Der Parteienstaat
Zum Staatsverständnis von Gerhard Leibholz- Herausgeber:innen:
- Reihe:
- Staatsverständnisse, Band 58
- Verlag:
- 2013
Zusammenfassung
Der Jurist und Politikwissenschaftler <i>Gerhard Leibholz</i> (1901–1982) – Schwager von <i>Dietrich Bonhoeffer</i> – ist eine der prägenden Figuren in der Staatsrechtslehre des 20. Jahrhunderts. Nachdem er unter dem Nationalsozialismus als Jude verfolgt worden war und 1938 Deutschland hatte verlassen müssen, gelang es ihm, in der Nachkriegszeit in Westdeutschland wieder Fuß zu fassen und die Geschicke der jungen Bundesrepublik maßgeblich mitzugestalten, nicht zuletzt als Richter des neu gegründeten Bundesverfassungsgerichts, dem er 20 Jahre lang angehörte.
<i>Leibholz’ </i>umfassende Auseinandersetzung mit dem Repräsentationsbegriff und der Parteienstaatlichkeit, mit Gehalt und Bedeutung des Gleichheitssatzes sowie mit der institutionellen Stellung der Verfassungsgerichtsbarkeit hat bis heute nichts an Aktualität verloren. Seine vorgelegten Schriften zu diesen Problemkreisen aus der Weimarer Zeit und den Jahren der frühen Bundesrepublik wirken bis heute nach. Vor allem aber trug er als Verfassungsrichter in den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts entscheidend dazu bei, dass die von ihm vertretenen Positionen auch in die Rechtsprechung und Rechtspolitik einflossen. Dem Inhalt und Kontext seiner Überlegungen sowie ihrer Rezeption sind die einzelnen Beiträge dieses Sammelbands gewidmet.
Herausgeberin:
<i>Anna-Bettina Kaiser </i>ist Juniorprofessorin für Öffentliches Recht an der Humboldt-Universität zu Berlin
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2013
- ISBN-Print
- 978-3-8329-7105-2
- ISBN-Online
- 978-3-8452-3893-7
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Staatsverständnisse
- Band
- 58
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 259
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- Mit Leibholz zum Liquid Feedback. Zur Aktualität eines unterschätzten Staatsrechtslehrers Kein Zugriff Anna-Bettina Kaiser
- „Eine in jede Richtung veränderte Wirklichkeit“. Gerhard Leibholz und die antiliberale Bewegung Kein Zugriff Frieder Günther
- Repräsentation bei Gerhard Leibholz Kein Zugriff Seiten 43 - 72 Angelika Siehr
- Ambivalenzen in der Beobachtung. Gerhard Leibholz und das Verfassungsrecht des italienischen Faschismus Kein Zugriff Seiten 73 - 86 John Philipp Thurn
- Kommunale Selbstverwaltung versus Parteienstaatlichkeit. Weimarer Debatten im Zeichen der Krise – frühe bundesrepublikanische Debatten im Schatten von Weimar Kein Zugriff Seiten 87 - 112 Peter Collin
- Parteienstaat? Ein deutsch-französischer Vergleich Kein Zugriff Seiten 113 - 140 Kathrin Groh
- Parteienfinanzierung als Regel/Ausnahme-Entscheidung. Die strukturelle Prägung der staatlichen Parteienfinanzierung durch Gerhard Leibholz Kein Zugriff Seiten 141 - 166 Ann-Katrin Kaufhold
- Eine „revolutionäre Umschichtung unseres Rechtsdenkens“. Gerhard Leibholz und die Gleichheit vor dem Gesetz Kein Zugriff Seiten 167 - 198 Florian Meinel
- Komplexion der Gleichheit. Gerhard Leibholz’ Einfluss auf die Verfassungsrechtsprechung Kein Zugriff Seiten 199 - 224 Tim Wihl
- Gerhard Leibholz und der Status des Bundesverfassungsgerichts. Karriere eines Berichts und seines Berichterstatters Kein Zugriff Justin Collings
- Autoren Kein Zugriff Seiten 259 - 259





