
Inszenierung von Recht
Funktionen - Modi - Interaktionen- Herausgeber:innen:
- |
- Verlag:
- 2019
Zusammenfassung
Die Inszenierung von Recht steht aktuell im Fokus verschiedener Disziplinen: Einerseits werden kulturelle Inszenierungsmodi und spezifische Formen von Ritualität auf ihre Prägekraft für das Recht hin untersucht. Andererseits werden institutionalisierte Praxen der Rechtsfindung vermehrt daraufhin befragt, wie sie in anderen kulturellen Feldern Modellcharakter gewinnen. Dabei steht indes nicht so sehr die Frage im Zentrum, ob Recht einen Inszenierungsaspekt beinhaltet, sondern vielmehr, wie dieser sich auf die Wahrnehmung, die Anwendung und die Wirksamkeit abstrakter Rechtsnormen auswirkt. In der Rechtswissenschaft wird die Inszenierung von Recht demgegenüber vergleichsweise selten thematisiert und wenn doch, dann häufig bestritten. Grund hierfür ist die Befürchtung, dass die Annahme inszenatorischer Anteile des Rechts dieses zu unterminieren drohe. Das Verhältnis von Recht und Inszenierung erweist sich insofern als spannungsreich.
Ausgehend von diesem Befund wird im interdisziplinären Dialog von Rechtswissenschaft, Theaterwissenschaft, Philosophie und Kunstgeschichte den verschiedenen Funktionen und Modi der Inszenierung von Recht sowie den bestehenden Interaktionen zwischen Recht und anderen kulturellen Feldern nachgegangen. Hierdurch gelangen die Herstellung und Wirkung von Recht, verschiedene Formen seiner Inszenierung sowie sein medialer Auftritt in den Blick. So zeigt sich, dass Recht und Inszenierung nicht unabhängig voneinander zu denken sind. Die Aufarbeitung dieses Spannungsfeldes vermag sowohl das Rechtsverständnis und den Blick auf die Inszenierung von Recht insgesamt als auch die Attraktivität des Modells ›Recht‹ für Theater, Literatur und bildende Kunst zu erhellen.
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2019
- Copyrightjahr
- 2019
- ISBN-Print
- 978-3-95832-173-1
- ISBN-Online
- 978-3-7489-0655-1
- Verlag
- Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 236
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 7 - 7
- Einleitung: Inszenierung und Recht – Funktionen, Modi und Interaktionen Kein Zugriff Seiten 8 - 18Autor:innen: |
- Inszenierung von Recht als Wirksamkeitsbedingung. Warum und wie Recht inszenieren? Kein Zugriff Seiten 19 - 40Autor:innen:
- Juridische Szenen: Vor dem Gesetz/Im Gericht/In Camera Kein Zugriff Seiten 41 - 50Autor:innen:
- Expressives Recht. Inszenierungen moderner Legitimität Kein Zugriff Seiten 51 - 73Autor:innen:
- Gericht aus Glas. Transparenz als Mythos normativer Konstitution Kein Zugriff Seiten 74 - 94Autor:innen:
- Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit im Recht des 20. Jahrhunderts Kein Zugriff Seiten 95 - 124Autor:innen:
- Legitimation durch Inszenierung? Ästhetische, mediale und politische Bedingungen der Rechtsprechung Kein Zugriff Seiten 125 - 145Autor:innen:
- Eine Geschichte zu erzählen Kein Zugriff Seiten 146 - 163Autor:innen:
- Zur Dramaturgie von Milo Raus Theatertribunalen Kein Zugriff Seiten 164 - 186Autor:innen:
- Der Prozess, den es nie gab. Zur Verhandlung staatlicher Überwachungspraktiken zwischen Rechtsprechung und Ermächtigung Kein Zugriff Seiten 187 - 207Autor:innen:
- Die Polis im Netz. Verhandlungen von Ferdinand von Schirachs Theatertext TERROR Kein Zugriff Seiten 208 - 232Autor:innen:
- Die Autorinnen und Autoren Kein Zugriff Seiten 233 - 236




