
Freundschaft als Liebe zur Welt
Im Kino mit Hannah Arendt- Autor:innen:
- Verlag:
- 23.03.2018
Zusammenfassung
Warum ist es überhaupt notwendig, dass Freundinnen oder Freunde existieren? Wie der Film Rebel without a Cause (1955, R: Nicholas Ray) exemplarisch zeigt, sind Freundschaften nicht nur soziale Verhältnisse, sondern für das Leben existenziell und dem lebensbedrohenden Alleinsein entgegengesetzt. In diesem Sinne steht der Film dem Existentialismus der 1950er Jahre ausgesprochen nahe. So ist es nur auf den ersten Blick verwunderlich, dass die Themen des Films Alleinsein, Liebe und Freundschaft bei Hannah Arendt zu entdecken sind. Die Engführung bekannter Hollywood-Filme und der Schriften Hannah Arendts, in denen sie die Existenzphilosophie ihrer Lehrer Martin Heidegger und Karl Jaspers um eine pluralistische Dimension erweitert, erlaubt einen neuen Blick auf das Phänomen Freundschaft. Auf die bei Immanuel Kant gestellte Frage, warum es notwendig ist, dass Menschen im Plural existieren, findet Arendt die Antwort, dass nur Menschen eine gemeinsame Welt etablieren können, in der sie als politische und nicht als kreatürliche Wesen zusammenkommen. Der grundlegende Modus dieser Etablierung einer gemeinsamen Welt ist die Tätigkeit der Freundschaft. Diesen Gedanken und die Rekonstruktion eines über die vergangenen 2000 Jahre verloren gegangenen Verbs der Freundschaft verfolgt das vorliegende Buch anhand weiterer Filme und den Schriften Arendts. In drei Kapiteln zum Miteinander-Reden, Miteinander-Handeln, und Miteinanderdie- Welt-Lieben geht die Arbeit, jeweils anhand eines Filmbeispiels, den Tätigkeiten der Freundschaft nach, um Antworten auf die Freundschaftsproblematik aus "Rebel without a Cause" zu finden. Gleichzeitig werden mit Arendt die Begriffe und Konzepte sondiert, die helfen, die Filme in niedergeschriebene Philosophie zu integrieren. So wird nicht nur begründet, warum es notwendig ist, Freundschaften einzugehen und tätig zu pflegen, sondern werden die auch existenzphilosophischen Aspekte in Hannah Arendts Denken herausgearbeitet.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2017
- Erscheinungsdatum
- 23.03.2018
- ISBN-Print
- 978-3-8452-9253-3
- ISBN-Online
- 978-3-8452-9253-3
- Verlag
- Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 304
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- Warum ist es notwendig, dass Freunde existieren? Kein Zugriff
- Das fehlende Verb der Freundschaft Kein Zugriff
- »Doing a piece of the road together« Kein Zugriff
- Kants Definitionen der Freundschaft Kein Zugriff
- Arendts Gedanken zu Lessing und zur Pluralität Kein Zugriff
- Die jeweils eigenen Lebenseinstellungen Kein Zugriff
- Zusammen sitzen Kein Zugriff
- Zusammen singen Kein Zugriff
- Zusammen fluchen und mitleiden Kein Zugriff
- Mitteilen als Bedingung des Denkens Kein Zugriff
- Das urteilende Gespräch der Freunde Kein Zugriff
- Geschmack als Freundschaftsband Kein Zugriff
- Das Selbst ist eine Art Freund Kein Zugriff
- Vorsätzliches Handeln Kein Zugriff
- Existenzielles Handeln Kein Zugriff
- Unter Gleichen – negative Freiheit Kein Zugriff
- Mit anderen – positive Freiheit Kein Zugriff
- Spontaneität – existenzielle Freiheit Kein Zugriff
- Verzeihen und Versprechen Kein Zugriff
- Miteinander anfangen Kein Zugriff
- Das Private Kein Zugriff
- Das Öffentliche Kein Zugriff
- Die einzige Welt Heideggers Kein Zugriff
- Die Welten des Augustinus Kein Zugriff
- Die politischen Mitweltlosigkeiten Kein Zugriff
- Die existenziellen Mitweltlosigkeiten Kein Zugriff
- Arendts Ordnung von Welt Kein Zugriff
- Die Weitergabe der Mitwelt Kein Zugriff
- Die Liebe der Freundschaft Kein Zugriff
- Die Freundschaft der Drei Kein Zugriff
- Warum es notwendig ist, dass Freunde existieren Kein Zugriff
- Dank Kein Zugriff Seiten 282 - 283
- Siglen- und Abkürzungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 284 - 285
- Herangezogene und genannte Filme Kein Zugriff Seiten 286 - 286
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 287 - 304



