Ist man, was man isst?
Essrituale im Film- Herausgeber:innen:
- |
- Verlag:
- 2009
Zusammenfassung
Was wir vom Eigenen und vom Fremden zu wissen glauben, wird oft überformt von Wunsch-Vorstellungen oder Abwehrreaktionen. Erfahrungen vermischen und ordnen sich oft nach Denk- und Darstellungsmustern. Es ist fast ein Gemeinplatz: Das real "Existierende" fügt sich immer wieder in vorgefasste, auch überlieferte Begriffe und Ideenkonstrukte ein - nach dem Motto: "Ich sehe, was ich zu sehen erwarte." Ich sehe aber auch nur, was mir von meinem Blickpunkt aus sichtbar wird. Verschiebe ich meine Perspektive, wird bis dahin Unsichtbares wahrnehmbar, das außerhalb des ursprünglichen Blickfelds besteht. Etwas verstehen zu wollen, ergibt einen unabschließbaren Prozess steter Blickwinkel- und Grenzverschiebungen, wobei die Annäherung an das Fremde auch die Optik für die Besichtigung des Eigenen schärft. Eine der wichtigsten modernen Formen der Aufzeichnung "anderer Welten" ist der Film (seit seiner Geburtsstunde). Die in der Geschichte des Films bis heute zu entdeckenden Projektionen: also Abbildungen des Fremden und Übertragungen des Eigenen bieten faszinierende und erschreckende Ansichten von erhabener Natur und verstörender Kultur. In der Reihe "Projektionen" werden Phänomene der Natur und Kultur in ihrem Zusammenhang mit dem Medium Film beleuchtet.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2009
- ISBN-Print
- 978-3-86916-004-7
- ISBN-Online
- 978-3-96707-205-1
- Verlag
- edition t+k, München
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 232
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- EINLEITUNG Kein Zugriff Seiten 7 - 16
- ESSENSRITUALE UND NAHRUNGSTABUS als Themen der Ethnologie und als Motive des frühen ethnografischen Films Kein Zugriff Seiten 17 - 30
- DIE MACHT DES RITUALS. Thanksgiving in Gurinder Chadhas Spielfilm What’s Cooking? Kein Zugriff Seiten 31 - 46
- POSITION, DISTINKTION UND KONTROLLE. Körpersoziologische Blicke auf das Essen Kein Zugriff Seiten 47 - 63
- IN DER BAR. Elf Situationen aus elf Filmen Kein Zugriff Seiten 64 - 76
- HUNGER. Annäherung an ein Trauma in mehreren Schritten Kein Zugriff Seiten 77 - 98
- ESSEN UND VERFÜHRUNG IM FILM. Tom Jones und 9 1⁄2 Weeks als Modelle Kein Zugriff Seiten 99 - 108
- FAMILIENESSEN. Thomas Vinterbergs Film Festen Kein Zugriff Seiten 109 - 120
- „I NEVER DRINK WINE“. Kleine Mahlzeiten im Genrekino Kein Zugriff Seiten 121 - 135
- NAHRUNGSAUFNAHMEN. Symbolische Speisen bei Stanley Kubrick Kein Zugriff Seiten 136 - 149
- VOM NÄHRWERT DES EKELHAFTEN Kein Zugriff Seiten 150 - 176
- FRESSORGIEN. Die pervertierte Überflussgesellschaft in Satire, Dokumentarfilm und Reality Soap Kein Zugriff Seiten 177 - 190
- WAS ESSEN IN DER ZWEITEN MODERNE? Dokumentarfilme über die Globalisierung der Nahrungsmittelindustrie Kein Zugriff Seiten 191 - 205
- LEONARDO DA VINCIS „ABENDMAHL“ ALS BILDZITAT Kein Zugriff Seiten 206 - 222
- FILMVERZEICHNIS Kein Zugriff Seiten 223 - 227
- AUTORINNEN UND AUTOREN Kein Zugriff Seiten 228 - 231
- Anzeige Kein Zugriff Seiten 232 - 232





