Verflüssigte Rhythmen
Flexible Arbeitszeitstrukturen und soziale Integration- Autor:innen:
- Verlag:
- 2006
Zusammenfassung
Flexible Arbeitszeiten gelten als einer der Schlüssel für die Modernisierung der Arbeitswelt. Sie stellen die industriellen Zeitinstitutionen von Normalarbeitstag und Feierabend, von Arbeitswoche und Wochenende grundlegend in Frage, und markieren die Rücknahme verbindlicher Arbeitszeitregelungen: Sie verlangen von den Einzelnen zunehmende Abstimmungsleistungen zwischen Arbeitsanforderungen und eigenen Zeitbedürfnissen – also eine aktive individuelle Zeitgestaltung. Hielschers Studie fragt nach den Konsequenzen der flexiblen Arbeitszeiten für die Interaktion der Individuen und für den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft. Wie koordinieren die Beschäftigten gemeinschaftliche Aktivitäten in der Lebenswelt? Wie kommt Sozialzeit, gemeinsame Zeit mit Anderen zustande? Ausgehend von verschiedenen betrieblichen Flexibilitätsmodellen analysiert der Autor die individuellen Zeitarrangements der Beschäftigten zwischen betrieblichen Anforderungen, familiären Verpflichtungen und privaten Interessen. In diese Arrangements ist die teils vereinfachte, teils erschwerte, teils gelingende und teils scheiternde Herstellung gemeinsamer Zeit eingebettet. Die Resultate erschließen die Grundlage für eine Diskussion der Modernisierungsfolgen für Vergemeinschaftung und soziale Integration in der Gegenwartsgesellschaft.
Publikation durchsuchen
Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2006
- ISBN-Print
- 978-3-89404-539-5
- ISBN-Online
- 978-3-8452-6754-8
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 240
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 9 - 10
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 11 - 18
- 1.1 Zeit als soziale Zeit Kein Zugriff
- 1.2.1 Soziale Integration Kein Zugriff
- 1.2.2 Kopräsenz, soziale Identität und soziale Integration Kein Zugriff
- 1.2.3 Gemeinsame Zeit im Alltag: Zur Konzeption von Sozialzeit Kein Zugriff
- 1.3.1 Zeitinstitutionen Kein Zugriff
- 1.3.2 Zeithandeln und Zeitarrangements der Individuen Kein Zugriff
- 1.4.1 Reflexive Modernisierung als Gegenwartsdiagnose Kein Zugriff
- 1.4.2 Entgrenzung von Arbeit und zeitliche De-Strukturierung Kein Zugriff
- 1.4.3 Soziokultureller Wandel und neue Zeitpraxen Kein Zugriff
- 1.5 Zwischenresümee Kein Zugriff
- 2.1.1 Organische Zeitstrukturen der vorkapitalistischen Arbeit Kein Zugriff
- 2.1.2 Konkurrierende Zeitordnungen in der Industrialisierung Kein Zugriff
- 2.1.3 „Arbeitszeit“ und „Freizeit“ im Industriekapitalismus Kein Zugriff
- 2.2.1 Durchsetzung von Normalarbeitszeitstandards Kein Zugriff
- 2.2.2 Normalarbeitszeit als moderne Zeitinstitution Kein Zugriff
- 2.2.3 Normalarbeitszeit und Normalarbeitsverhältnis Kein Zugriff
- 2.3.1 Forderung nach Zeitsouveränität Kein Zugriff
- 2.3.2 Diskriminierung von „atypischen“ Beschäftigungsverhältnissen Kein Zugriff
- 2.3.3 Neoliberale Kritik an den Schutzfunktionen des Normalarbeitsverhältnisses Kein Zugriff
- 2.4 Zwischenresümee Kein Zugriff
- 3.1 Paradigmenwechsel in der Arbeitszeitpolitik Kein Zugriff
- 3.2 Flexibilisierungsschub in den 1990er Jahren Kein Zugriff
- 3.3.1 Arbeitszeitflexibilisierung und industrielle Beziehungen Kein Zugriff
- 3.3.2 Nutzung flexibler Arbeitszeitregelungen durch die Beschäftigten Kein Zugriff
- 3.3.3 Flexibilisierung und soziale Synchronisation Kein Zugriff
- 4.1 Empirische Basis Kein Zugriff
- 4.2 Auswertung Kein Zugriff
- 5.1.1 Portrait des Betriebes Kein Zugriff
- 5.1.2 Determinanten der Arbeitszeitgestaltung: Beschäftigungssicherung und Produktivitätspolitik Kein Zugriff
- 5.1.3.1 Geringe individuelle Optionalität Kein Zugriff
- 5.1.3.2 Zeitstrukturen des Alltags Kein Zugriff
- 5.1.3.3 Koordinationsprobleme zwischen „Arbeit und Leben“ Kein Zugriff
- 5.1.4 Resümee: Die Dominanz des betrieblichen Zeitgebers Kein Zugriff
- 5.2.1 Portrait des Betriebs Kein Zugriff
- 5.2.2 Determinanten der Arbeitszeitgestaltung: Das Spannungsverhältnis zwischen Pflegequalität, Arbeitsqualität und Kostendeckung Kein Zugriff
- 5.2.3.1 Zeitressource Blockfreizeit Kein Zugriff
- 5.2.3.2 Bezugspunkte der Zeitgestaltung Kein Zugriff
- 5.2.3.3 Betriebliche Aushandlungsprozesse Kein Zugriff
- 5.2.4 Resümee: Zeitoptionen als Ressource zur Stabilisierung des Alltags Kein Zugriff
- 5.3.1 Portrait des Betriebs Kein Zugriff
- 5.3.2 Determinanten der Arbeitszeitgestaltung: Flexibilitätskultur und selbst gesteuerte Arbeit Kein Zugriff
- 5.3.3.1 Nur geringfügige Nutzung von neuen Freizeitblöcken Kein Zugriff
- 5.3.3.2 Graue Mehrarbeit: Die Dominanz des Arbeitsprozesses Kein Zugriff
- 5.3.3.3 „Ob Fußball spielen oder Server einrichten, ist doch Freizeitbeschäftigung“: Die subjektive Orientierung auf die Berufsarbeit Kein Zugriff
- 5.3.3.4 Grenzen der Autonomie: Die schwierige Durchsetzung verlässlicher Alltagsrhythmen Kein Zugriff
- 5.3.3.5 Individuelle Arbeitszeitabwägungen und betriebliche Aushandlungsprozesse Kein Zugriff
- 5.3.4 Resümee: Uneingelöste Zeitoptionen hochflexibler Arbeit Kein Zugriff
- 6.1.1 Rhythmisierung der Alltagszeit Kein Zugriff
- 6.1.2 Verflüssigung von Arbeitszeit und Sozialzeit Kein Zugriff
- 6.2 Das Wochenende als Ankerpunkt flexibler Zeitgestaltung? Kein Zugriff
- 6.3 Individuelle Zeitarrangements und betriebliche Zeitkultur im Spannungsverhältnis Kein Zugriff
- 6.4 Neue Freizeitblöcke als Ressource für gemeinsame Zeit? Kein Zugriff
- 6.5 Resümee: Individuelle Zeitstrukturierung zwischen Restriktionen und neuen Ressourcen Kein Zugriff
- 7.1 Arbeitszeitflexibilisierung als Zeitstrukturwandel Kein Zugriff
- 7.2.1 Autonomiegewinn und Verfügbarkeitsanforderung Kein Zugriff
- 7.2.2 Persistenz von Zeitinstitutionen und neue Zeitmuster Kein Zugriff
- 7.3 Strukturierung von Zeit zwischen Individuum und Institution Kein Zugriff
- 7.4 Reflexive Sozialintegration Kein Zugriff
- 7.5 Optionalitätssicherung und Flexibilitätsbegrenzung: Anforderungen an Zeitpolitik Kein Zugriff
- Verzeichnis der Abbildungen und Tabellen Kein Zugriff Seiten 227 - 228
- Literatur Kein Zugriff Seiten 229 - 240





