
Hofmannsthals »Der Schwierige« und seine Interpreten
- Autor:innen:
- Verlag:
- 2019
Zusammenfassung
Am Beispiel von Hofmannsthals Komödie »Der Schwierige« fragt die Studie nach dem Potential der Wissenschaftsgeschichte für die Interpretation.
Wie lässt sich ein vieldiskutiertes Werk wie Hugo von Hofmannsthals »Der Schwierige« (1921) vor dem Hintergrund seiner fast einhundertjährigen Forschungsgeschichte heute neu deuten? Das Buch beschreibt das Erkenntnispotential der Wissenschaftsgeschichte für die Interpretation - in dem Sinne, dass diese Geschichte nicht von den einzelnen Theorien und Methoden her, sondern ausgehend vom Werk selbst rekonstruiert wird: Hofmannsthals Stück wird vom Streitobjekt zum Streitsubjekt. Konstruktiv dient der »Streit« als Triebfeder der Erkenntnis. Die unterschiedlichen Positionen, die sich aus verschiedenen Wissenschaftstraditionen ebenso ergeben wie aus räumlichen und institutionellen Gegebenheiten, werden miteinander ins Gespräch gebracht und auf ihre historische Gebundenheit, vor allem aber auf ihre Leistungen hin geprüft.
Michael Wolls Studie bietet neben einer Neuinterpretation des »Schwierigen« und weiterer Werke Hofmannsthals einen Beitrag zur Wissenschaftsgeschichte der Germanistik im 20. Jahrhundert. Sie ist zudem eine Stellungnahme zur Methodendiskussion, in der sich das Potential einer auf einen Autor bezogenen Forschung als Diskurs- und Dialograum innerhalb des Fachs widerspiegelt.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2019
- ISBN-Print
- 978-3-8353-3385-7
- ISBN-Online
- 978-3-8353-4366-5
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 436
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 10
- I.1.1 Kritische Hermeneutik und Wissenschaftsgeschichte Kein Zugriff
- I.1.2 Verschiedene Ebenen der Geschichtsschreibung Kein Zugriff
- I.1.3 Begrenzung des Gegenstands ›Interpretationsgeschichte‹ Kein Zugriff
- I.1.4 Aufbau der Arbeit Kein Zugriff
- I.2 Stand der Forschung Kein Zugriff
- II.1.1.1 Fortschreiten innerhalb der ›Notwendigkeit‹ (I. Akt) Kein Zugriff
- II.1.1.2 Sprechen und Unmittelbarkeit (II. Akt) Kein Zugriff
- II.1.1.3 Rekonstruktion und Fixierung (III. Akt) Kein Zugriff
- II.1.2.1 Die zwei ›Welten‹ Hans Karls und Antoinettes (Szene II.10) Kein Zugriff
- II.1.2.2 Ein ›Spiel im Spiel‹ soll vermitteln (II.14) Kein Zugriff
- II.1.3 Ein neues Gattungsverständnis Kein Zugriff
- II.2.1 Selbstdeutung des Geschehens als ›Mystik‹ Kein Zugriff
- II.2.2.1 Neugebauer und die Klassengesellschaft Kein Zugriff
- II.2.2.2 Emanzipation und Wissenschaftskritik Kein Zugriff
- II.2.3 »… versteh’ mich«. Vermittlung an das Publikum Kein Zugriff
- II.3 Reflexion über literaturwissenschaftliche Begriffe Kein Zugriff
- III.1.1 Hofmannsthals Entwicklung als Neuschaffung der klassischen Gattungen Kein Zugriff
- III.1.2 Die Essays als Werkgruppe. Stand der Forschung Kein Zugriff
- III.1.3 Aufbau des Kapitels Kein Zugriff
- III.2.1 Ein Rezeptionsmodell: ›Poesie und Leben‹ Kein Zugriff
- III.2.2 Die Konstruktion zweier Ebenen im Einakter Kein Zugriff
- III.2.3 Der Fächer als Teil der ›materiellen Kultur‹ Kein Zugriff
- III.3.1 ›Über Charaktere im Roman und im Drama‹ Kein Zugriff
- III.3.2 Einleitung zur neuen Balzac-Ausgabe (1908) Kein Zugriff
- III.3.3 Aus der Innenperspektive: Interpretationen durch Mattenklott und Lörke Kein Zugriff
- III.3.4 Episch dichtende Dramenfiguren? ›Dominic Heintls letzte Nacht‹ Kein Zugriff
- III.4.1 Ein Kippbild der Gattungen. Selbstreflexion der Oper Kein Zugriff
- III.4.2 Entwicklung von Hofmannsthals moderner Komödie Kein Zugriff
- III.4.3.1 Die Oper als modernes ›Experiment‹ Kein Zugriff
- III.4.3.2 Treue gegen Vergessen: Hofmannsthal erläutert seine Oper Kein Zugriff
- III.5.1 ›Worte zum Gedächtnis Molières‹ (1922) Kein Zugriff
- III.5.2 ›Komödie‹ (1922) Kein Zugriff
- III.5.3 Reflexion der rhetorischen Form in den Aufzeichnungen Kein Zugriff
- IV.1.1 Heinrich Zimmer als Nachlassverwalter Kein Zugriff
- IV.1.2.1 ›Der Schwierige‹ als Wiedergeburt. Hermann Bahr 1921 Kein Zugriff
- IV.1.2.2 Rezension und Metakritik. Raoul Auernheimer 1921 Kein Zugriff
- IV.1.2.3 ›Konservative Revolution‹. Carl Jacob Burckhardt 1927 Kein Zugriff
- IV.1.3.1 Synthese aus Hofmannsthal und George? Max Kommerell 1930 Kein Zugriff
- IV.1.3.2 Von Venedig nach Wien. Grete Schaeder 1933 Kein Zugriff
- IV.1.3.3 Lektüre gegen Geistesgeschichte. Karl J. Naef 1938 Kein Zugriff
- IV.2.1 Nachlassverwalter und Editor: Herbert Steiner Kein Zugriff
- IV.2.2.1 Der Interpret als Betrachter der schönen Lampe. Emil Staiger 1941/42 Kein Zugriff
- IV.2.2.2 Identifikation und Wahrheit. Wilhelm Emrich 1955/56 Kein Zugriff
- IV.2.2.3 Entlehnte Dynamik. Franz Norbert Mennemeier 1958 Kein Zugriff
- IV.2.3.1 Frühe Skepsis gegenüber Hofmannsthals Begriffen. Hilde D. Cohn 1952 Kein Zugriff
- IV.2.3.2 Teilung der Autorenforschung. Peter Szondi 1956 gegen Ewald Rösch 1963 Kein Zugriff
- IV.3.1 Rudolf Hirsch: Lektor, Verleger, Nachlassverwalter Kein Zugriff
- IV.3.2.1 Offenheit und Esoterik. Gründung der Hofmannsthal-Gesellschaft 1968 Kein Zugriff
- IV.3.2.2 Antwort auf die Kritik. Richard Exner verteidigt das ›Zeitlose‹ (1971) Kein Zugriff
- IV.3.3.1 Politischer Streit. Gerhart Pickerodt 1968 gegen Lothar Wittmann 1966 Kein Zugriff
- IV.3.3.2 Komödie ohne Happy End. Dorrit Cohn 1968 gegen Staiger Kein Zugriff
- IV.3.3.3 Kierkegaard verstehen. Kobel 1970 in der Nachfolge Staigers und der Philosophie Kein Zugriff
- IV.3.3.4 Modernes und überhistorisches Drama. Walter Hinck 1973 gegen Szondi Kein Zugriff
- IV.3.3.5 Vergnügen als Stil. Alfred Doppler 1975 gegen die ›kanonischen‹ Aufsätze Kein Zugriff
- IV.3.4 Streit und Konsens. Tagung der Hofmannsthal-Gesellschaft 1976 Kein Zugriff
- IV.4.1 Kreisen um den Nachlass. Richard Alewyn Kein Zugriff
- IV.4.2.1 Sinn in der ›Konfiguration‹? Karl Konrad Polheim 1976 gegen Benno Rech 1971 Kein Zugriff
- IV.4.2.2 Psyche macht Epoche. Psychosoziologie nach Wolfram Mauser 1977 Kein Zugriff
- IV.4.3.1 Die Sprache der Linguistik. Axel Hübler 1980 und Heike Söhnlein 1986 Kein Zugriff
- IV.4.3.2 Das Glücksversprechen der Rezeptionsästhetik.Hans Robert Jauß 1985 Kein Zugriff
- IV.4.4.1 Ironie der Dinge. Varianten des Relativismus Kein Zugriff
- IV.4.4.2 Per Du mit Antoinette Hechingen. Ideologiekritik durch Frederick Lubich 1985 Kein Zugriff
- IV.5.1 Martin Stern und die Edition Kein Zugriff
- IV.5.2.1 Moderne-Konzeptionen. Klaus-Dieter Krabiel und Juliane Vogel Kein Zugriff
- IV.5.2.2 Lektüre gegen Nachwort. Ursula Renner 2000 Kein Zugriff
- IV.5.2.3 Dekonstruktion der Verlobung. Ralf Simon 2002 Kein Zugriff
- IV.5.3.1 Zusammenfassungen. Hans-Albrecht Koch 1989 und Mathias Mayer 1993 Kein Zugriff
- IV.5.3.2 Hofmannsthalforschung und Frankfurter Schule. Gert Mattenklott 1994 Kein Zugriff
- V.1.1 England und USA Kein Zugriff
- V.1.2 Frankreich Kein Zugriff
- V.1.3 Thesen zur englisch- und französischsprachigen Forschung Kein Zugriff
- V.2 Interpretationsgeschichte und Autorenforschung Kein Zugriff
- Literatur Kein Zugriff Seiten 387 - 424
- Dank Kein Zugriff Seiten 425 - 426
- Personen Kein Zugriff
- Werke Hofmannsthals Kein Zugriff
- Impressum Kein Zugriff Seiten 436 - 436




