Ausnahmezustand
Carl Schmitts Lehre von der kommissarischen Diktatur- Herausgeber:innen:
- Reihe:
- Staatsverständnisse, Band 57
- Verlag:
- 2013
Zusammenfassung
Im Zentrum der Reihe Staatsverständnisse steht die Frage: Was lässt sich den Ideen früherer und heutiger Staatsdenker für ein zeitgemäßes Verständnis des Staates entnehmen?
Jeder Staat kann in eine Notlage (Staatsnotstand) geraten, in der er – durch Verhängung des Ausnahmezustands – das Recht für eine gewisse Zeit suspendieren muss, um mit aller Macht gegen eine existentielle Bedrohung oder gar seine eigene Vernichtung anzugehen. Carl Schmitt hat diesen Zustand als „kommissarische Diktatur“ bezeichnet. Eine solche Lage tritt dann ein, wenn die von der Verfassung vorgegebene Ordnung in Gefahr ist, zerstört oder zumindest grundlegend beeinträchtigt zu werden.
Der Ausnahmezustand ist das letzte Mittel eines Staates, um seine Rechtsordnung, seine Sicherheit und letztlich seinen Bestand gegen massive Angriffe zu verteidigen. Allerdings ist er nur zur Bewältigung einer extremen, zeitlich begrenzten Gefahrenlage akzeptabel. Dieser Zustand wird jedoch oft auch dann noch aufrechterhalten, wenn sich die Lage wieder beruhigt hat. Herrschende Eliten versuchen auf diese Weise, ihre Position auf Dauer zu stellen.
Aus staatsrechtlicher, politikwissenschaftlicher und historischer Perspektive, aber auch aus Sicht der praktischen Politik ist die Ausnahme ein überaus interessantes Forschungsobjekt. Das schlägt sich auch in den Beiträgen dieses Sammelbandes nieder, der in drei Teile gegliedert ist, in denen das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet wird.
Publikation durchsuchen
Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2013
- Copyrightjahr
- 2013
- ISBN-Print
- 978-3-8487-0465-1
- ISBN-Online
- 978-3-8452-4771-7
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Staatsverständnisse
- Band
- 57
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 265
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 8
- Ausnahmezustand. Wird die Statue der Freiheit nur kurzzeitig verhüllt, oder wird sie auf Dauer zerstört? Kein Zugriff Seiten 9 - 16Autor:innen:
- Ideengeschichtliche Verortung Kein Zugriff Seiten 17 - 18Autor:innen:
- Machiavellis dittatori und Carl Schmitts Diktatur Kein Zugriff Seiten 19 - 44Autor:innen:
- Der absolute Staat und die Ausnahme bei Jean Bodin Kein Zugriff Seiten 45 - 57Autor:innen:
- Der Leviathan zwischen „demokratischer“ Zähmung und „totaler“ Entgrenzung. Schmitt, Hobbes und der Ausnahmezustand als staatstheoretische Herausforderung Kein Zugriff Seiten 58 - 82Autor:innen:
- Carl Schmitts „Ausnahmezustand“ Kein Zugriff Seiten 83 - 84Autor:innen:
- Ausnahmezustand. Carls Schmitts Lehre von der kommissarischen Diktatur Kein Zugriff Seiten 85 - 114Autor:innen:
- Preußische Bindungen. Carl Schmitts „Ausnahmezustand“ in verfassungsgeschichtlicher Perspektive Kein Zugriff Seiten 115 - 127Autor:innen:
- Der verdrängte Carl Schmitt. Ernst-Wolfgang Böckenfördes Diagnostik des Ausnahmezustandes Kein Zugriff Seiten 128 - 143Autor:innen: |
- Das Leben als Ausnahmezustand. Carl Schmitts Repräsentation Kein Zugriff Seiten 144 - 160Autor:innen:
- Globale und regionale Ausnahmezustände Kein Zugriff Seiten 161 - 162Autor:innen:
- Die Entgrenzung des Ausnahmezustands: global und permanent? Kein Zugriff Seiten 163 - 184Autor:innen:
- Rande der Republik. Ausnahmezustände und Dekolonisierungskonflikte in der V. Französischen Republik Kein Zugriff Seiten 185 - 208Autor:innen:
- Ausnahmezustand, organisierte Kriminalität und sozialer Wandel. Beobachtungen zum Drogenkrieg in Mexiko Kein Zugriff Seiten 209 - 232Autor:innen:
- Die Humanisierung des internationalen Rechts aus der Perspektive des Ausnahmezustands Kein Zugriff Seiten 233 - 262Autor:innen:
- Autoren Kein Zugriff Seiten 263 - 265





