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Unionsverfassungsrecht

Eine Neubestimmung anhand der Grundlagen im EU-Vertrag
Herausgeber:innen:
Verlag:
 2025

Zusammenfassung

Dieser Band entwickelt den verfassungsrechtlichen Ansatz im Unionsrecht weiter. Er zeigt, wie vor der Folie der Grundlagenbestimmungen der EU-Verträge ein neuer, prinzipieller Konstitutionalismus den früheren funktionalen Konstitutionalismus ablöst. Die Autorinnen und Autoren diskutieren zentrale dogmatische und theoretische Fragen des Unionsverfassungsrechts. Die Beiträge gehen von Text und Systematik der EU-Verträge aus, die einen in ihren ersten Bestimmungen niedergelegten Verfassungskern konkretisieren und zur Entwicklung einer europäischen Gesellschaft beitragen, die von den Verfassungsprinzipien des Artikels 2 des EU-Vertrags geprägt ist. Mit Beiträgen vonProf. Dr. Jürgen Bast | Prof. Dr. Philipp Dann, LL.M. | Prof. Dr. Anuscheh Farahat | Prof. Dr. Claudio Franzius | Prof. Dr. Matthias Goldmann, LL.M. | Dr. Michael Ioannidis, LL.M. | Prof. Dr. Stefan Kadelbach, LL.M. | Dr. Karen Kaiser | Dr. Hannes Krämer | Dr. Christoph Krenn | Dr. Isabelle Ley | Prof. Dr. Anna Katharina Mangold, LL.M. | Prof. Dr. Christoph Möllers, LL.M. | Prof. Dr. Mehrdad Payandeh, LL.M. | Dr. Giacomo Rugge | Prof. Dr. Robert Schütze | Dr. Luke Dimitrios Spieker, LL.M. | Prof. Dr. Jelena von Achenbach | Prof. Dr. Armin von Bogdandy | Dr. Ferdinand Weber | Prof. Dr. Mattias Wendel

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2025
ISBN-Print
978-3-7560-1671-6
ISBN-Online
978-3-7489-4546-8
Verlag
Nomos, Baden-Baden
Reihe
Beiträge zum ausländischen öffentlichen Recht und Völkerrecht
Band
339
Sprache
Deutsch
Seiten
1298
Produkttyp
Sammelband

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten 1 - 36 Download Kapitel (PDF)
    1. Armin von Bogdandy, Jürgen Bast Download Kapitel (PDF)
      1. I. Positionierung
        1. 1. Grundlagen
        2. 2. Gründe
        3. 3. Einwände
        1. 1. Art. 1, Art. 2 und Art. 3 Abs. 1 EUV als Verfassungskern
        2. 2. Art. 1 bis Art. 19 EUV als Grundlagenteil
        3. 3. Die Gesellschaft des Art. 2 Satz 2 EUV als soziale Referenz
      2. IV. Struktur des Buches
    2. Jürgen Bast, Armin von Bogdandy Download Kapitel (PDF)
      1. I. Situierung
      2. II. Normbefund
        1. 1. Völkerrechtliche Gründung und autonome Geltung
        2. 2. Unionskompetenzen und Legalitätsprinzip
        3. 3. Der Streit um den Vorrang
        1. 1. Relevanz der Bestimmung
        2. 2. Zwei Bedeutungen von Union
        3. 3. Zur Rechtsnatur der Europäischen Union
        1. 1. Das Primärrecht als formelles Verfassungsrecht
          1. a) Das Konzept der Neuordnung der Verträge
          2. b) Die Umsetzung
        2. 3. Folgerungen für die Interpretation
      3. VI. „immer enger“ durch Recht, durch Juristen, durch Interpretation
    3. Armin von Bogdandy, Luke Dimitrios Spieker Download Kapitel (PDF)
      1. I. Positionierung
      2. II. Normbefund
          1. a) Die „Werte“ des Art. 2 S. 1 EUV
          2. b) Die „Standards“ des Art. 2 S. 2 EUV
          1. a) Strukturierend
          2. b) Transformativ
          1. a) Die Verfassungsprinzipien im einfachen Unionsrecht
          2. b) Die Verfassungsprinzipien im Primärrecht
          1. a) Responsives Recht
          2. b) Gesellschaftliche Entwicklung durch Verfassungsprinzipien
          1. a) Der Prozess der Justiziablisierung
          2. b) Dogmatische Rekonstruktion
          1. a) Art. 2 EUV als Grund- und als Rahmenordnung
          2. b) Differenzierte Verdichtung
          1. a) Duale demokratische Legitimation
          2. b) Demokratie der vielen Vermittlungen
          1. a) Rechtsstaatliche Defizite
          2. b) Pluralismuswahrende Verdichtung
          1. a) Weitere Demokratisierung der Unionsinstitutionen
          2. b) Neuausrichtung von Unionspolitiken
          1. a) Schutz des demokratischen Prozesses
          2. b) Unterstützung demokratischer Transitionen
    4. Ferdinand Weber Download Kapitel (PDF)
      1. I. Politische Sinnstiftung durch Ziele
        1. 1. Vorgeschichte: Begrenzte Ziele im offenen Vertragsdesign
        2. 2. Distinktion. Von völkerrechtlicher Zielbestückung zu unionsverfassungsrechtlicher Zielsetzung
        3. 3. Entstehung. Absatz 1 im politischen Rechtserzeugungsprozess
        4. 4. Stellung im geltenden Unionsverfassungsrecht
          1. a) Staatszwecke, Verfassungsziele, Herrschaftszwecke
          2. b) Frieden, Werte und Wohlergehen als unionale Herrschaftszwecke
          3. c) Verantwortungszurechnung und Erwartungsüberschuss
        1. 2. Gesellschaft ohne Institutionen: Ziele in der société Européenne
        2. 3. Verfassungstheoretische Deutung von Artikel 3 Absatz 1
          1. a) Nur die Union
          2. b) Den Frieden
          3. c) Ihre Werte
          4. d) Das Wohlergehen ihrer Völker
          1. a) Ziele und Aufgaben als Bausteine von effet utile und Supranationalität
          2. b) Entdynamisierung als Konstitutionalisierung. Ziele und „Vertragsabrundung“
          3. c) Einfügung in Verfassungssemantik, Autonomiekonzept und Grundrechtsdogmatik
        1. 3. Zielkonflikte
      2. V. Ziele und Werte: Proprium des Verfassungskerns
    1. Anuscheh Farahat Download Kapitel (PDF)
      1. I. Problemstellung
          1. a) Normkaskade des RFSR
          2. b) Konstitutive Elemente des RFSR
          3. c) Primärrechtliche Konkretisierung des RFSR
          1. a) Der unvollendete europäische Mobilitätsraum
          2. b) Der unvollendete Grundrechtsraum und die menschenrechtliche Perspektive auf den RFSR
          3. c) Die europäische Gesellschaft als unabgeschlossenes Projekt
          1. a) Notwendigkeit offener politischer Richtungskonflikte im RFSR
          2. b) Variable Rollenmuster im interinstitutionellen Verhältnis
          1. a) Verfassungsrecht als symbolische Repräsentation politischer Ordnung
          2. b) Voraussetzungen integrativer Konfliktbearbeitung
        1. 3. Wer wird integriert? Ein- und Ausschlüsse in der europäischen Gesellschaft
          1. a) Legislative Mediatisierung und Vorrang kooperativer Reaktion
          2. b) Grund- und menschenrechtliche Argumente für umfassende Reisefreiheit und Freizügigkeit
          1. a) Freiheit v. Sicherheit als Konflikt zwischen außen und innen
          2. b) Verfassungs- und menschenrechtliche Handlungspflichten der Union an den Außengrenzen
          1. a) Verfassungsrechtliche Grundlagen des gegenseitigen Vertrauens
          2. b) Plurale Grundrechtsarchitektur und gegenseitiges Vertrauen
          3. c) Gegenseitiges Vertrauen und Rechtsstaatskrise
        1. 4. Solidarität im europäischen Mobilitätsraum
      2. V. Der europäische Mobilitäts- und Grundrechtsraum als Ort der Verfassungsintegration? – Bestandsaufnahme und Perspektiven
    2. Matthias Goldmann Download Kapitel (PDF)
      1. I. Einleitung: Zum Begriff der Wirtschaftsverfassung
          1. a) Historische Entwicklung des Texts
          2. b) Art. 3 Abs. 3 UA 1 EUV als Teil der Kernverfassung
          3. c) Bedeutung der einzelnen Begriffe
          4. d) Normative Offenheit
        1. 2. Zwischendeck des Primärrechts und der Gerichtsbarkeit
        2. 3. Maschinenraum der Sekundärrechts- und Durchführungskompetenzen
          1. a) Achse öffentliche Gewalt-Markt: Wieviel Solidarität?
          2. b) Achse Union-Mitgliedstaaten: Wer leistet die Solidarität im Verbund?
          3. c) Achse Union-Bürger: Wie wird die Solidarität demokratisch legitimiert?
        1. 2. Gründungsphase: Eingebetteter Liberalismus
        2. 3. Liberalisierender Konstitutionalismus
          1. a) Vom Markt zur Intervention
          2. b) Von den Mitgliedstaaten zur Union
          3. c) Von demokratischer zu autoritärer Staatlichkeit?
          1. a) Grundfreiheiten und Harmonisierung
          2. b) Wettbewerbsrecht
          3. c) Grundrechte
          4. d) Zusammenfassung
          1. a) Grundfreiheiten: Cassis-Rechtsprechung
          2. b) Kohärenz der Grundfreiheiten
          3. c) Rechtfertigungsgründe
          4. d) Wettbewerbsrecht
          5. e) Grundrechte
          6. f) Zusammenfassung
          1. a) Konsolidierung des Binnenmarkts durch Risikomanagement
          2. b) Grundrechte und Grundfreiheiten
          3. c) Rationalitätskontrolle
          4. d) Nationale Gestaltungsspielräume
          5. e) Wettbewerb
          6. f) Absicherung der Union nach außen
          7. g) Zusammenfassung
        1. 1. Solidarität, Freiheit und Postwachstum
        2. 2. Solidarität unional und international
        3. 3. Solidarität und Demokratie
      2. VI. Schluss
    3. Anna Katharina Mangold Download Kapitel (PDF)
      1. A. Bestandsaufnahme: Gewährleistung sozialer Mindestbedingungen der europäischen Integration
        1. I. Textbefund
          1. 1. Individueller Diskriminierungsschutz und soziale Kohäsion zwischen den Mitgliedstaaten in der Integrationsgeschichte
            1. a) Konsolidierte Verträge von 2002
            2. b) Verfassungsentwurf
            3. c) Vorbereitung des Vertrags von Lissabon
          1. 1. Binnenstruktur des Art. 3 Abs. 3 EUV: Inklusion und Solidarität als Nachklapp zum Binnenmarkt
          2. 2. Bezüge zu Art. 1 und 2 EUV
            1. a) Diskriminierungsschutz
            2. b) „Europäisches Sozialmodell“ und sozialer Schutz
            3. c) Kohäsionspolitik
        1. I. Die EU-Verträge als Rahmenordnung
        2. II. Die doppelte Legitimation der EU
          1. 1. Die demokratietheoretische Funktion von Antidiskriminierungsrecht
          2. 2. Private und öffentliche Autonomie im (europäischen) Antidiskriminierungsrecht
          3. 3. Demokratische Bürgerschaft jenseits des Nationalstaats
            1. a) Das Böckenförde-Diktum: Übertragbar auf die EU
            2. b) Antidiskriminierungsrecht als Gewährleistung der demokratischen Rahmenordnung
          4. 5. Antidiskriminierungsrecht als demokratisches Ethos der EU
          1. 1. Die Unterscheidung von reaktiven Diskriminierungsverboten und proaktivem Gleichstellungsrecht
            1. a) Kategorien des Antidiskriminierungsrechts
            2. b) Dogmatische Figuren des reaktiven Antidiskriminierungsrechts, insbesondere mittelbare Diskriminierung
            3. c) Anwendungsbereich des unionalen Antidiskriminierungsrechts und spill over-Effekte
          2. 3. Proaktives Gleichstellungsrecht
        1. II. Sozio-ökonomischer Status als Schutzkategorie im Antidiskriminierungsrecht?
          1. 1. Messung der Umverteilungseffekte
          2. 2. Geldverteilung als Allheilmittel?: Das Beispiel Next Generation EU
        1. I. Die „Hand des Midas“: Kommodifizierung und Verwandlung in „Wirtschaft“
        2. II. Errungenschaften
    4. Michael Ioannidis Download Kapitel (PDF)
        1. 1. Thematischer Aufriss
        2. 2. Zwischen nationaler Eigenverantwortlichkeit und unionaler Solidarität
        3. 3. Die Rechtsform in der WWU
      1. II. Normbefund
        1. 1. Verfassungswandel
        2. 2. Transformationen und das Konzept der Wirtschaftsverfassung
        1. 1. „Die Union errichtet …“: WWU-Recht außerhalb der Union?
          1. a) Die Ziele der WWU
          2. b) Die WWU und die Werte von Art. 2 EUV
          1. a) Transfers
          2. b) Haushaltsdisziplin und makroökonomische Disziplin
        2. 4. „… deren Währung der Euro ist“: eine einheitliche Währung der Union?
      2. V. Deutungsvorschlag und Perspektiven
    5. Mehrdad Payandeh Download Kapitel (PDF)
      1. I. Einleitung: Wie Schiffe in der Nacht …?
        1. 1. Unionales Außenverfassungsrecht: „Staatsrecht III“ ohne Staat
          1. a) Das Verhältnis von Unionsrecht und Völkerrecht als Regelungsgegenstand von Art. 3 Abs. 5 EUV
          2. b) Funktionen von Art. 3 Abs. 5 EUV: Systematisierung, Auslegung, Kritik
          3. c) Art. 3 Abs. 5 EUV und die Kernverfassung der Union
        2. 3. Systematik der Regelungen über das Verhältnis von Unionsrecht und Völkerrecht
          1. a) Zweifel an der völkerrechtlichen Konzeption der Europäischen Union
          2. b) Loslösung vom Völkerrecht in der Rechtsprechung des EuGH
          3. c) Verfassungstheoretische Implikationen
          1. a) Monismus und Dualismus als theoretische Grundkonzeptionen
          2. b) Geringe Aussagekraft der EuGH-Rechtsprechung
          3. c) Pluralistische Konzeptionen als Alternative?
          1. a) Prinzipien der Abschottung: Autonomie und Verfassungsidentität
          2. b) Prinzipien der Integration: Internationale Offenheit und Völkerrechtsfreundlichkeit
          3. c) Auflösung des Spannungsverhältnisses
          1. a) Völkerrechtliche Verträge der Union
            1. aa) Unmittelbare Bindung der Union an völkerrechtliche Verträge der Mitgliedstaaten
            2. bb) Unionsrechtlicher Dispens zugunsten völkervertraglicher Verpflichtungen
            3. cc) Berücksichtigung völkervertraglicher Verpflichtungen der Mitgliedstaaten
          2. c) Völkergewohnheitsrecht
          1. a) Geltung in der Unionsrechtsordnung
            1. aa) Völkerrechtliche Verträge
            2. bb) Völkergewohnheitsrecht
            3. cc) Völkerrechtsfreundliche Auslegung
          2. c) Rang in der Unionsrechtsordnung
          3. d) Unionsrechtsvermittelte Wirkungen des Völkerrechts in den Mitgliedstaaten
          1. a) Schutz struktureller Verfassungsgehalte
          2. b) Schutz materieller Verfassungsgehalte
        1. 1. Analytische Ambivalenz
        2. 2. Normative Ambivalenz
        3. 3. Verfassungstheoretische Ambivalenz
    1. Robert Schütze Download Kapitel (PDF)
      1. I. Einleitung
          1. a) Rechtssemantik: Vertragsparteien, Bundesstaaten
          2. b) Mitgliedstaaten: Teil-Souveränität, Teil-Staaten
          1. a) Kontraktualistische und naturalistische EU-Modelle
          2. b) Veränderungen der Unionsmitgliedschaft
          3. c) EU-Mitgliedstaatlichkeit: Status und Substanz
        1. 1. Historische Entwicklung und Aufbau der Vorschrift
          1. a) Normativer Standort in den „Gemeinsamen Bestimmungen“
          2. b) Konkretisierungsstufen der Vorschrift in den Verträgen
        1. 1. Art. 4 Abs. 2 und die Gleichheit der Mitgliedstaaten
          1. a) Erste Lesart: kompetenziell-substantielle Deutung
          2. b) Zweite Lesart: institutionell-formale Deutung
          3. c) Dritte Lesart: normativ-pluralistische Deutung
          1. a) Unterabsatz 1: Dimensionen der loyalen Zusammenarbeit
          2. b) Unterabsatz 2: Mitgliedstaaten als „Organe“ der Union
          3. c) Unterabsatz 3: Unterlassungspflichten der Mitgliedstaaten
      2. V. Kritischer Schluss
    2. Mattias Wendel Download Kapitel (PDF)
      1. I. Einführung
        1. 1. Unionsgrundrechte als Konkretisierung europäischer Grundwerte
          1. a) Art. 6 Abs. 1 EUV: Die Charta als unionsgrundrechtlicher Kerntext
            1. aa) Normative Relevanz der EMRK für den EU-Grundrechtsschutz
            2. bb) Gescheiterter EMRK-Beitritt: Grundrechtsautonomie vs. externe Kontrolle
          2. c) Art. 6 Abs. 3 EUV: Allgemeine Rechtsgrundsätze
          3. d) Grundrechtskonkretisierendes Gesetzesrecht
          1. a) Verfassungspluralismus
          2. b) Normativer Verbundbegriff
          1. a) Wechselspiel von Einheit und Vielfalt
          2. b) Vertikale, horizontale und internationale Dimension
            1. aa) Unionsgrundrechte als „Korollar“ europäischer öffentlicher Gewalt
            2. bb) Krisenschutz der Unionsgrundrechte jenseits von Art. 51 Abs. 1 S. 1 GRCh?
            1. aa) Unionsrechtlicher Rahmen der Grundrechtsvielfalt im Spielraumbereich
            2. bb) Verfassungsrechtliche Relevanz innerstaatlicher Spielräume
            3. cc) Spielraumtest
            1. aa) Horizontale Zuordnung von Grundrechtsverantwortlichkeit
            2. bb) Widerleglichkeit der grundrechtlichen Vertrauensvermutung
            3. cc) Föderative Schutzfunktion des Kriteriums systemischer Mängel
          1. d) Internationale Dimension: Zwischen Offenheit und Selbstbehauptung
          1. a) Grundrechtsauslegung
          2. b) Anwendung: Systematik der Grundrechtsprüfung im Überblick
          3. c) Pluralität der Grundrechtsverhältnisse
          1. a) Der EuGH als unitarisierende Grundrechtsinstanz
          2. b) Nationale (Verfassungs-)Gerichte als europäische Grundrechtsgerichte
          3. c) Konfliktpräventive Verschleifung: Einheit und Vielfalt im Grundrechtsdialog
      2. V. Ausblick
    3. Claudio Franzius Download Kapitel (PDF)
        1. 1. Causa Österreich
        2. 2. Polen und Ungarn
        3. 3. Pushbacks in Griechenland
        1. 1. Art. 7-Verfahren
        2. 2. Rechtsstaatsrahmen
        3. 3. Kontext
          1. a) Recht oder Politik: Wer schützt die Werte?
          2. b) Zentral oder dezentral? Zusammenlesen der Verfassungen
          1. a) Recht und Politik
          2. b) Relative Homogenität in der Föderation
          3. c) Europäische Verfassungsaufsicht
          1. a) Rechtsstaatsrahmen
          2. b) Fiskalische Verfassungsdurchsetzung
            1. aa) Konditionalitätsmechanismus
            2. bb) Vertragsverletzungsverfahren
            3. cc) Ausdehnung auf Systemverletzungen?
          1. a) Politisch: Schutz der Opposition
            1. aa) Grenzen gegenseitigen Vertrauens: Systemische Mängel
            2. bb) Transformatives Potential
            3. cc) Zur Rolle des Europäischen Gerichtshofs
          1. a) Zentrale Mechanismen
          2. b) Dezentrale Mechanismen
          3. c) Rechtsstaatskonditionalität des Binnenmarkts?
        1. 1. Kritik
        2. 2. Ausschluss des Mitgliedstaates?
          1. a) Sicherungen der Demokratie
          2. b) Strafrechtliche Verantwortlichkeit?
          3. c) „Regimewechsel“
    4. Stefan Kadelbach Download Kapitel (PDF)
      1. I. Einleitung
      2. II. Unionsbürgerschaft und Unionsverfassung
        1. 1. Unionsbürgerschaft in der föderalen Architektur der Union
        2. 2. Voraussetzungen einer Bürgerschaft als Status
        3. 3. Leitbilder als normative Fassung des Unionsbürgerstatus
        1. 1. Unionsbürger als „Normmenschen“ (Art. 20 Abs. 2 AEUV)?
            1. aa) Zuständigkeitsverteilung
            2. bb) Erwerb
            3. cc) Verlust
          1. b) Unionsbürgerschaft als Ergänzung der Staatsbürgerschaft
          2. c) Das föderale Leitbild der Unionsbürgerschaft
          1. a) Art. 20 AEUV und die Unionsbürgerschaft als „Recht, Rechte zu haben“
            1. aa) Unionsinterne Freizügigkeit
            2. bb) Auslandsschutz als Freiheitsrecht (Art. 23 AEUV)
          2. c) Freiheit und Unionsbürgerstatus
          1. a) Inländerbehandlung
          2. b) Ausnahme sozialhilferechtlicher Ansprüche
          3. c) Konsequenzen für den Unionsbürgerstatus
          1. a) Vom Begleitrecht der Freizügigkeit zu politischen Rechten
          2. b) Subjektivierung der Wahlrechtsgrundsätze
          3. c) Legitimationsfragen der Aktivbürgerschaft
        2. 6. Unionsbürger als Träger republikanischer Pflichten (Art. 20 Abs. 2 S. 1 AEUV)?
      3. V. Unionsbürgerschaft als föderaler Status zwischen Autonomie und Integration
    5. Christoph Möllers Download Kapitel (PDF)
      1. I. Einführung
        1. 1. Systematischer Zusammenhang
          1. a) Entscheidung für die repräsentative Demokratie
          2. b) Entscheidung für partizipative Elemente
          3. c) Entscheidung für direktdemokratische Mechanismen
          4. d) Hybride Funktion der nationalen Parlamente
          5. e) Bilanz
          1. a) „Institutioneller Rahmen”
          2. b) Zum Organbegriff
          3. c) Legalität und loyale Zusammenarbeit
          4. d) Normative Bindungen
          5. e) Bilanz
        1. 1. Demokratische Legitimationssubjekte: das Fehlen des europäischen Volkes
        2. 2. Verschiedene demokratische Legitimationsformen – und ihre Alternativen
          1. a) Formelle Besonderheit: geringe Allgemeinheit von Verfahren und Organisation
          2. b) Sachliche Besonderheit der EU: fragmentierte Regierungsfunktion
          1. a) Bedingungen des Verfassungsvorrangs
          2. b) Werte – materielle Hierarchisierung – Anwendungsvorrang
          1. a) Übersicht über die Rechtsprechung
          2. b) Sonstige Organpraxis
            1. aa) Konkretisierung gegenüber den Mitgliedstaaten
            2. bb) Konkretisierung gegenüber den Unionsorganen
          1. a) Übersicht über die Rechtsprechung
          2. b) Potential der Konkretisierung
          3. c) Die Organe und ihre Entwicklungsperspektive: die Kommission als institutioneller Problemindikator
        1. 3. Antagonismus und wechselseitige Verstärkung beider Prinzipien
        1. 1. Ein europäisches Demokratieprinzip
        2. 2. Eine europäische Gewaltenteilung
        3. 3. Eine gubernativ-föderale Regierungsform für die EU
        4. 4. Ein konstitutioneller Kern und seine Grenzen
    1. Jelena von Achenbach Download Kapitel (PDF)
      1. I. Thematischer Aufriss
      2. II. Normbefund
        1. 1. Grundlagen der Analyse und Argumentation
          1. a) Grundfragen
            1. aa) Degressive Proportionalität und weiteres Rechtsregime von Europawahlen
            2. bb) Reform zur stärkeren Vereinheitlichung und Transnationalisierung der Europawahlen?
            1. aa) Europawahlen als second-order Wahlen
            2. bb) Elektorale Integration entlang des Links-Rechts-Spektrums
            3. cc) Mehrheitsbildung durch die Fraktionen
            4. dd) Exkurs: Euroskeptische Opposition im EP
          2. d) Deutungsvorschlag: Transnationale Repräsentation durch das EP
          1. a) Rechtliche Grundstruktur: Gemeinsame Gesetzgeberschaft von EP und Rat
            1. aa) Schwerfällige Konsensbildung als Problem des ordentlichen Gesetzgebungsverfahrens
            2. bb) Die Triloge: praxisgenerierte Form der Verhandlung von Kompromissen
            3. cc) Die Triloge als legitimationsgefährdende Reformalisierung des Gesetzgebungsverfahrens
          2. c) Das EP in „außergewöhnlichen Umständen“
          1. a) Politische Bedeutung des Haushalts im europäischen Kontext
            1. aa) Haushaltsplan und Mehrjähriger Finanzrahmen
            2. bb) Finanzierung des Haushalts
            1. aa) Europäischer Stabilitätsmechanismus
            2. bb) EU Next Generation: Aufbau- und Resilienzfazilität
            3. cc) Europäische Friedensfazilität
          2. d) Unvollständige Verantwortung des EP für die Finanzen der Union
            1. aa) Verhältnis zur Kommission
            2. bb) Das EP und die Agenturen; interparlamentarische Kontrolle als Modell?
            1. aa) Verhältnis zum Rat
            2. bb) Verhältnis zum Europäischen Rat
        1. 1. Die repräsentativ-demokratische Bedeutung des EP
          1. a) Effektivität vs. parlamentarische Legitimation
          2. b) (Neuer) Intergouvernementalismus vs. Parlamentarisierung
          3. c) Interparlamentarische Kooperation vs. Parlamentarisierung?
        2. 3. Das Verhältnis von unionalem Demokratieprinzip und Organisationsverfassung
    2. Armin von Bogdandy, Giacomo Rugge Download Kapitel (PDF)
      1. I. Einführung
        1. 1. Weg und Vermächtnis einer schwierigen Verrechtlichung
        2. 2. Art. 15 EUV im Vertragsgefüge
        1. 1. Regieren in den gemeinsamen Verfassungstraditionen
        2. 2. Europäisierung der Begrifflichkeit
          1. a) Zusammensetzung, Rechtsnatur, Legitimation
          2. b) Der Präsident des Kollegiums
          3. c) Konsens als Maxime
          4. d) Abschirmung gegenüber Kontrollen
          1. a) Das Verhältnis zum Gesetzgeber
          2. b) Das Verhältnis zur Kommission
      2. V. Ausblick
    3. Philipp Dann Download Kapitel (PDF)
      1. I. Einführung
      2. II. Normgeschichte und -systematik
      3. III. Verfassungstheoretischer Rahmen: Exekutivföderalismus
          1. a) Zusammensetzung: Beamte, nicht gewählte Politiker
          2. b) Konfigurationen: Die Pyramide aus Arbeitsgruppen, Ausschüssen und Ministern
          3. c) Kohärenz: Rat „Allgemeine Angelegenheiten“, rotierende Präsidentschaft und Generalsekretariat
          4. d) Das Generalsekretariat des Rates
          1. a) Überblick und allgemeine Merkmale
          2. b) Allgemeine EU-Verwaltung und Umsetzung – mit der Kommission
            1. aa) Regierungen als Gesetzgeber?
            2. bb) Verhältnis zwischen Rat und Europäischem Parlament
            3. cc) Der Rat und das Gesetzgebungsverfahrens
          3. d) Agenda-Setting und Außenpolitik – mit dem Europäischen Rat
          4. e) Der Rat als Koordinator
          1. a) Herausforderungen für die Konsenskultur
          2. b) Gründe für die Langlebigkeit und Notwendigkeit des Konsenses
      4. V. Gesamteinschätzung: Die schwierige Legitimation des Rates
    4. Hannes Krämer, Mattias Wendel Download Kapitel (PDF)
      1. I. Einführung
        1. 1. Grundlegung: Auftrag zur Förderung des Unionsinteresses
        2. 2. Rückbezüge des Art. 17 EUV auf die Gemeinsamen Bestimmungen
          1. a) Allgemeines
          2. b) Aufgaben: Initiieren, Leiten, Vermitteln, Verwalten, Hüten und Repräsentieren
          3. c) Institutionelles Design und parlamentarische Verantwortlichkeit
          1. a) Geteiltes Regieren
          2. b) Politische Verantwortlichkeit und Politisierung
          1. a) Zentraler Knoten im institutionellen Netzwerk
          2. b) Verhältnis zum Gesetzgeber (insbes. EP und Rat)
          3. c) Verhältnis zum ERat
        1. 3. Förderung des Unionsinteresses als Ausdruck einer „Separation of Interests“
          1. a) Zusammensetzung und Prinzip föderativer Spiegelung
          2. b) Personelle und funktionale Unabhängigkeit
            1. aa) Ernennungsverfahren
            2. bb) Zunehmende Politisierung der Kommission und „Spitzenkandidatenmodell“
            3. cc) Parlamentarische Verantwortlichkeit
            1. aa) Der Kommissionspräsident als Leitungs(unter)organ
            2. bb) Vizepräsidenten als Intermediäre
            3. cc) Einfache Mitglieder, Kollegialprinzip und eingeschränktes Ressortprinzip
          3. e) Politik vs. Bürokratie? Kollegialorgan und Dienststellen
              1. i) Typologie von Initiativen und Initiativrechten
              2. ii) Inhalt, Änderung, Rücknahme von Vorschlägen
              3. iii) Rationalisierung der Ausübung des Initiativrechts durch Folgenabschätzung
              4. iv) Einwirkungen auf die Ausübung des Initiativrechts durch andere Akteure
            1. bb) Fortentwicklung unionsleitender (Rechtsetzungs-)Akte durch sekundäre und tertiäre Rechtsetzung
            2. cc) Außenvertretung
          1. b) Administrative Funktionen
          2. c) Hüter- und Aufsichtsfunktionen
          3. d) Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Funktionen
      2. V. Ausblick
    5. Isabelle Ley Download Kapitel (PDF)
      1. I. Einleitung
      2. II. Materielle und institutionelle Bestimmungen der Außenverfassung
        1. 1. Die Außenwendung des europäischen Verfassungsdiskurses
          1. a) Informalität der GASP
          2. b) Transgouvernementalität der GASP
        2. 3. Noch einmal: Zum Konnex von Handel und Sicherheit
        3. 4. Zwischenergebnis: Ein außenrechtlicher Verfassungsbegriff
          1. a) Vizepräsident der Kommission
          2. b) Vorsitz des Auswärtigen Ausschusses im Rat
          3. c) Leitung der GASP
          4. d) Strukturelle Herausforderungen
            1. aa) Internationale Abkommen, Art. 218 AEUV
            2. bb) Das Europäische Parlament in der Autonomen Handelspolitik
            1. aa) Der Rat als formales Entscheidungszentrum der GASP: (Eingeschränkte) Kontrolle durch die nationalen Parlamente
            2. bb) Das Verhältnis von EP und Rat in der GASP
            3. cc) Das EP in der GASP: Zuständigkeitskontrolle und Kohärenzgenerierung
          1. a) Die Funktion von Werten und Zielen in der Rechtsprechung des Gerichtshofs
          2. b) Der EuGH in der GASP
      3. V. Résumé und Ausblick: Weitere Demokratisierung der EU-Außenbeziehungen?
    6. Christoph Krenn Download Kapitel (PDF)
      1. I. Einführung
        1. 1. Das Gerichtssystem der Union, Abs. 1
        2. 2. Der Auftrag zur „Sicherung der Wahrung des Rechts“, Abs. 1
        3. 3. Gesellschaftliche Einbettung, Abs. 2
        4. 4. Grenzen des Auftrags, Abs. 3
        1. 1. Die gesellschaftliche Einbettung des Gerichtshofs
        2. 2. Der Gerichtsverbund
          1. a) Eine(r) von uns: Die Auswahl der Mitglieder des Gerichtshofs
          2. b) Ein kleiner Kreis und seine Öffnung: Beteiligungs- und Interventionsrechte
          3. c) Tempo und Deliberation: Die Entstehung der Urteile
          1. a) Der Ausbau der Nichtigkeitsklage zur „Sicherung der Wahrung des Rechts“
          2. b) Die Gültigkeitsvorlage als Lückenfüllerin
          3. c) Mehr als ein Streit ums letzte Wort: Gültigkeitsprüfung im Gerichtsverbund
          1. a) Das Vertragsverletzungsverfahren als Verfahren der Exekutiven
          2. b) Mitgliedstaatliche Gerichte als Unionsbürgergerichte
          3. c) Die Auslegung des Unionsrechts im Gerichtsverbund
      2. V. Ausblick
    7. Jürgen Bast, Karen Kaiser Download Kapitel (PDF)
        1. 1. Verfassungsrechtliche Diskurse über die EZB
        2. 2. Positionierung der Autor:innen
        1. 1. Art. 13 EUV und Art. 282 AEUV als Grundlagenbestimmungen
        2. 2. Der Statusstreit im Europäischen Konvent
          1. a) Unabhängige Organe als Wesensmerkmal supranationaler Verfasstheit
          2. b) Unabhängige Zentralbanken als institutionelle Gewährleistung von Preisstabilität
          3. c) Rechtfertigung aus dem Gegenüber von monetärer und fiskalischer Gewalt
          1. a) Unabhängigkeit als counter-majoritarianism
          2. b) Unabhängige Einrichtungen als guards of democratic values
          3. c) Verschränkung von Unabhängigkeit und Bindung
        1. 3. Eigener Begründungsansatz
          1. a) Linguistische und begriffsgeschichtliche Vorbemerkung
          2. b) Konstitutionelle Einbindung: ein Organ der Union
          3. c) Konstitutionelle Aufwertung: ein Organ der Union
          4. d) Konstitutionelle Absonderung: erweiterte Autonomieräume
          5. e) Zwischenbilanz zum Profil als Verfassungsorgan
          1. a) Die Entscheidung für ein „System“ anstelle einer einzigen Zentralbank
          2. b) Das ESZB: kein normaler Verwaltungsverbund
          3. c) Deutungsvorschlag: eine Einrichtung der Union eigener Art
          4. d) Dogmatische Folgerungen, insbesondere für Rechtsschutz und Haftung
          5. e) Muss die Prämisse der Autonomie der Rechtsordnungen aufgegeben werden?
          1. a) Die währungspolitische Kompetenz der Union und die Befugnisse der EZB: keine Deckungsgleichheit
          2. b) Zur dogmatischen Struktur einer EZB-Befugnis: finale Weite und instrumentelle Enge
          3. c) Zum Verhältnis der Ziele: Gleichrangigkeit bei materiell-rechtlichem Vorrang der Preisstabilität
          4. d) Wer definiert die Ausrichtung der allgemeinen Wirtschaftspolitik?
      1. V. Die konstitutionell eingebundene Unabhängigkeit der EZB – eine Bilanz
  2. Verzeichnis der Autorinnen und AutorenSeiten 1297 - 1298 Download Kapitel (PDF)

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