Auf Lohnabstand gehalten
Über die Widersprüche marktliberaler Konzepte in der Arbeitsmarktpolitik- Autor:innen:
- Verlag:
- 2012
Zusammenfassung
Das Lohnabstandsgebot gilt in der ökonomischen Theorie und in der Arbeitsmarktpolitik als vernünftige und effiziente Gestaltungsregel. Nach neoklassischer Wirtschaftslehre hindern nur eine deutliche Verdienstspanne zwischen Arbeitenden und Arbeitslosen und eine kräftige Lohnspreizung nach unten die meisten Menschen daran, die Sozialsysteme als »Hängematte« zu missbrauchen. Die Autorin deckt den Widersinn dieses Grundgedankens und der ihm folgenden Arbeitsmarktpolitik aus wirtschaftstheoretischer wie aus arbeitssoziologischer Perspektive auf. Ausgehend vom Strukturwandel des Arbeitsmarkts zeigt sie, von welchen wirklichkeitsfremden Annahmen das Lohnabstandsdogma in Zeiten von Hartz IV gekennzeichnet ist. Die Tücken seiner praktischen Umsetzung legt Luise Görges vor allem am Beispiel erwerbstätiger und arbeitsloser Frauen dar. Auf der Grundlage vieler empirischer Befunde entfaltet sie ihr kritisches Urteil über den herrschenden Umgang mit dem weiblichen Arbeitsvermögen. Damit leistet die Studie einen wichtigen Beitrag zur Theorie und Wirklichkeit einer Arbeitsmarktpolitik, die über geschlechtsspezifische Diskriminierung hinaus die allgemeine soziale Ungleichheit vertieft. – Die Autorin wurde für diese Untersuchung mit dem Politeia-Preis 2010 sowie mit dem Nachwuchsförderpreis 2011 des Ökonominnen-Netzwerks efas ausgezeichnet.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2012
- ISBN-Print
- 978-3-8360-1108-2
- ISBN-Online
- 978-3-8452-7096-8
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 108
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 7
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 7 - 10 Ulf Kadritzke
- 1 Einleitung Kein Zugriff Seiten 11 - 14
- 2.1.1 Neoklassik: Der homo oeconomicus und sein Anreiz zu arbeiten Kein Zugriff
- 2.1.2 Institutionenökonomik: Das Arbeitsangebot im institutionellen Kontext Kein Zugriff
- 2.1.3 Ökonomische Paradigmen in der Arbeitsmarktpolitik Kein Zugriff
- 2.2.1 Was macht Arbeit? Kein Zugriff
- 2.2.2 Die Bedeutung der Arbeit für das Individuum Kein Zugriff
- 2.2.3 Die Bedeutung der Arbeit in der Gesellschaft Kein Zugriff
- 2.3 Die Tücken des Arbeitmarktmechanismus: das Beispiel ‚Frau’ Kein Zugriff
- 2.4 Armut, Prekarität und Arbeitslosigkeit – zusammenfassende Betrachtung Kein Zugriff
- 3.1.1 Atypisch Beschäftigte Kein Zugriff
- 3.1.2 Beschäftige in Niedriglohnverhältnissen Kein Zugriff
- 3.1.3 Beschäftigte und Arbeitslose in Grundsicherung Kein Zugriff
- 3.2.1 Gesellschaftliche Folgen Kein Zugriff
- 3.2.2 Der Strukturwandel aus weiblicher Perspektive – eine Chance? Kein Zugriff
- 4.1.1 Das Konzept Kein Zugriff
- 4.1.2 Geschlechtsspezifische Aspekte der Lohndispersion Kein Zugriff
- 4.2.1 Das Konzept Kein Zugriff
- 4.2.2 Geschlechtsspezifische Aspekte des Lohnabstandsgebots Kein Zugriff
- 4.3 Vergleichende Beurteilung: Zuckerbrot und Peitsche Kein Zugriff
- 5 Fazit: homo oeconomicus im circulus vitiosus Kein Zugriff Seiten 91 - 96
- Kleine Nachbetrachtung zum Umschlagbild: Lohnabstand als Milchmädchenrechnung Kein Zugriff Seiten 97 - 98
- Literatur Kein Zugriff Seiten 99 - 107
- Verzeichnis der Abbildungen und Tabellen Kein Zugriff Seiten 108 - 108





