Ferdinand Tönnies
Der Sozialstaat zwischen Gemeinschaft und Gesellschaft- Herausgeber:innen:
- Reihe:
- Staatsverständnisse, Band 70
- Verlag:
- 2014
Zusammenfassung
Ferdinand Tönnies, der mit seinem Werk „Gemeinschaft und Gesellschaft“ von 1887 überwiegend als Soziologe und Philosoph wahrgenommen wird, hat sich schon recht früh mit staatswissenschaftlichen Problemen beschäftigt. Dabei kommt für Tönnies dem Staat nur eine instrumentale Rolle zu. Damit rückt er weit ab von den Traditionen des Kulturliberalismus im Kaiserreich. Im Gegensatz zur liberalen Demokratie erkennt Tönnies eine Fokussierung auf eine soziale Demokratie: Eine Entwicklung zum „Staat der Sozialreform“. Er spricht dem Staat die Legitimation ab, als sittliche Macht im Hegelschen Sinne aufzutreten. Der Staat ist für Tönnies unlösbar mit der Gesellschaft verbunden. Es gibt keine innere Distanz, die ihm eine eigenständige externe Rolle gegenüber der Gesellschaft ermöglichen würde. Er ist vielmehr eine Art Wesensausdruck aller Grundzüge des sozialen Lebens unter den Bedingungen der vom Kürwillen beherrschten Gesellschaft. Er ist dem Interessenkampf von Menschen und Gruppen ausgeliefert, die sich gegenseitig als Mittel ansehen müssen nach Maßgabe des Kalküls des Eigeninteresses und der Gewinnmaximierung.
Mit Beiträgen von:
Arno Bammé, Cornelius Bickel, Niall Bond, Uwe Carstens, Alexander Deichsel, Günther Rudolph, Carsten Schlüter-Knauer, Alexander Wierzock
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2014
- ISBN-Print
- 978-3-8487-1626-5
- ISBN-Online
- 978-3-8452-5667-2
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Staatsverständnisse
- Band
- 70
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 234
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- Vorwort: Tönnies – ein wiederentdeckter Klassiker Kein Zugriff Seiten 9 - 12
- Ferdinand Tönnies und die Staatswissenschaft Kein Zugriff Seiten 13 - 28 Uwe Carstens
- Tönnies’ Auffassung von Staat und Politik Kein Zugriff Seiten 29 - 62 Cornelius Bickel
- Zur Staatsauffassung von Ferdinand Tönnies Kein Zugriff Seiten 63 - 84 Günther Rudolph
- Montesquieu – Rousseau – Tönnies Essay zum Verhältnis von Volk und Staat in Europa Kein Zugriff Seiten 85 - 100 Alexander Deichsel
- Ein „Wart-Turm über den Parteien“ Tönnies als Kritiker von Parteien und Parlament im deutschen Kaiserreich Kein Zugriff Seiten 101 - 122 Alexander Wierzock
- Die kontroverse Demokratie: Carl Schmitt und Hans Kelsen mit und gegen Ferdinand Tönnies Kein Zugriff Seiten 123 - 168 Carsten Schlüter-Knauer
- Ferdinand Tönnies und die Politik Kein Zugriff Seiten 169 - 182 Niall Bond
- Leviathan und Behemoth im Anthropozän Kein Zugriff Seiten 183 - 232 Arno Bammé
- Autorenverzeichnis Kein Zugriff Seiten 233 - 234





