfassung
Bei allen Fortschritten, die die Forschung über die soziale Formung von Technologie gemacht hat – viele Fragen sind noch nicht abschließend geklärt. Das gilt insbesondere für Innovationen auf neuen technologischen Gebieten, vor allem bei Schlüssel- und Querschnittstechnologien, die heute nur als Prozesse verteilter und disziplinüberschreitender Technologieentwicklung vorstellbar sind. Mit der Mikrosystemtechnologie nimmt sich Bender hier exemplarisch eines solchen Gebiets an: Er analysiert zum einen die Mechanismen, durch die voneinander unabhängige Akteure ihre Aktivitäten in einer Weise abstimmen, die High-Tech-Entwicklung überhaupt erst ermöglicht. Zum anderen fragt er gleichsam in der Gegenrichtung danach, wie die Akteure im Vollzug von Technologieentwicklung soziale Bedingungen mehr oder weniger systematisch verändern. Die begriffliche Klammer um diese doppelte Fragerichtung bildet die Konzeptualisierung von Technologieentwicklung als Institutionalisierungsprozeß. Das theoretische Interesse des Autors richtet sich also auf Formen und Bedingungen der Herstellung von Handlungsverbindlichkeit. Die empirische Analyse liefert damit zugleich einen Beitrag zu einer Theorie der Emergenz sozialer und kognitiver Strukturierung.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2006
- ISBN-Print
- 978-3-89404-543-2
- ISBN-Online
- 978-3-8452-6717-3
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 216
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- Vorbemerkung Kein Zugriff Seiten 7 - 8
- 1.1 Empirische Grundlagen und Gang der Darstellung Kein Zugriff
- 1.2.1 Institutionelle Bedingungen für Technologieentwicklung Kein Zugriff
- 1.2.2 Soziale Institutionen und Technik Kein Zugriff
- 1.3 Problemstellung: Koordination verteilter Technikentwicklung Kein Zugriff
- 1.4 Von der Netzwerkanalyse zur Analyse von Vernetzungsprozessen Kein Zugriff
- 2.1 Orientierung lokaler Praktiken durch eine globale Ordnung Kein Zugriff
- 2.2 Zur Bedeutung von Versprechen für die Dynamik von Technologieentwicklung Kein Zugriff
- 2.3 Entstehung von Handlungsverbindlichkeit Kein Zugriff
- 2.4 Wissens- und Praxisdomäne, techno-ökonomisches Feld, soziotechnische Welt Kein Zugriff
- 2.5 Technologieentwicklung als Institutionalisierungsprozess Kein Zugriff
- 3.1 Grenzüberschreitung als konstitutives Prinzip: struktureller Anwendungsbezug und Transdisziplinarität Kein Zugriff
- 3.2.1 Vorgeschichte der MST-Förderung in Deutschland Kein Zugriff
- 3.2.2 Zukunftsentwürfe: MST als „promising technology“ Kein Zugriff
- 3.2.3 Kontextualisierung: Auf- und Umbau von Kontexten als Koordinationsmodus Kein Zugriff
- 3.3 Formierung der MST als technologisches Genre und als soziotechnische Welt Kein Zugriff
- 4.1 Vorgeschichte und Anbahnung des Projekts: Generierung einer technologischen Idee Kein Zugriff
- 4.2 Rückwirkungen von Zukunftsperspektiven: Koordination durch Versprechen Kein Zugriff
- 4.3 Einbindungsmodus: Simultane Spezifizierung eines technologischen Versprechens und von Anwendungskontexten Kein Zugriff
- 4.4.1 Lokale Fertigungsbedingungen als bestimmender Faktor bei der Entwicklung von Mikrosystemen Kein Zugriff
- 4.4.2 Antizipierte Anwendungsbedingungen als bestimmender Faktor bei der Entwicklung von Mikrosystemen Kein Zugriff
- 4.5 Erstes Zwischenresümee: Wurzeln der Gegenwart in der Zukunft Kein Zugriff
- 5.1.1 Vorgeschichte und Entstehungszusammenhänge Kein Zugriff
- 5.1.2 Nexus I: Aufbau des Netzwerks (1992-1995) Kein Zugriff
- 5.1.3 Zweites Zwischenresümee: Nexus als Prozess des Agenda-Setting Kein Zugriff
- 5.1.4 Nexus II: Put industry in command – Ausdifferenzierung der Technologie und des Netzwerks (1995-1996) Kein Zugriff
- 5.1.5 Nexus III-V: Auf dem Weg zu einem Industrieverband mit globaler Ausrichtung (1997-2001) Kein Zugriff
- 5.1.6 Wandel des Projekts zu einem Verband (nach 2001) Kein Zugriff
- 5.1.7 Drittes Zwischenresümee: Grundlagen einer soziotechnischen Welt Kein Zugriff
- 5.2.1 Die Programmatik von Europractice Kein Zugriff
- 5.2.2 Die Entwicklung von Europractice Kein Zugriff
- 6.1 Nexus und Europractice: Unterschiedliche Formen der Koordination verteilter Akteure Kein Zugriff
- 6.2.1 Organisierte Antizipation Kein Zugriff
- 6.2.2 Entstehung von Irreversibilität Kein Zugriff
- 6.3 Schlussbemerkungen Kein Zugriff
- Literatur Kein Zugriff Seiten 199 - 214
- Verzeichnis der Abbildungen und Tabellen Kein Zugriff Seiten 215 - 216





