
Das fragmentierte Recht der Externalisierungsgesellschaft
- Autor:innen:
- Verlag:
- 2026
Zusammenfassung
Die räumliche Verlagerung sozialer und ökologischer Probleme, also gesellschaftlicher Konflikte, ist ein wesentliches Merkmal »entwickelter« Industriestaaten. Sie werden darum auch als Externalisierungsgesellschaften beschrieben. Das vorliegende Buch untersucht die Rolle des Rechts in diesen Gesellschaften sowie die Bedeutung der Externalisierung für das Recht. Florian Weber versteht Externalisierung als Zusammenspiel von Inklusion und Exklusion in räumlicher Hinsicht. Vor diesem gesellschaftstheoretischen Hintergrund analysiert er aus rechtswissenschaftlicher Perspektive, wie Recht Räume ordnet, Unterschiede erzeugt und gesellschaftliche Konflikte strukturiert. Die Studie bringt mit der soziologischen Externalisierungsdiagnose und der systemtheoretisch geprägten Debatte über die Fragmentierung des Rechts zwei theoretisch unterschiedlich fundierte Diskurse in einen Dialog, hinterfragt und ergänzt diese Perspektiven und bereichert damit das rechtswissenschaftliche Feld von »Law and Political Economy«.
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2026
- Copyrightjahr
- 2026
- ISBN-Print
- 978-3-95832-441-1
- ISBN-Online
- 978-3-7489-5803-1
- Verlag
- Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 477
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- Inhalt
- Abkürzungsverzeichnis
- 1 Ausgangslage
- 2.1 Fragestellung und Untersuchungsgegenstand
- 2.2 Methodik
- 3 Argument und Übersicht
- 4.1 Normkonflikte
- 4.2 Externalitäten als Kollisionspunkte
- 5.1.1 Funktionale Ausdifferenzierung
- 5.1.2 Intersystemische Leistungsbezüge
- 5.1.3 Externalitäten zwischen System und Umwelt
- 5.1.4 Eigenrationalitätsmaximierung
- 5.1.5 Instabiles Zusammenwirken
- 5.2 1 Fragmentierung des Weltrechts
- 5.2.2 Regimeinterne Konflikte
- 5.2.3 Gesellschafts-rechtliche Koproduktion
- 5.2.4.1 Rechtsetzung
- 5.2.4.2 Rechtspraxis
- 5.2.4.3 Transnationalisierung und Privatisierung
- 5.2.4.4 Rationalitätsspezifische und hegemoniale Konvergenzen
- 5.3 Normkonflikte als Ausdruck gesellschaftlicher Widersprüche
- 6.1.1 Vertikale Konfliktlösung
- 6.1.2.1 Koexistenz
- 6.1.2.2.1 Responsivität
- 6.1.2.2.2 Ordre public transnational
- 6.1.2.2.3 Systemische Integration als Vollzug der Responsivität
- 6.1.2.2.4 Verhandlungsarrangements
- 6.1.2.2.5 Grenzen der Integration
- 6.1.2.2.6 Integration als Subordination
- 6.1.3 Zwischenfazit
- 6.2 Oszillieren des Rechtsdiskurses
- 6.3.1 Unzulänglichkeit der rechtswissenschaftlichen Auseinandersetzung
- 6.3.2 Berufsethischer Appell
- 6.3.3 Zwischenfazit
- 6.4.1 Grenzen der funktionalen Differenzierung
- 6.4.2 Externalisierung als alternative Konfliktbearbeitung
- 7 Fazit: Konfliktbewältigung durch Externalisierung
- 8.1 Simultanität von Inklusion und Exklusion
- 8.2 Differenzierung
- 9.1.1.1.1.1 Päpstliche Verleihung
- 9.1.1.1.1.2 Entdeckung
- 9.1.1.1.1.3 Okkupation
- 9.1.1.1.1.4 Eroberung
- 9.1.1.1.1.5 Kolonialverträge
- 9.1.1.1.1.6 Regionale Differenzen
- 9.1.1.1.2.1 Konsularjurisdiktion
- 9.1.1.1.2.2 Schutzgebiete, Mandate und Treuhandgebiet
- 9.1.1.1.2.3 Fremdenrechtlicher Eigentumsschutz
- 9.1.1.1.2.4 Handelskompanien
- 9.1.1.1.3 Expansive Kontinuitäten
- 9.1.1.2.1.1 Aufhebung der Konsularjurisdiktion
- 9.1.1.2.1.2 Beendigung der Mandate des Völkerbunds
- 9.1.1.2.2 Universalisierung heute
- 9.1.1.3 Entterritorialisierende Apologie des Rechtsdiskurses
- 9.1.2.1 Recht auf Handel
- 9.1.2.2 Globales Wirtschaftsrecht
- 9.1.2.3 Eigendynamik
- 9.1.3 Das Recht als Inklusionsordnung
- 9.2.1.1 Staatsgebiet
- 9.2.1.2 Staatsvolk
- 9.2.1.3 Migrationsregime
- 9.2.2.1 Menschenrechte als Integritätsschutz
- 9.2.2.2 Jurisdiktion als Ausgangspunkt und Leerformel
- 9.2.2.3 Territorialität als Grundsatz
- 9.2.2.4.1 Persönliche Jurisdiktion
- 9.2.2.4.2 Räumliche Jurisdiktion
- 9.2.2.4.3.1 Recht auf Leben
- 9.2.2.4.3.2 Schutz von Eigentum und Daten
- 9.2.2.4.3.3 Prozedurale Garantien
- 9.2.2.4.3.4 Kontrolle über Emissionsquellen
- 9.2.2.4.3.5 Regulierung von transnationalen Unternehmen
- 9.2.2.4.3.6 Weitere Formen der Einflussnahme und Einflussmöglichkeit in wirtschaftlichen Kontexten
- 9.2.2.5.1 Grenzziehung im Zuge der Konkretisierung
- 9.2.2.5.2 Primat physischer Präsenz
- 9.2.2.5.3 Völkerrechtliches Jurisdiktionsverständnis
- 9.2.2.5.4 Ambivalenz der systematischen Auslegung
- 9.2.2.5.5 Espace juridique
- 9.2.2.5.6.1 Im Allgemeinen
- 9.2.2.5.6.2 Hinsichtlich der Regulierung transnationaler Unternehmen
- 9.2.2.5.6.3 Ambivalenzen in der Lehre
- 9.2.2.5.7 Näheverhältnis
- 9.2.2.5.8 Kontexte des Chaos und geteilte Verantwortung
- 9.2.2.5.9.1 Unmittelbarkeit und Vorhersehbarkeit
- 9.2.2.5.9.2 Strukturelle Ursachen und Unterlassungen
- 9.2.2.5.9.3 Kausalität in der Klimakrise
- 9.2.2.5.10 Gegenstand und Umfang staatlicher Kontrolle
- 9.2.2.5.11 Schwache Normativität und Unbestimmtheit
- 9.2.2.6.1 Räumliche Differenzierung
- 9.2.2.6.2 Staatszentrierung
- 9.2.2.6.3 Systemkonforme Armutsbekämpfung
- 9.2.3 Das Recht als Exklusionsordnung
- 10 Fazit: Externalisierung dank inkongruenter Räumlichkeit
- 11 Wechselwirkungen
- 12 Ausblick
- Quellen/Literatur/Rechtspraxis/Weitere QuellenSeiten 405 - 476 Download Kapitel (PDF)


