
Maos langer Schatten
Chinas Umgang mit der Vergangenheit- Autor:innen:
- Verlag:
- 2020
Zusammenfassung
Wie kann sich eine Diktatur mit dem Erbe von Unrecht und Staatsverbrechen auseinandersetzen, die unter ihrer Herrschaft begangen wurden? Mit dieser Frage sah sich die Kommunistische Partei Chinas nach dem Tod Mao Zedongs im Jahr 1976 konfrontiert. Gestützt auf eine Vielzahl bislang unbekannter Dokumente entwirft der Freiburger Sinologe Daniel Leese ein breit angelegtes Panorama der chinesischen Politik und Gesellschaft in der kritischen Umbruchphase zwischen 1976 und 1987.
Die Massenkampagnen des «Großen Vorsitzenden» Mao Zedong hatten horrende Opferzahlen gefordert und die Volksrepublik China an den Rand eines Bürgerkriegs geführt. Unter seinen Nachfolgern begann die Kommunistische Partei ein großangelegtes Experiment historischer Krisenbewältigung. Millionen politisch Verfolgte wurden rehabilitiert, Entschädigungszahlungen geleistet und Täter vor Gericht gestellt, allen voran die «Viererbande» um Maos Frau Jiang Qing. Das Ziel bestand darin, einen Schlussstrich unter die Geschichte zu ziehen und alle Energien auf die wirtschaftliche Reformpolitik zu lenken. Aber die Schatten der Vergangenheit ließen sich nicht so einfach bannen. Gestützt auf eine Vielzahl bislang unbekannter Quellen – von vormals geheimen Reden der Parteiführung bis zu Petitionsschreiben einfacher Bürger – zeichnet Daniel Leese ein hochdifferenziertes Bild der Dekade nach Mao Zedongs Tod. Die Auswirkungen dieses Ringens um historische Gerechtigkeit sind in der chinesischen Politik und Gesellschaft bis heute spürbar.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2020
- ISBN-Print
- 978-3-406-75545-3
- ISBN-Online
- 978-3-406-75547-7
- Verlag
- C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 608
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 12
- Politischer Kurswechsel Kein Zugriff
- Historisches Unrecht und Übergangsjustiz Kein Zugriff
- Aufbau und Quellen Kein Zugriff
- Schatten der Vergangenheit Kein Zugriff
- Verteilungsgerechtigkeit und Landreform Kein Zugriff
- Gefühlspolitik oder Gehirnwäsche? Kein Zugriff
- Die Dialektik des Terrors Kein Zugriff
- Der Umgang mit den städtischen Eliten Kein Zugriff
- Historische Gerechtigkeit und außenpolitische Staatsräson Kein Zugriff
- Recht und Revolution in der Sowjetunion Kein Zugriff
- Justiz im Kaiserreich und in der Republik China Kein Zugriff
- Revolutionäre Justizarbeiter Kein Zugriff
- Kampagnenjustiz und Hinrichtungsquoten Kein Zugriff
- Ein kommunistischer Doppelstaat? Kein Zugriff
- Folgsame Werkzeuge der Partei Kein Zugriff
- Die Kulturrevolution Kein Zugriff
- Justiz und Rechtsprechungspraxis Kein Zugriff
- Massengewalt in der Kulturrevolution Kein Zugriff
- Massentötungen im Südwesten Kein Zugriff
- Institutionalisierter Terror Kein Zugriff
- Unklare Fronten Kein Zugriff
- Täter- und Opferkategorien im Wandel Kein Zugriff
- Gespaltene Gesellschaft, zerrüttete Politik Kein Zugriff
- Konsolidierung als politisches Programm Kein Zugriff
- Trauer auf dem Tiananmen-Platz Kein Zugriff
- Der Sturz der Viererbande Kein Zugriff
- Organisatorische Neuausrichtung Kein Zugriff
- Historische Gerechtigkeit als Massenkampagne Kein Zugriff
- Wahrheit, Praxis und Machtpolitik Kein Zugriff
- Dimensionen und Verfahren Kein Zugriff
- Rehabilitierung als Gnadenakt oder revolutionäre Ermächtigung Kein Zugriff
- Kaderpolitik und Aktengebirge Kein Zugriff
- Wiederbelebung der Einheitsfront Kein Zugriff
- Der Umgang mit historischen Klassenfeinden Kein Zugriff
- Deportationen und Zwangsumsiedlungen Kein Zugriff
- Das schwierige Erbe der Nationalitätenpolitik Kein Zugriff
- Politische Bilanz im Sicherheitsapparat Kein Zugriff
- Modellfälle in der Justiz Kein Zugriff
- Was ist Konterrevolution? Kein Zugriff
- Kulturrevolutionäre Tatbestände Kein Zugriff
- Rechtsbewusstsein und die Demokratiemauer-Bewegung Kein Zugriff
- Die Theoriekonferenz des Jahres 1979 Kein Zugriff
- Die Justiz und das Erbe der Kulturrevolution Kein Zugriff
- Die Grenzen sozialistischer Gesetzlichkeit Kein Zugriff
- Petitionen und Herrschaftslegitimation Kein Zugriff
- Restitutionsforderungen und die Frage sozialistischer Eigentumsrechte Kein Zugriff
- Gehälter, Pensionen und die Kritik des bürgerlichen Rechts Kein Zugriff
- Soziale Fürsorge im Dienst politischer Stabilität Kein Zugriff
- Prozessvorbereitungen Kein Zugriff
- Die Kulturrevolution vor Gericht Kein Zugriff
- Eine neue Perspektive auf die Vergangenheit Kein Zugriff
- Die Herstellung eines Elitenkonsenses Kein Zugriff
- Geschichtspolitik im Dienst der Machtpolitik Kein Zugriff
- Die Suche nach Tätern jenseits der Parteizentrale Kein Zugriff
- Die «drei Typen Menschen» Kein Zugriff
- Am Scheideweg Kein Zugriff
- Die «Lösung» eines historischen Problems Kein Zugriff
- Ein Echo aus der Tiefe der Zeit Kein Zugriff
- Ein doppelter Schatten Kein Zugriff
- Anhang Kein Zugriff Seiten 507 - 507
- Kurzbiographien wichtiger Akteure Kein Zugriff Seiten 507 - 512
- Übersicht wichtiger Ereignisse, 1976–1989 Kein Zugriff Seiten 513 - 515
- Danksagung Kein Zugriff Seiten 516 - 517
- Anmerkungen Kein Zugriff Seiten 518 - 567
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 568 - 589
- Bildnachweis Kein Zugriff Seiten 590 - 590
- Register Kein Zugriff Seiten 591 - 607
- Karte: Die Volksrepublik China im Jahr 1976 Kein Zugriff Seiten 608 - 608




