Cover des Buchs: Kritik der Neuroästhetik
, um zu prüfen, ob Sie einen Vollzugriff auf diese Publikation haben.
Monographie Kein Zugriff

Kritik der Neuroästhetik

Für die operationalistische Wiederentdeckung des Kunstwerks
Autor:innen:
Verlag:
 2020

Zusammenfassung

Die Entwicklung der kognitiven Neurobiologie sehen viele Neurowissenschaftlern als eine Herausforderung der exakten Wissenschaften an die alten Theorien des Geistes. Von einem neuen Menschenbild ist die Rede. Da diese kognitivistische Wende sich primär in der Entschlüsselung der visuellen Wahrnehmung vollzog, blieb es nicht aus, dass sie schließlich zu einer eigenen Neuroästhetik der bildenden Kunst führte. Parallel dazu vereinten sich neurologische Forschungen über die Audition mit kognitivistischen Ansätzen innerhalb der Musiktheorie zu einer hirnphysiologisch fundierten Musikpsychologie.

Die vorliegende Studie beschäftigt sich kritisch mit den hiermit verbundenen Ansprüchen an eine neue, wissenschaftlich begründbare Ästhetik und zeigt, dass Erkenntnisse über die neurologischen Korrelate von bildnerischen oder musikalischen Tätigkeiten nicht gleichzeitig weiterführende Einsichten über das Wesen der Kunst ermöglichen.

Vielmehr werden diese Korrelate erst dann als biologische Grundlagen der Kunst fassbar, wenn die Koordination der zuständigen neuronalen Elemente, ihre »Bindung«, auf die immanenten Strukturanforderungen künstlerischer Kompositionalität bezogen werden kann. Dabei richtet sich die Kritik des Autors vor allem auf die beiden exponiertesten Vertreter der Neuroästhetik, Semir Zeki und Eric Kandel sowie auf den neurobiologischen Konstruktivismus von Wolf Singer. Er zeigt, dass es sich bei den dort formulierten Theorien der Kunst und des Geistes um einen halbierten Operationalismus handelt, dem er einen unreduzierten Operationalismus der sinnregulierten Wirklichkeit entgegensetzt. Diesen skizziert er mit Bezug auf die generative Linguistik von Noam Chomsky, die genetische Erkenntnistheorie von Jean Piaget und den interpretativen Strukturalismus von Ulrich Oevermann. Dabei bringt er auch die neuartigen autonomieästhetischen Perspektiven dieser Positionen zur Geltung.


Publikation durchsuchen


Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2020
ISBN-Print
978-3-95832-224-0
ISBN-Online
978-3-7489-1130-2
Verlag
Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
Sprache
Deutsch
Seiten
148
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
  2. Einleitung Kein Zugriff Seiten 9 - 24
    1. Die Neurowissenschaft der auditiven Wahrnehmung als neue Musikpsychologie Kein Zugriff
    2. Eric Kandels neurophysiologische Fundierung der kunstpsychologischen Ästhetik Kein Zugriff
    3. Semir Zeki über das Gehirn als Erkenntnismaschine Kein Zugriff
    1. Der Primat der Was-Frage in Chomskys Universalgrammatik mit ihrem nichtreduktionistischen Materialismus Kein Zugriff
    2. Der genetische Strukturalismus über die Transformationslogik der kognitiven Selbsttätigkeit Kein Zugriff
    3. Der Pragmatismus von George H. Mead über die soziale Wirklichkeit des Geistes Kein Zugriff
    4. Conrad Fiedlers enaktivistische Ästhetik Kein Zugriff
  3. Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 144 - 148

Ähnliche Veröffentlichungen

aus dem Schwerpunkt "Theoretische Soziologie", "Wissenschaftstheorie", "Soziologie allgemein", "Kultursoziologie & Wissenssoziologie"
Cover des Buchs: Wissenschaftstheorie
Lehrbuch Kein Zugriff
Gerhard Schurz
Wissenschaftstheorie
Cover des Buchs: Gender Studies
Lehrbuch Kein Zugriff
Helma Lutz, Julia Schuster
Gender Studies
Cover des Buchs: Integrale Kosmologie ohne Urknall
Monographie Kein Zugriff
Peter Franz Wilson
Integrale Kosmologie ohne Urknall
Cover des Buchs: Systemtheorie und Erzählen
Monographie Kein Zugriff
Ralf Kellermann
Systemtheorie und Erzählen
Cover des Buchs: Hinter der Lage
Monographie Kein Zugriff
David Czudnochowski
Hinter der Lage