Ernst Rudolf Huber
Staat - Verfassung - Geschichte- Herausgeber:innen:
- Reihe:
- Staatsverständnisse, Band 80
- Verlag:
- 2015
Zusammenfassung
Der Staatsrechtler und Verfassungshistoriker Ernst Rudolf Huber (1903–1990) ist heute mehr bei den Historikern als bei den Juristen bekannt. Denn seine sieben Textbände umfassende Deutsche Verfassungsgeschichte seit 1789 gilt als enzyklopädisches Standardwerk. Vor 1945 zählte Huber aber durch seine Darstellung des Verfassungsrechts des Großdeutschen Reiches (1939) neben seinem Doktorvater Carl Schmitt zu den „Kronjuristen“ des Nationalsozialismus. Deshalb war er nach dem Krieg verfemt und erhielt erst 1957 wieder eine Professur. Er verzichtete nunmehr vollständig auf staatsrechtliche Publikationen und konzentrierte sich weitgehend auf seine verfassungshistorischen Forschungen.
In diesem Band werden verschiedene wichtige Kontaktpersonen und ihr Verhältnis zu Huber vorgestellt. Außerdem werden seine verfassungspolitischen Aktivitäten, einflussreichen Publikationen und entscheidenden wissenschaftlichen Prägungen untersucht. Es entsteht ein facettenreiches Bild eines vielseitigen Juristen, der auf der Grundlage eines etatistischen Staatsverständnisses die „wahre Verfassung“ finden und „Ordnung“ in die Geschichte bringen wollte.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2015
- ISBN-Print
- 978-3-8487-2618-9
- ISBN-Online
- 978-3-8452-6738-8
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Staatsverständnisse
- Band
- 80
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 303
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- Auf der Suche nach der „wahren Verfassung“: Ernst Rudolf Huber (1903–1990) – Eine Einleitung Kein Zugriff Seiten 9 - 18 Ewald Grothe
- „Steine als Geschenk“. Hubers Revision von Schmitts „Dezisionismus“ Kein Zugriff Seiten 19 - 50 Reinhard Mehring
- „Die eigentlichen Krisen liegen noch vor uns“. Ernst Rudolf Huber und Ernst Forsthoff Kein Zugriff Seiten 51 - 70 Florian Meinel
- „Philosophie und Vaterland“. Ernst Rudolf Huber und Hellmut Becker Kein Zugriff Seiten 71 - 100 Ulf Morgenstern
- Vom „Rising Star“ zum Sündenbock. Ernst Rudolf Huber und die deutsche Staatsrechtslehre Kein Zugriff Seiten 101 - 118 Frieder Günther
- In der „protestantischen Ebene“. Ernst Rudolf Huber als protestantischer Kirchenrechtler Kein Zugriff Seiten 119 - 146 Martin Otto
- Ernst Rudolf Huber und die Staatsgerichtsbarkeit im Jahr 1932 Kein Zugriff Seiten 147 - 172 Christoph Gusy
- Ernst Rudolf Huber und das Konzept der deutschen Staatswissenschaft Kein Zugriff Seiten 173 - 198 Wilhelm Bleek
- Ernst Rudolf Huber und das Verfassungsrecht im „Dritten Reich“ Kein Zugriff Seiten 199 - 228 Ewald Wiederin
- Staat, Volk und Militär in Ernst Rudolf Hubers verfassungsgeschicht- lichem Beitrag zur Mobilisierung der NS-Volksgemeinschaft: Vom Primat der Wehrverfassung zur „völkischen Wehrgemeinschaft“ Kein Zugriff Seiten 229 - 260 Jörg Echternkamp
- Positionen und Begriffe. Zur Bedeutung Lorenz von Steins für Ernst Rudolf Huber und Carl Schmitt Kein Zugriff Seiten 261 - 278 Dirk Blasius
- Die Ordnung der Geschichte. Ernst Rudolf Huber und die Deutsche Verfassungsgeschichte seit 1789 Kein Zugriff Seiten 279 - 303 Ewald Grothe





