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Assistierter Suizid
Zum gesellschaftlichen Diskurs und seinem Einfluss auf betagte und hochbetagte Menschen- Autor:innen:
- Reihe:
- Young Academics: Perspektiven auf Pflege, Band 2
- Verlag:
- 26.05.2023
Zusammenfassung
Der gesellschaftliche Diskurs zum assistierten Suizid bei alten Menschen ist äußerst komplex und setzt sich u. a. mit Fragen der Ethik und Sterbekultur sowie mit Altersbildern auseinander. Stark beeinflusst wurde er vom Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2020, welches das Verbot des assistierten Suizids als verfassungswidrig einstufte. Heike Kautz führt diese Gerichtseinschätzung auf starke Individualisierung und den Rückgang solidarischer Gemeinschaft zurück. Durch dieses Urteil könnte jedoch der assistierte Suizid stark normalisiert werden und Betagte und Hochbetagte könnten sich zu dieser Art des Sterbens gedrängt fühlen. Die Autorin plädiert daher für einen reflektierten Fachdiskurs.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2023
- Erscheinungsdatum
- 26.05.2023
- ISBN-Print
- 978-3-8288-4869-6
- ISBN-Online
- 978-3-8288-7993-5
- Verlag
- Tectum, Baden-Baden
- Reihe
- Young Academics: Perspektiven auf Pflege
- Band
- 2
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 192
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
KapitelSeiten
- Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten I - XXVIII Download Kapitel (PDF)
- 1.1 Erkenntnisinteresse und Relevanz – Forschungsfrage
- 1.2 Mögliche Erklärungsansätze
- 2.1.1 Rechtsphilosophie und Ethik
- 2.1.2 Sterbe- und Sterbebeihilfe in Deutschland aus juristischer Sicht
- 2.2.1 Autonomie und Selbstbestimmung im Alter
- 2.3.1 Historie zu Sterbewünschen – Suizidalität im Alter
- Gründe Betagter und Hochbetagter für einen (assistierten) Suizid
- Exkurs: Sterbehilfeorganisationen in Deutschland
- 2.3.3 Fachliche Diskussionen der Pflegepersonen und Ärzteschaft
- 2.3.4 Suizidprävention
- 2.4.1 Historische Altersbilder – Altersbilder in der Antike und Todeswunsch
- 2.4.2 Altersbilder heute
- Alter als Stigma
- Altersstereotyp und gesellschaftliche Normen
- Altenrolle und Selbstbild alter Menschen
- Altenrolle und gesellschaftliche Institutionen
- 2.6 Gesellschaftstheorie
- Symbolischer Interaktionismus (SI)
- Grounded Theory (GT)
- Archäologie
- Genealogie
- Macht – Wissen
- Dispositiv
- Diskurs
- Gouvernementalität
- Disziplin
- Subjekt und Ethik des Selbst
- 3.3.1 Unterschiedliche Ansätze der Diskursforschung
- 3.3.2 Grundlagen der Wissenssoziologischen Diskursanalyse (WDA) nach Reiner Keller
- 3.3.3 WDA als Forschungsprogramm
- Forschungsablauf:
- 1.Schritt: Korpusbildung
- F.A.Z. – F.A.Z.NET
- DIE ZEIT – ZEIT online (Z+)
- WELT – online; Welt+
- Legal Tribune Online – LTO
- Frankfurter Rundschau – Online (FR)
- 2.Schritt: Reduktion auf das Sample und Hervorheben der Inhalte
- 3.Schritt: Hinführung zur Feinanalyse
- 4.Schritt: Minimale und maximale Kontrastierung
- 5.Schritt: Phänomen- bzw. Problemstrukturen
- Phänomenstruktur – dimensionale Erschließung
- 6.Schritt: Deutungsmuster und Klassifikationen
- Deutungsmuster
- Klassifikationen
- 7.Schritt: Storyline – „roter Faden“ des Diskurses
- Narrative Strukturen
- 4. ErgebnisseSeiten 135 - 146 Download Kapitel (PDF)
- 5.1 Diskussion der Methode und der Methodologie
- 5.2.1 Praxisrelevanz und Konsequenzen für Pflege und Pflegewissenschaft
- 6. FazitSeiten 167 - 170 Download Kapitel (PDF)
- 7. AusblickSeiten 171 - 172 Download Kapitel (PDF)
- Literaturverzeichnis der Printmedien
- Anhang I–IIIbSeiten 191 - 192 Download Kapitel (PDF)




